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Elfenbein in der Naturschutzausstellung im Kaeng Krachan Elefantenpark.

Zeichen gegen Elfenbeinhandel

Die Teilnehmer des Welt-Naturschutzkongresses der IUCN haben am Wochenende ein wichtiges Zeichen gesetzt: kein Handel mehr mit Elfenbein in den Binnenmärkten.

Die Internationale Welt-Naturschutzunion IUCN will, dass der Handel mit Elfenbein auch in den nationalen Märkten verboten wird. Die Teilnehmer des Welt-Naturschutzkongresses in Hawaii haben am Wochenende einer entsprechenden Motion zugestimmt.

Diese Motion der IUCN unterstützt eine gleichlautende Resolution für ein vollständiges Verbot des Elfenbeinhandels, über die an der CITES-Weltkonferenz vom 24. September bis 3. Oktober 2016 in Südafrika verhandelt wird. Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES regelt den internationalen Handel mit Elfenbein. Dieser Handel ist zwar international verboten, auf nationaler Ebene in einigen Ländern aber immer noch legal. Das spielt Schmugglern in die Hände. Neu sollen die Vertragsstaaten von CITES angehalten werden, auch in ihrer nationalen Gesetzgebung den Handel mit Elfenbein zu verbieten.

Vom Aussterben bedroht

Für den Handel mit Elfenbein werden in Afrika jeden Tag (!) fast 100 Elefanten getötet. Das hat katastrophale Auswirkungen auf die Bestände wildlebender Elefanten. Wurden 1980 noch rund 1.2 Millionen Tiere in Afrika gezählt, sind es heute nur noch etwa 350'000 Tiere. Wird nicht rasch gehandelt, werden sich die Bestände nicht mehr erholen.

Die Situation der Asiatischen Elefanten ist nicht minder dramatisch. Einst weit verbreitet, wird der Bestand wildlebender Elefanten heute auf etwa 30'000 Tiere geschätzt. Zur Wilderei, die vor allem Stosszähne tragende Männchen betrifft, gesellt sich hier das Problem, dass der Mensch den Asiatischen Elefanten immer mehr Lebensraum wegnimmt und fragmentiert. Die Elefanten verlieren ihre Wanderrouten, die Populationen werden isoliert und es kommt zu Konflikten zwischen Mensch und Elefant.

Seit 2009 setzt sich der Zoo Zürich deshalb für den Schutz wildlebender Elefanten in Thailand ein. Er unterstützt die Wildhüter im Kampf gegen die Wilderei, hilft beim Errichten von Wanderkorridoren und bei der Entschärfung des Human-Elephant-Conflicts.

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