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Hummock Island Naturschutz

30'000 Grasbüschel für Hummock Island

Auf Hummock Island haben Pferde und Schafe den Lebensraum für viele Vögel buchstäblich weggefressen. Jetzt wird der Boden wieder hergerichtet.

Hummock Island ist eine Insel im Westen der Falklandinseln, rund 300 Hektare gross und von Menschen unbewohnt. Sie ist von BirdLife international als «Important Bird Area» ausgezeichnet worden, doch leider weideten bis1981 Schafe und Pferde auf der Insel. Dadurch ist die Landschaft stark überweidet und ein Drittel der Fläche erodiert. Unser Naturschutzpartner Antarctic Research Trust ART hat 2016 Hummock Island gekauft und sich zum Ziel gesetzt, den Lebensraum für die Vögel zu renaturieren.

Grasbüschel auf Hummock Island

30'000 Grasbüschel wurden auf Hummock Island eingepflanzt

Foto: Antarctic Research Trust

Im Zentrum steht der Kampf gegen die Erosion mit einer gross angelegte Pflanzaktion von Tussockgras. Das robuste Gras wächst in Büscheln, ist dick und lang und schützt den Boden vor dem Ausschwemmen. Ein willkommener Nebeneffekt der Anpflanzung von 30'000 Setzlingen ist der Umstand, dass im Tussockgras langfristig bis zu 50 Tonnen Kohlenstoff pro Hektare gebunden werden. Das Gras schafft demnach nicht nur Lebensraum für die Vögel, sondern unterstützt auch die Reduktion von Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre. Der Zoo Zürich hat die Renaturierung der Insel massgeblich unterstützt.

Video: Zoo Zürich, Nicole Schnyder