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Junge Schneeleoparden im Zoo Zürich.

Schneeleopard

Panthera uncia

Da in den extremen Regionen des Hochgebirges die Beutedichte gering ist, schätzt man, dass die Streifgebiete der Schneeleoparden zwischen 250 und 500 Quadratkilometer gross sind. Damit sind sie diesbezüglich Rekordhalter aller Katzen. Ihre Einzigartigkeit wird aber auch dadurch bestätigt, dass sie eine Sprungweite bis zu 16 m erreichen und dass sie das dickste und längste Fell aller Katzen haben. Auch sonst sind Schneeleoparden etwas anders als die andern Grosskatzen. So haben sie eine verhältnismässig kurze Schnauze und einen sehr langen Schwanz. Der Kehlkopf des Schneeleoparden ist nur zum Schnurren geeignet, nicht jedoch zum Brüllen. Schneeleoparden verzehren ihre Beute hockend, so wie dies auch Kleinkatzen tun. Tiger und Löwen dagegen liegen meist vor der Beute und halten sie mit ihren Pranken fest.

Verwandtschaft Raubtiere, Katzen, Schneeleopard (möglicherweise 2 Unterarten)
Lebensraum Hochgebirge und felsige Hochsteppen bis 6000 Meter über Meer
Lebensweise meist dämmerungs- und nachtaktiv, territorial
Sozialstruktur einzelgängerisch, Weibchen mit Jungtieren
Futter Fleisch (Blauschafe, Steinböcke, Murmeltiere, Hasen, Vögel, Haustiere)
Gewicht Weibchen bis 40 kg, Männchen bis 55 kg, Neugeborene bis 570 g
Kopf-Rumpflänge bis 130 cm
Schulterhöhe 60 cm
Schwanzlänge bis 100 cm
Tragzeit 105 bis 110 Tage
Wurfgrösse 1 bis 3 Jungtiere, selten bis 5
Geschlechtsreife 3 Jahre
Lebenserwartung 20 Jahre
Nutzung Pelz, Knochen für Chinesische Medizin
Aktueller Bestand 6000 Tiere, davon 2000 Tiere in China und Tibet, 1000 Tiere in der Mongolei, 200 Tiere in europäischen Zoos
Im Zoo Zürich seit 1929, insgesamt 59 Jungtiere, international koordinierte Zucht (EEP)

Verbreitung

Verbreitungskarte Schneeleopard

Paten

VILLY Tiergarten-Gesellschaft Zürich
VILLY M. Stöcklin, Meilen
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