• Philippinen-Krokodil im Zoo Zürich.
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Philippinen-Krokodil

Crocodylus mindorensis

Zur Brut bauen weibliche Krokodile Nester. Dabei gibt es zwei Formen: Grubennester werden ausgegraben, die Eier hineingelegt und mit einer Mischung aus Erdreich, Sand und Pflanzenmaterial zugedeckt. Die Brutwärme entsteht durch Sonneneinstrahlung und Erdwärme. In Hügelnestern, der zweiten Brutweise, werden die Eier in aufgeschichtetes Pflanzenmaterial gelegt. Die Brutwärme wird durch den Verwesungsprozess der Pflanzenteile erzeugt. Die Philippinen-Krokodile des Zoo Zürich bauen Hügelnester.

Befruchtete Krokodileizellen besitzen keine Geschlechtschromosomen. So können aus demselben Ei entweder Männchen oder Weibchen entstehen. Ausschlaggebend ist die Bruttemperatur: Unter 30 Grad Celsius schlüpfen ausschliesslich Weibchen, bei Temperaturen um 34 Grad sind es nur Männchen. Wenn die Eier in verschiedenen Positionen in den Nestern liegen, ist jedoch die Chance gross, dass verschiedene Geschlechter entstehen.

Schutzgebiete für Philippinen-Krokodile

Philippinen-Krokodile sind von der Ausrottung bedroht. Der Zoo Zürich unterstützt ein Naturschutzprojekt der Mabuwaya Foundation auf den Philippinen. Es sind bereits verschiedene Schutzgebiete eingerichtet und umliegende Pufferzonen aufgeforstet worden. Während der Brutzeit werden die Gelege der Krokodile von Freiwilligen Tag und Nacht bewacht. Frisch geschlüpfte Krokodile werden auch eingefangen und in Gehegen unter geschützten Bedingungen aufgezogen. Später werden die Tiere wieder in die Natur entlassen.

VerwandtschaftKrokodile (25 Arten), Echte Krokodile (12 Arten in derselben Gattung)
LebensraumFeuchtgebiete, Flüsse, kleine Seen bis 800 Meter über Meer
Lebensweisedämmerungs- und nachtaktiv
FutterAmphibien, Wasserschildkröten, Schlangen, kleine Säugetiere, Insekten
Gewicht15 kg (bei 1,5 m Länge)
Körperlängebis 3,1 m (inkl. Schwanz), ab etwa 1,5 m Länge sind die Tiere geschlechtsreif
Gelege15 bis 30 Eier, Weibchen betreibt Brutpflege
Inkubationszeit65 bis 80 Tage
Lebenserwartung30 Jahre
NutzungLeder, Fleisch
Aktueller Bestand250 Tiere im Freiland (2012), ursprünglich auf den ganzen Philippinen verbreitet, heute nur noch auf den Inseln Luzon und Mindanao überlebensfähige Populationen, Zuchtprogramm in Zuchtstationen auf den Philippinen und über 50 Tiere in europäischen Zoos, darunter zwei Tiere im Zoo Zürich
Im Zoo Zürich2007

Verbreitung

Verbreitungskarte Philippinen-Krokodil

Paten

L. Fietz, Zollikerberg