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  • Pantherchamäleon im Masoala Regenwald frisst Heuschrecke.

    Tipps zum Fotografieren

    Tipps vom bekannten Tier- und Naturfotografen Edi Day und von Nikon für bessere Tierfotografien aus dem Zoo Zürich.

    Generelle Hinweise:

    1. Erkundigen Sie sich nach den Fütterungszeiten; hier ergeben sich spannende Fotomotive.
    2. Fotografieren Sie zu jedem Tier die Infotafel an der Anlage, damit Sie zuhause wissen, was Sie aufgenommen haben.
    3. Legen Sie die Schärfe auf das Auge des Tieres.
    4. Platzieren Sie das Hauptsujet nicht in die Mitte. Ihre Bilder wirken dadurch spannender.
    5. Achten Sie auf einen geraden Horizont. Dies ist vor allem wichtig bei Aufnahmen mit Wasser (z.B. Pinguine).
    6. Machen Sie weniger, dafür gute Bilder.
    7. Nehmen Sie sich Zeit und warten Sie auf den besten Moment.
    8. Stellen Sie den Weissabgleich auf «automatisch» ein.
    9. Achten Sie darauf, folgende Verschlusszeiten nicht zu unterschreiten (Verwackelungsgefahr): Weitwinkelobjektiv 1/30s, Normalobjektiv 1/125s, Teleobjektiv 1/250s.
    Durch Glasscheiben
    • Wählen Sie Zeitautomatik (A/Av).
    • Fotografieren Sie mit offener Blende (= kleine Blendenzahl, z.B. f/4.0) und mit einer möglichst langen Brennweite (100 mm oder länger), um das Sujet vor dem Hintergrund freizustellen.
    • Erhöhen Sie bei Bedarf die ISO-Empfindlichkeit (z.B. ISO 800) oder wählen Sie ISO-Automatik.
    • Fotografieren Sie ohne Blitz, dieser erzeugt störende Reflexe auf der Glasscheibe.
    • Halten Sie die Frontlinse möglichst nahe an die Glasscheibe.
    • Tragen Sie dunkle Kleidung. Sie reflektiert weniger als helle Kleidung.

    Nützlich zum Beispiel im Menschenaffenhaus bei den Gorillas.

    Bei Gegenlicht
    • Wählen Sie Zeitautomatik (A/Av).
    • Fotografieren Sie mit offener Blende (= kleine Blendenzahl, z.B. f/4.0), um das Sujet vor dem Hintergrund freizustellen.
    • Erhöhen Sie bei Bedarf die ISO-Empfindlichkeit (z.B. ISO 800) oder wählen Sie ISO-Automatik.
    • Wählen Sie Spotmessung oder mittenbetonte Messung.
    • Fotografieren Sie ohne Blitz, dieser erzeugt störende Reflexe auf der Glasscheibe.
    • Tragen Sie dunkle Kleidung. Sie reflektiert weniger als helle Kleidung.
    • Drücken Sie die Belichtungskorrekturtaste und wählen Sie den Wert +1.0. Erhöhen Sie diesen Wert, falls das Bild immer noch zu dunkel erscheint.

    Nützlich zum Beispiel im Menschenaffenhaus bei den Orang-Utans.

    Durch Aquariumglasscheiben
    • Wählen Sie Blendenautomatik (S/Tv).
    • Stellen Sie eine kurze Zeit ein (z.B. 1/250-Sekunde), damit auch schnell schwimmende Tiere scharf abgebildet werden.
    • Erhöhen Sie bei Bedarf die ISO-Empfindlichkeit (z.B. ISO 1600) oder wählen Sie ISO-Automatik.
    • Fotografieren Sie ohne Blitz. Er erzeugt störende Reflexe auf der Glasscheibe.
    • Fotografieren Sie möglichst senkrecht zur Glasscheibe (Aufnahmewinkel = 90º).
    • Tragen Sie dunkle Kleidung. Sie reflektiert weniger als helle Kleidung.

    Nützlich bei den Aquarien im Exotarium und im Masoala Regenwald.

    Bei starkem Hell-/Dunkel-Kontrast
    • Wählen Sie Zeitautomatik (A/Av).
    • Fotografieren Sie mit offener Blende (= kleine Blendenzahl, z.B. f/4.0), um das Sujet vor dem Hintergrund freizustellen.
    • Wählen Sie Matrixmessung; die Kamera hilft Ihnen, die Helligkeitsunterschiede auszugleichen.
    • Tragen Sie dunkle Kleidung. Sie reflektiert weniger als helle Kleidung.
    • Erhöhen Sie bei Bedarf die ISO-Empfindlichkeit (z.B. ISO 800) oder wählen Sie ISO-Automatik

    Nützlich zum Beispiel im Exotarium bei den Pinguinen.

    Bei schwachem Licht
    • Wählen Sie Zeitautomatik (A/Av).
    • Fotografieren Sie mit offener Blende (= kleine Blendenzahl, z.B. f/4.0) und mit einer möglichst langen Brennweite (100 mm oder länger), um das Sujet vor dem Hintergrund freizustellen.
    • Tragen Sie dunkle Kleidung. Sie reflektiert weniger als helle Kleidung.
    • Erhöhen Sie bei Bedarf die ISO-Empfindlichkeit (z.B. ISO 1600) oder wählen Sie ISO-Automatik.
    • Schalten Sie den Bildstabilisator (VR) ein, um Verwacklungsunschärfe zu vermeiden.

    Nützlich zum Beispiel bei den Kanincheneulen.

    Im Nahbereich (Makro)
    • Arbeiten Sie mit speziellen Makro-Objektiven.
    • Wählen Sie Zeitautomatik (A/Av).
    • Schliessen Sie die Blende (= grosse Blendenzahl, z.B. f/16), um eine grosse Schärfentiefe zu erzielen.
    • Erhöhen Sie die ISO-Empfindlichkeit (z.B. ISO 800) oder wählen Sie ISO-Automatik.
    • Arbeiten Sie wenn möglich mit einem Ring- oder Zangenblitz; die geschlossene Blende verlangt nach viel Licht. Wenn möglich entfesselt blitzen (Blitz von der Kamera trennen und über Kabel oder Infrarot auslösen), um «flaches» Licht zu verhindern. Der Ring oder Zangenblitz ist aber stets fest mit der Kamera verbunden.
    • Legen Sie die Schärfe auf das Auge des Tieres.

    Nützlich zum Beispiel im Exotarium bei den Fröschen.

    Durch Gitter
    • Wählen Sie Zeitautomatik (A/Av).
    • Öffnen Sie die Blende so weit wie möglich (= kleinste Blendenzahl, z.B. f/4.0). Das Gitter verschwindet beim Scharfstellen auf das weiter entfernte Tier im Unschärfebereich.
    • Verwenden Sie für einen möglichst grossen Unschärfebereich eine lange Brennweite (z.B. 200 mm).
    • Gehen Sie mit dem Objektiv möglichst nahe ans Gitter, aber – Vorsicht! – nicht zu nahe!

    Nützlich zum Beispiel bei den Habichtskäuzen.

    Schnell bewegte Objekte
    • Wählen Sie Blendenautomatik (S/Tv).
    • Stellen Sie eine kurze Zeit ein (z.B. 1/800-Sekunde), um den Moment «einzufrieren».
    • Erhöhen Sie bei Bedarf die ISO-Empfindlichkeit (z.B. ISO 1600) oder wählen Sie ISO-Automatik.
    • Nutzen Sie die Serienbild-Funktion der Kamera (C/CL/CH).

    Nützlich zum Beispiel im Masoala Regenwald.

    Nikon wünscht Ihnen viel Spass beim Fotografieren!

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