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  • Koala Pippa mit Joey im Zoo Zürich.
    Koala Pippa mit Joey im Zoo Zürich.
    Koala Pippa mit Joey im Zoo Zürich.
    Koala Pippa mit Joey im Zoo Zürich.
    Koala Pippa mit Joey im Zoo Zürich.

    Erstmals Nachwuchs bei den Koalas

    Zum ersten Mal hat es im Zoo Zürich Nachwuchs bei den Koalas gegeben. Nach mehreren Monaten gut verborgen im Beutel seiner Mutter Pippa erweitert das sogenannte «Joey» (Jungtier) seinen Aktivitätsradius nun nach und nach.

    Mit rund sieben Monaten zeigt sich unser kleines Koala-Joey immer häufiger den Besucherinnen und Besuchern. Trotzdem kann man es nicht immer sehen, denn nach wie vor verbringt es auch noch viel Zeit im Beutel seiner Mutter Pippa.

    Pippa mit ihrem Joey

    Video: Zoo Zürich, Nicole Schnyder

    Koala sind Beuteltiere. Als solches haben sie ein ganz eigenes Fortpflanzungsverhalten.

    Weibliche Koalas sind ab dem Alter von etwa zwei Jahren geschlechtsreif, männliche Koalas bereits mit eineinhalb Jahren. In der Natur kommen die Männchen aber erst mit etwa vier Jahren effektiv dazu, sich zu paaren, da sie sich erst dann gegen andere Männchen durchsetzen können.

    Gesundheitscheck bei Pippa

    Video: Zoo Zürich, Nicole Schnyder

    Interessant ist auch die Anatomie der Geschlechtsteile der Koalas. So haben Koalamännchen einen gespaltenen Penis, also mit zwei «Köpfen». Koalaweibchen haben drei Vaginas und zwei Gebärmütter. Von aussen ist dies allerdings nicht erkennbar, da die Weibchen nur eine sichtbare Geschlechtsöffnung haben.

    Entwicklung des Joeys

    Das kleine Joey wird nach einer Tragezeit von nur gerade 34-36 Tagen geboren. Zu diesem Zeitpunkt ist es nicht viel mehr als eine winzige pinke «Bohne». Es ist nur gerade zwei Zentimeter gross und wiegt weniger als ein Gramm. Es ist nackt, blind und noch ohne Ohren. Nur der Geruchssinn sowie die Arme sind schon weiterentwickelt. Dies hilft dem Neugeborenen, seinen Weg in den Beutel der Mutter zu finden.

    Koala Pippa mit Joey im Zoo Zürich.

    Koala Pippa mit ihrem Jungtier. Foto: Zoo Zürich, Albert Schmidmeister

    Zu diesem Zeitpunkt ist es nicht viel mehr als eine winzige pinke «Bohne». Es ist nur gerade zwei Zentimeter gross und wiegt weniger als ein Gramm. Es ist nackt, blind und noch ohne Ohren. Nur der Geruchssinn sowie die Arme sind schon entwickelt. Dies hilft dem Neugeborenen, seinen Weg in den Beutel der Mutter zu finden.

    Koala Pippa mit Joey im Zoo Zürich.

    Koala Pippa mit ihrem Jungtier.

    Koala Pippa mit Joey im Zoo Zürich.

    Fotos: Zoo Zürich, Enzo Franchini

    Im Beutel angekommen, saugt sich das Joey an einer Zitze fest und verbringt die nächsten rund sechs Monate dort. Während dieser Zeit entwickelt sich der kleine Körper weiter, die Augen und Ohren werden ausgebildet und das Fell wächst.

    Nach etwa sechs Monaten schaut das Jungtier dann zum ersten Mal aus dem Beutel. In dieser Zeit findet auch ein Übergang von Muttermilch auf Eukalyptusblätter statt. Dazu frisst das Jungtier den sogenannten «Pap» einen speziellen Kot der Mutter, der im Blinddarm produziert wird. Dieser erhält alle notwendigen Darmbakterien, die das Jungtier für die Verdauung der pflanzlichen Nahrung braucht.

    Koala Pippa mit Joey im Zoo Zürich.

    Koala Pippa mit ihrem Jungtier. Foto: Zoo Zürich, Albert Schmidmeister

    In den folgenden drei Monaten verlässt das Jungtier den Beutel immer häufiger häufiger. Während es vorerst auf dem Bauch der Mutter herumkriecht, erkundet es später auch den Rücken und den Kopf der Mutter. Mit etwa neun Monaten geht es nicht mehr in den Beutel zurück sondern klammert sich an den Rücken der Mutter. Nach weiteren zwei bis drei Monaten ist das Jungtier selbständig.

    Name gesucht

    Bestimmt mit uns den Namen für das kleine Joey und macht mit beim Online-Voting ermitteln. Ihr könnt aus jeweils zwei Vorschlägen eure Stimme abgeben für einen weiblichen und einen männlichen Vornamen.

    zum Voting

    Koala Pippa mit Joey im Zoo Zürich.

    Koala Pippa mit ihrem Jungtier. Foto: Zoo Zürich, Enzo Franchini

    Naturschutzprojekt Australian Ark

    Der Zoo Zürich engagiert sich auch vor Ort in Australien für Beuteltiere, etwa für den Schutz des Beutelteufels, auch Tasmanischer Teufel genannt. Auf dem australischen Festland lebt dieser heute nur noch in Zuchtzentren und Zoos.

    Der Zoo Zürich unterstützt die Zucht des Beutelteufels des australischen Naturschutzpartners Australian Reptile Park mit einem namhaften jährlichen finanziellen Beitrag an das Arterhaltungsprojekt. Neben dem Beutelteufel werden im Zuchtzentrum Australian Ark auch noch weitere gefährdete Beuteltierarten gezüchtet: Kurznasenbeutler, Tüpfelbeutelmarder, Tasmanien-Bürstenrattenkänguru, Langschnauzen-Kaninchenkänguru und Parmawallaby. Ziel aller Zuchtbemühungen ist es, die Tiere längerfristig wieder auszuwildern.

    Mehr zum Projekt