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  • Breitmaulnashornbulle Kimba auf dem Winterplatz der Lewa Savanne.

    Kimba und seine Aufgaben im Zoo

    Im Zoo Zürich ist ein neuer Nashornbulle eingezogen. Wo Kimba herkommt, wie er sich einlebt und was wir uns von ihm erhoffen.

    Seit Anfang August ist in der Lewa Savanne im Zoo Zürich ein neues Breitmaulnashorn zu Hause. Kimba ist zwölf Jahre alt und kommt aus dem Zoo Schwerin (Deutschland). Der über zwei Tonnen schwere Bulle soll mittelfristig mit den Breitmaulnashorn-Weibchen Nachwuchs zeugen, im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms EEP.

    Kimba erkundet nach der Quarantäne zum ersten Mal den Winterplatz in der Lewa Savanne. Video: Zoo Zürich, Nicole Schnyder

    Kimba musste nach seiner Ankunft zuerst in Quarantäne, wie es für alle Tiere üblich ist, die neu im Zoo ankommen. Nach zehn Tagen durfte er dann erstmals den Winterplatz der Lewa Savanne erkunden.

    Anreise per Lastwagen

    Die Reise aus Deutschland legte Kimba in einer Transportkiste auf einem Lastwagen zurück. Bei seiner Ankunft nach der langen Fahrt hatte er es gar nicht eilig, aus der Kiste zu kommen ...

    Kimba bei seiner Ankunft im Zoo Zürich Anfang August. Video: Zoo Zürich, Nicole Schnyder

    Schrittweise Eingewöhnung

    In den kommenden Tagen und Wochen lernt Kimba nun nach und nach alle Bereiche der Lewa Savanne kennen. Auch macht er Bekanntschaft mit den Nashornweibchen Tanda und Teshi – seine angedachten Partnerinnen – sowie mit Talatini und Ushindi, die beide noch zu jung sind für Nachwuchs. Auch die andere Tiere der «Lewa-WG» wird Kimba noch kennenlernen, namentlich die Netzgiraffen, Grevyzebras, Säbelantilopen, Impalas, Strausse und Helmperlhühner.

    Breitmaulnashornbulle Kimba auf dem Winterplatz der Lewa Savanne.

    Ein Happen Gras geht immer. Foto: Zoo Zürich, Pascal Marty

    Vom Menschen fast ausgerottet

    Das Breitmaulnashorn war im südlichen Afrika einst weitverbreitet. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts hatte der Mensch das Südliche Breitmaulnashorn aber fast vollständig ausgerottet. Nur eine kleine Population von etwa 20–50 Tieren überlebte in Südafrika.

    Dank intensiver Schutzbemühungen und verschiedener Translokationen erholte sich die Population bis 2012 wieder, auf etwa 21'000 Tiere. Weil die Wilderei wieder zugenommen hat, ist die Population aber kleiner geworden (geschätzt 18'000) und nimmt auch weiter ab.

    Breitmaulnashornbulle Kimba auf dem Winterplatz der Lewa Savanne.

    Der Duft der Frauen: Kimba macht sich ein erstes Bild seiner zukünftigen Damen. Foto: Zoo Zürich, Pascal Marty

    Männchen sind anders, Weibchen auch

    Breitmaulnashornbullen sind Einzelgänger. Sie verteidigen ein Revier gegen andere Männchen. Junge Männchen bilden aber manchmal sogenannte Junggesellengruppen mit anderen gleichaltrigen Männchen.

    Weibliche Breitmaulnashörner sind sozialer als die Männchen. Sie sind allein, mit ihren Kälbern oder in losen Gruppen von bis zu vierzehn Tieren unterwegs.