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Netzgiraffen im Lewa Wildlife Conservancy.
Luftaufnahme Baustelle Lewa Savanne.
Breitmaulnashörner im Lewa Wildlife Conservancy in Kenia.

Zoonews-Magazin Frühling 2019: Wenige Schritte bis Lewa

Es bleibt knapp ein Jahr Zeit, bis die Lewa Savanne ihre Tore öffnet. Sie wird Lebensraum für 14 Tierarten und ein vielseitiges Erlebnis für die Besucher. Aber noch gibt es viel zu tun.

In der Lewa Savanne sind Unmengen von Erdreich umgeschichtet, eine Geländekante modelliert und eine Wasserstelle kreiert worden. Die Gestaltung der Landschaft ist fertig. Auch die Möblierung ist fortgeschritten. Vier künstliche Baobabs, die in ihrem Innenleben Futterstellen verbergen, ragen heraus. Sie sind aber deutlich kleiner als der Baobab am Rande der Anlage, der als Blickfang alles überragt. Weitere Strukturen kommen im Wochentakt dazu: Bäume aus der Baumschule werden angeliefert und es wurde angesät. Bereits überzieht ein zarter Hauch von Grün die Fläche.

VERSTECKTE GEBÄUDE UND HAUSHOHE STEINE

Für ein prägendes Landschaftselement sind erst die Fundamentplatten und ein Muster erstellt: Die Stachelschweine und Hyänen werden ihren Lebensraum inmitten von hoch aufragenden, rundlichen Felsblöcken vorfinden. Die Stallungen dieser Tiere stehen im Rohbau, sie werden aber unter den sogenannten Kopjefelsen verschwinden.

Auch diese Stallung wird nur für seine Bewohner – und nicht für die Zoobesucher – zugänglich sein: das Gebäude für Zebras, Antilopen und Strausse. Es ist schon weitgehend fertig, hier fehlt nur noch die Stalleinrichtung.

FÜR GIRAFFEN, NASHÖRNER UND BESUCHER

Das grösste Gebäude entsteht für Giraffen und Nashörner. Wobei die Bezeichnung «Gebäude» für dieses dreiteilige Bauwerk nur bedingt zutrifft. Der Stallbereich im Hintergrund ist für Besucher nicht sichtbar. Er enthält die Boxen sowohl für Giraffen wie auch für Nashörner und eine Quarantänestation, die für Neuankömmlinge beider Arten genutzt werden kann. Der Besucherbereich hingegen wird als Teil der Landschaft gestaltet. Zwischen Stall- und Besucherbereich liegen in einem überdimensionierten Wintergarten die Innenanlagen. Der Rohbau dieses Komplexes ist erstellt, der Innenausbau und die Verglasung des mittleren Bereichs sind im Gange.

Weiter in Arbeit sind der Bereich für die Erdmännchen und der Kiosk. Während der Kiosk und der angrenzende gedeckte Sitzplatz als solche schon gut erkennbar sind, geben die Fundamente der Anlage für die Erdmännchen ihre künftige Funktion noch nicht preis. Ganz in der Nähe werden zudem noch kleine, zum inszenierten Flugfeld gehörende Gebäude erstellt.

Einzug der Giganten

Die Beschaffung der Tiere ist eingeleitet. Unzählige Kontakte zu verschiedenen Koordinatoren von Zuchtprogrammen und Kollegen in anderen Zoos sind geknüpft. Wo vorhanden, werden verschiedene Optionen evaluiert, Veterinärbestimmungen und Transportmöglichkeiten abgeklärt und entsprechend der Quarantänekapazitäten Zeitpläne entworfen. Dabei gilt es natürlich auch zu berücksichtigen, dass die Tiere sich vor der Eröffnung in ihre neue Anlage einleben müssen.

Mit dieser Anlage kehren nach über 60 Jahren die Giraffen auf den Zürichberg zurück. Diesen Tieren wird der Besucher auf verschiedenen Etagen und zu gewissen Zeiten beim Füttern sogar Aug’ in Aug’ begegnen. Die kleinsten Tiere der neuen Anlage – die Nacktmulle – punkten weniger mit ihrem Aussehen als vielmehr mit ihrer für Säuger einmaligen sozialen Organisation, an deren Spitze eine «Königin» steht. Zum Ökosystem Savanne gehören auch Raubtiere. Diesen Part übernehmen hier die Tüpfelhyänen. Sie werden sich aber mit einer freien Sicht auf die Savanne begnügen müssen. Freie Jagd ist in der Lewa Savanne jedenfalls nicht vorgesehen.

Zoonews Frühling 2019

Dieser Artikel erschien in den Zoonews Frühling 2019. Dies gesamte Ausgabe können Sie sich hier online durchblättern oder herunterladen.