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  • Regenwald in Masoala

    Über 1 Million Regenwaldbäume aufgeforstet

    Der Nationalpark Masoala auf der gleichnamigen Halbinsel im Norden Madagaskars zählt zu den artenreichsten Gebieten der Welt und gilt als UNESCO-Weltnaturerbe besonders schützenswert. Seit 29 Jahren engagiert sich der Zoo Zürich gemeinsam mit Naturschutzpartnern vor Ort für den Erhalt dieses einzigartigen Ökosystems. In den letzten zehn Jahren wurden im Rahmen von neun Aufforstungsprojekten über 1 Million Setzlinge gepflanzt, um zerstörte Regenwaldflächen wiederherzustellen und damit die vielfältige lokale Artenvielfalt zu erhalten.

    Rund 90% des Regenwaldes in Madagaskar sind heute bereits abgeholzt. Aber warum? Der Regenwald wird vor allem durch Brandrodung, illegalem Handel mit Edelhölzern und den hohen Druck einer wachsenden Bevölkerung bedroht. Viele Menschen roden Waldflächen, um kurzfristig Ackerland zu gewinnen o. Und dies, obwohl die Böden dadurch schnell auslaugen und unfruchtbar werden. 

    Für das Ökosystem hat das grosse Folgen. Der madagassische Regenwald zeichnet sich durch eine hohe Artenvielfalt aus und bietet vielen einzigartigen Arten einen Lebensraum. Durch die Zerstörung des Regenwaldes verlieren aber genau diese Tiere ihre Lebensgrundlage. Gleichzeitig verschlechtert sich der Wasserhaushalt, Erosion nimmt zu und der Wald kann weniger CO₂ speichern, was das Klima zusätzlich belastet.

    Abgerodeter Regenwald in Masoala

    Abgerodeter Regenwald in der Region Masoala. Foto: Zoo Zürich, Martin Bauert

    1 MILLION BÄUME FÜR DEN REGENWALD

    Das Naturschutzprojekt Masoala in Madagaskar ist das grösste Naturschutzengagement des Zoo Zürich. In enger Zusammenarbeit mit der Wildlife Conservation Society (WCS) unserem lokalen Partner werden im Masoala Nationalpark und in den umliegenden Gemeinden Projekte für den Regenwalderhalt, Aufforstung, nachhaltige Landwirtschaft, Wasserversorgung sowie Schulbildung für Kinder umgesetzt.

    So wurden in den letzten zehn Jahren in neun verschiedenen Aufforstungsprojekten in der Masoala-Makira-Region im Nordosten Madagaskars über eine Million Setzlinge zur langfristigen Wiederaufforstung des Regenwaldes gepflanzt.

    Baumschulen in Masoala
    Baumschulen in Masoala
    Pflanzen von Baumschulen in Masoala

    Dadurch wird auch sichergestellt, dass die einzelnen fragmentierten Waldstücke wieder miteinander vernetzt werden. So wird der genetische Austausch unter den dort lebenden Tieren gefördert und somit die wildlebenden Populationen wieder stabiler gemacht. Zusätzlich konnten wichtige einheimische Baumarten wie Eben- oder Rosenholz, die dem illegalen Handel mit Tropenhölzern zum Opfer fielen, wieder angepflanzt und verbreitet werden.

    Illegaler Edelholzhandel in Masoala

    Illegal geschlagenes Edelholz wird zum Verkauf vorbereitet. Foto: WCS Madagascar

    Illegaler Edelholzhandel in Masoala

    Mit Tropenhölzer können lukrative Geschäfte gemacht werden. Foto: Zoo Zürich, Martin Bauert

    GANZHEITLICHER SCHUTZ DES ÖKOSYSTEMS 

    Die Unterstützung des Zoo Zürich für den Schutz des bedeutenden Ökosystems mit seiner grossen Artenvielfalt in der Region Masoala beschränkt sich nicht nur auf die Aufforstung zerstörter Regenwaldflächen. Ebenso wichtig sind Projekte in den Bereichen Bildung, nachhaltige Landwirtschaft und Wasserversorgung, um der lokalen Bevölkerung alternative Einkommensmöglichkeiten aufzuzeigen und die Abhängigkeit von Brandrodungen zum Gewinn von Landwirtschaftsflächen sowie illegaler Holznutzung zu reduzieren.

    Bildungsprojekt in Masoala

    Durch das Spielen von traditionellen Instrumenten, lernen die Kinder die lokale Kultur kennen und schätzen. Foto: Zoo Zürich, Martin Bauert

    Bildungsprojekt "Open Classroom" in Masoala

    Im Open Classroom im Masoala Nationalpark finden Kurse in Umweltbildung für Primar- und Sekundarschüler statt. Foto: Zoo Zürich, Martin Bauert