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  • Joey von Koala Pippa im Zoo Zürich.

    Pippa-Joey: erstmals Köpfchen gesichtet

    Das Koalaweibchen Pippa trägt ein Jungtier im Beutel. Bisher ist alles gut verlaufen. Vor zwei Tagen konnten die Tierpfleger nun erstmals einen kurzen Blick auf das Köpfchen des Joeys erhaschen.

    Seit dem Frühling trägt das Koalaweibchen Pippa zum ersten Mal ein Jungtier im Beutel (wir informierten). Das sogenannte Joey, inzwischen rund sechs Monate alt, wächst gut verborgen in der «Bauchtasche» seiner Mutter heran – von aussen bisher nur durch die wachsende Ausbuchtung auf Pippas Bauch zu erkennen.

    Vor zwei Tagen konnten die Tierpfleger in der Australienanlage nun erstmals einen kurzen Blick auf das Jungtier erhaschen.

    Joey von Koala Pippa im Zoo Zürich.

    Erster Blick auf Pippas Joey (Handyfoto).

    Koala Pippa mit Joey im Zoo Zürich.

    Beide Fotos: Zoo Zürich, Philipp Lederle

    Das Köpfchen lugte einen Moment lang aus dem Beutel heraus – gerade lange genug für ein schnelles Handyfoto, dann war es auch schon wieder verschwunden.

    Wann sich das Joey das nächste Mal blicken lässt und wie lange es noch dauert, bis es regelmässig aus dem Beutel schaut, lässt sich nicht vorhersagen. Den Zeitpunkt bestimmen allein Pippa und ihr Jungtier.

    Pippa beim Gesundheitscheck

    Anfang Oktober war beim regelmässigen Gesundheitscheck von Pippa schon einmal ganz kurz etwas aus dem Beutel zu sehen gewesen – eine Kralle?
    Video: Zoo Zürich, Nicole Schnyder

    Gefährliches Virus

    Pippa ist eines von zwei Koalaweibchen in der Australienanlage des Zoo Zürich und hat zum ersten Mal Nachwuchs. Trotz bester Betreuung kann einiges schief gehen.

    Zum einen ist es Pippas erstes Jungtier. Sie ist als Mutter noch unerfahren und könnte das Joey verwerfen oder zu wenig Milch haben.

    Zum anderen trägt Pippa das sogenannte Koala-Retrovirus in sich. Die Ansteckungswege mit diesem Virus sind vielfältig und noch wenig erforscht. Ein bestimmter Typus des Virus hat sich aber bereits dauerhaft im Erbgut der Koalas eingenistet. Das Retrovirus wird dem Koala vor allem dann gefährlich, wenn es sich massenhaft zu vermehren beginnt. Dann schwächt es das Immunsystem und es kommt zu Folgeerkrankungen.

    Koala Pippa im Zoo Zürich.

    Koalaweibchen Pippa. Foto: Zoo Zürich, Marcel Rothmund

    Aktuell geht es Pippa aber bestens und der erste kurze Blick lässt hoffen, dass auch das Joey bei guter Gesundheit ist und sich weiterhin wie gewünscht entwickelt.