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Königspinguine in der Antarktis

Meilenstein im Meeresschutz

Im Südpolarmeer entsteht ein Meeresschutzgebiet so gross wie Deutschland, Frankreich und Spanien zusammen – ein Entscheid von enormer Bedeutung für den Schutz der Antarktis.

Es ist ein Meilenstein: Im antarktischen Rossmeer entsteht ein 1.5 Millionen Quadratkilometer grosses Meeresschutzgebiet. Sämtliche Mitgliedsstaaten haben am Jahrestreffen der Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresresourcen der Antarktis (CCAMLR) einem entsprechenden Antrag zugestimmt.

Das designierte Schutzgebiet im Südpolarmeer ist eines der letzten bisher noch praktisch unberührten Meere der Welt. Der Schutz tritt ab Dezember 2017 in Kraft und besteht vorerst – dies ein Wehmutstropfen – für 35 Jahre. Menschliche Aktivitäten wie etwa die Fischerei sind in der geschützten Zone ganz untersagt oder, in bestimmten Bereichen, nur für wissenschaftliche Zwecke in limitierten Umfang möglich.

Das neue Meeresschutzgebiet ist das grösste der Welt, mit einer Fläche ungefähr so gross wie Deutschland, Frankreich und Spanien zusammen, und extrem artenreich. Unter anderem ist es die Heimat verschiedener Wal-, Robben- und Pinguinarten. Der Schutzbeschluss ist das Ergebnis jahrelanger Verhandlungen, denn das Südpolarmeer ist ein internationales Gewässer. Damit die Vereinbarung in Kraft treten kann, mussten sämtliche Mitgliedsstaaten ihre Zustimmung geben.

Die Mitteilung «CCAMLR to create world's largest Marine Protected Area» der Commission for the Conservation of Antarctic Marine Living Resources kann man hier nachlesen:

ccamlr.org

Eine deutsche Version «Durchbruch beim Schutz des Südpolarmeers» des WWF gibt es hier:

wwf.de