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Junges Spitzmaulnashorn im Borana Conservancy.

Lewa und die Nachbarn

Engagement über die Reservatsgrenzen hinaus: das Lewa Wildlife Conservancy in Kenia arbeitet mit seinen Nachbarn im Westen und Norden zusammen.

Das Lewa Wildlife Conservancy leistet Pionierarbeit, was den Nashornschutz in Kenia anbelangt. Dazu gehört auch, dass Lewa aktiv erfolgreiche Partnerschaften mit den Nachbarsgebieten und -gemeinden initiiert und pflegt.

Ein diesbezüglich historischer Schritt erfolgte 2015: Lewa und das im Westen angrenzende Borana Conservancy entfernten die Zäune zwischen den beiden Schutzgebieten. Daraus entstand ein rund 377 Quadratkilometer grosses Schutzgebiet für Nashörner und andere Wildtiere.

Wichtiger Teil der Zusammenarbeit im Nashornschutz: Umsiedlungen.
Video: Zoo Zürich, Nicole Schnyder

Auf dem so vereinten Land, der Lewa-Borana Landscape, leben heute über 200 Nashörner, was rund 13 Prozent der Nashornpopulation Kenias entspricht. Von der weltweiten Population des stark gefährdeten Grevyzebras lebt rund 10 Prozent in Lewa-Borana, und über 7000 Elefanten ziehen über das vereinte Gebiet. Während Lewa und Borana in ihren Naturschutzbemühungen und bei der Umsetzung sozio-ökonmischer Programme zusammen arbeiten, bleiben sie dabei doch zwei eigenständige Organisationen.

Viele weitere Infos dazu gibt es im Lewa Impact Report 2018/2019:

zum Report

Junges Spitzmaulnashorn im Borana Conservancy.

Ein junges Spitzmaulnashorn in Borana.
Foto: Lewa Wildlife Conservancy LWC, Sam Taylor

Ein weiterer Nachbar von Lewa, Il Ngwesi im Norden, arbeitet ebenfalls daran, ein Schutzgebiet für Nashörner zu etablieren, in Zusammenarbeit mit Lewa und Borana. Das besondere daran: Il Ngwesi ist ein von den lokalen Massai geführtes und verwaltetes Schutzgebiet, unterstützt auch vom Northern Rangelands Trust NRT.

Die Zusammenarbeit zwischen dem von der lokalen Gemeinschaft verwalteten Schutzgebiet Il Ngwesi und den privat geführten Reservaten Lewa und Borana ist eine Neuheit in Kenia und eine weitere Pionierleistung Lewas.

Grevyzebras im Lewa Wildlife Conservancy in Kenia.

In der Lewa-Borana Landscape leben rund 10 Prozent aller Grevyzebras, die es weltweit noch gibt. 
Foto: Zoo Zürich, Martin Bauert

Langjähriges Engagement

Der Zoo Zürich unterstützt das Lewa Wildlife Conservancy seit 1998. Er hat bisher direkte Beiträge in der Höhe von knapp 2,6 Millionen Franken an das Projekt geleistet. Vom Engagement des Zoos profitieren dabei nicht nur die Wildtiere, sondern auch über 60'000 in der Region lebende Menschen.

Portrait des Naturschutzprojekts Lewa in kurzer Version.
Video: Zoo Zürich, naturemovie.ch

Mehr zum Lewa-Projekt

Eröffnung Lewa Savanne an Ostern 2020

Die «kleine Schwester» des Lewa Wildlife Conservancy in Zürich, die afrikanische Lewa Savanne, ist der nächste Meilenstein im Masterplan des Zoos. Sie wird mit 5,6 Hektar flächenmässig die grösste Anlage im Zoo Zürich. Anlage und Tiere sind für die Besucher ab der Eröffnung am 9. April 2020 sichtbar.

Auf zoo.ch stellen wir im «Lewa-Tagebuch» in den Wochen und Monaten bis zur Eröffnung die Bewohner der Lewa Savanne vor, zeigen immer wieder neue Bilder der Anlage und berichten über das Naturschutzprojekt in Lewa.

Lewa-Tagebuch 28 vom 5.3.2020