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Netzgiraffe (Giraffa camelopardalis)

Lewa-Tiere: die Netzgiraffe

Nach 64 Jahren sind die Giraffen zurück im Zoo Zürich. Hier stellen wir euch unsere vier Tiere vor.

In den letzten Monaten durfte der Zoo Zürich vier neue Giraffendamen im Zoo begrüssen. Malou, unsere älteste Giraffendame, kam wie die ein Jahr jüngere Jahi im letzten November aus einem Zoo in Holland zu uns (Rotterdam und Amsterdam). Ebenso im November durften wir Luna begrüssen, ein Weibchen aus dem polnischen Zoo Chorzow. Im Februar komplettierte das Weibchen Irma aus dem polnischen Zoo Wrocław das Quartett. Nach einer erfolgreichen Quarantäne in der Innenanlage haben die Giraffen nun auch Zugang auf die grosse Aussenanlage. Obschon anfänglich noch ein bisschen zurückhaltend, erkundet das Quartett inzwischen immer grössere Teile der Savanne.

Netzgiraffe (Giraffa camelopardalis)

Netzgiraffe Malou.
Foto: Zoo Zürich, Marco Schaffner

Netzgiraffe (Giraffa camelopardalis)

Die Netzgiraffe Jahi scheint interessiert zu sein.
Foto: Zoo Zürich, Goran Basic

Mit einer Höhe von über fünf Metern und einem Gewicht von über einer Tonne sind unsere Giraffen zumindest die höchsten Tiere der Lewa Savanne. Auch wenn es anders zu vermuten währe, haben Giraffen trotz ihres sehr langen Halses nur sieben Halswirbel, genauso viele wie wir Menschen. Um das Blut bis in den Kopf pumpen zu können, verfügen Giraffen über ein mehr als zehn Kilo schweres Herz, das für den nötigen Druck sorgt.

Netzgiraffe (Giraffa camelopardalis)

Unsere Netzgiraffen erkunden die Savanne. 
Foto: Zoo Zürich, Pascal Marty 

Mit ihrer bis zu 50cm langen, bläulichen Zunge erreicht die Giraffe ohne Probleme die durch Dornen geschützten Blätter von Akatzienbäumen. Blätter bilden auch den Hauptbestandteil der Ernährung der Giraffen. Jedes Tier frisst pro Tag mehr als 30kg Blätter. Wie unsere Kühe sind auch Giraffen Wiederkäuer, das heisst, sie zerkauen zuvor gefressene Nahrung noch einmal.

Giraffenfütterung Zoo Zürich Lewa

Giraffenfütterung im Zoo Zürich.
Foto: Zoo Zürich, Goran Basic

Netzgiraffe in der Quarantäne im Zoo Zürich.

Männliche Giraffen benutzen die Hörner im Kampf mit Rivalen.
Foto: Zoo Zürich, Cordula Galeffi

Giraffen leben in temporären Gruppen von bis zu 50 Tieren. Die Zusammensetzung dieser Gruppe wechselt häufig, wobei gewisse Weibchen engere Verbindungen miteinander pflegen als andere Tiere. Giraffen kommunizieren im Infraschallbereich, somit sind ihre Lautäusserungen für uns Menschen nicht hörbar.

Aktuell gibt es neun verschiedene Unterarten der Giraffe. Diese unterscheiden sich vor allem durch ihre Fellzeichnung. Unsere Netzgiraffen zeichnen sich durch ihre sehr klar umrissene Musterung aus. Die Fellzeichnung einer Giraffe ist vergleichbar mit einem Fingerabdruck, wodurch jedes Tier individuell erkennbar ist.

Netzgiraffe (Giraffa camelopardalis)

Jede Griraffe hat eine einzigartige Fellzeichnung. 
Foto: Zoo Zürich, Marco Schaffner

Giraffen bevorzugen offene Savannen, während sie dichte Wälder meiden. Heute findet man Giraffen vor allem in östlichen und südlichen Afrika vor. Giraffen sind vor allem durch den Verlust ihres Lebensraumes bedroht. Der Mensch wandelt ihren Lebensraum grossflächig in Agrarflächen um, oder rodet die für Giraffen so wichtigen Bäume.

ERÖFFNUNG DEMNÄCHST

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie konnten wir die Lewa Savanne nicht wie geplant am 9. April 2020 eröffnen. Stattdessen sind die Anlage und ihre Bewohner ab dem Zeitpunkt sichtbar, an dem der Zoo wieder für die Besucher offen ist. Wann das der Fall ist, können wir derzeit noch nicht mit Sicherheit sagen.

Auf zoo.ch stellen wir im «Lewa-Tagebuch» weiterhin die Lewa-Tiere vor und zeigen auch immer wieder neue Bilder der Anlage.

MEHR ERFAHREN

Lewa-Tagebuch 38 vom 21.4.2020