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  • Tüpfelhyäne Tesi mit Jungtier in der Lewa Savanne des Zoo Zürich.

    Junge Hyäne in der Lewa Savanne

    Es ist klein, dunkelbraun und noch gar nicht getüpfelt: das Tüpfelhyänen-Jungtier in der Lewa Savanne. Wir berichten, wann es zur Welt gekommen ist, wo es sich aufhält und wer es umsorgt.

    In den Kopjefelsen der Lewa Savanne hat es Nachwuchs gegeben: Die fünfjährige Tüpfelhyäne Tesi ist seit dem 13. September Mutter eines Jungtiers. Aktuell verbringt das Kleine noch die meiste Zeit im Hintergrund. Mama Tesi trug es zwischendurch aber auch schon für einen Ausflug in die Aussenanlage.

    Video: Zoo Zürich, Nicole Schnyder

    Vater Masangao ist vorderhand von Mutter und Jungtier getrennt. Er wird später wieder mit seiner Familie zusammengelassen.

    aufwachsen in der WG

    In der Natur verbringen Tüpfelhyänen-Jungtiere die ersten zwei bis fünf Wochen nach der Geburt in einem separaten Bau, getrennt von der Gruppe. Danach ziehen sie in einen Gemeinschaftsbau um. Hier leben sie zusammen mit bis zu dreissig Jungtieren anderer Weibchen.

    Mit acht bis zwölf Monaten verlassen die Jungtiere den Gemeinschaftsbau. Dann folgen sie der Gruppe vermehrt auf Streifzügen.

    Tüpfelhyäne Tesi mit ihrem Jungtier.

    Mutter Tesi kümmert sich in der Lewa Savanne um ihr Jungtier. Foto: Zoo Zürich, Nicole Schnyder

    Die junge Hyäne bei uns im Zoo wird sich in den nächsten Wochen noch grösstenteils im Hintergrund aufhalten. Mutter Tesi wird sie aber vermutlich ab und zu in die Aussenanlage tragen. Wann diese Ausflüge stattfinden, können wir nicht vorhersagen.

    Auch das Geschlecht des Jungtiers kennen wir noch nicht. Wir werden es frühestens im Alter von etwa zwei bis drei Monaten bestimmen können .

    Tüpfelhyäne Tesi mit ihrem Jungtier.

    Tesi transportiert ihr Jungtier in Hyänenmanier von A nach B. Foto: Zoo Zürich, Fabio Süess

    Noch kann viel passieren

    Weiblichen Tüpfelhyänen besitzen einen sogenannten «Pseudopenis». Ursprung und Zweck dieses speziellen Organs sind noch nicht vollständig geklärt. Jungtiere müssen bei der Geburt durch diesen Pseudopenis hindurch. Deswegen kommt es vor allem bei erstgebärenden Weibchen oft zu Totgeburten.

    Auch nach der Geburt kommt es in den ersten Wochen immer wieder zu Todesfällen. Gerade bei unerfahrenen Müttern wie Tesi besteht immer das Risiko, dass das Jungtier nicht überlebt.

    Tüpfelhyänen-Nachwuchs im Zoo Zürich.

    Im Moment noch ganz dunkel: das Tüpfelhyänen-Jungtier im Babyfell. Mit etwa fünf bis sechs Wochen beginnt sich das Jungtier umzufärben. Mit etwa vier bis fünf Monaten hat es dann die gleiche Farbe wie die erwachsenen Tiere. Foto: Zoo Zürich, Nicole Schnyder

    Der Zoo Zürich hält die Tüpfelhyänen seit der Eröffnung der Lewa Savanne im Sommer 2020. Ihre Anlage befindet sich in den Kopjefelsen. Über den Nachwuchs freuen wir uns sehr!

    Hyänen im Podcast: Zoo Zürich Backstage, Staffel 1, Folge 4

    In unserem Podcast «Zoo Zürich Backstage» haben wir in der ersten Staffel zum Thema Lewa Savanne eine Folge den Hyänen gewidmet. Copyright: Zoo Zürich, Nicole Schnyder. Der Podcast ist in Kooperation mit audiobande.ch produziert.

    Wildlebende Hyänen werden weniger

    Die Tüpfelhyänen in der Lewa Savanne im Zoo Zürich repräsentieren einen Teil des Ökosystems im Lewa Wildlife Conservancy in Kenia, Naturschutzpartnerin des Zoos. Der Zoo Zürich unterstützt das UNESCO-Weltnaturerbe mit seinen vielen bedrohten Tierarten bereits seit 1998.

    Tüpfelhyäne Masangao in der Lewa Savanne des Zoo Zürich.

    Er ist aktuell von Mutter und Jungtier getrennt: Vater Masangao. Foto: Zoo Zürich, Nicky Kaufmann

    Die Population der Tüpfelhyänen in Afrika nimmt ab. Es gilt deshalb, eine gesunde und stabile Reservepopulation in Zoos aufzubauen. Der Zoo Zürich ist Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms EEP für die Tüpfelhyäne.