Elefant Indi erwartet Nachwuchs
Wir erwarten Nachwuchs bei den Asiatischen Elefanten: Indi ist trächtig. Wann die Geburt ansteht, verraten wir hier.
Im Kaeng Krachan Elefantenpark steht in diesem Frühjahr eine Geburt an: Die Asiatische Elefantenkuh Indi (40) ist seit bald 19 Monaten trächtig. Die Geburt wird damit aller Voraussicht nach zwischen Ende April und Anfang Juni stattfinden; die maximale Tragezeit bei Asiatischen Elefanten beträgt 22 Monate.
«Mit dem Jungtier können wir einen wichtigen Beitrag zur europäischen Reservepopulation des Asiatischen Elefanten leisten,» sagt Zoodirektor Severin Dressen. Der Zoo Zürich beteiligt sich mit der Haltung der Asiatischen Elefanten am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für die stark bedrohte Art.
Elefantenbulle Thai (l.) mit Chandra und Indi im Kaeng Krachan Elefantenpark. Foto: Zoo Zürich, Tim Benz
Erfahren und Eng begleitet
Indi gilt als sehr erfahrene Elefantenkuh. Sie hat im Zoo Zürich in den letzten 24 Jahren bereits viermal erfolgreich Nachwuchs zur Welt gebracht. Die Trächtigkeit verläuft bislang gut und ohne Komplikationen.
Das Tierpflegeteam beobachtet Indis Verhalten genau. Zusätzlich wird ab etwa Ende April das Tierärzteteam täglich die Hormonwerte messen. Ziel ist es, den Geburtszeitpunkt möglichst genau voraussagen zu können und so sicherzustellen, dass wir den Geburtsverlauf gut überwachen können.
Indi hat im Zoo Zürich bereits vier Jungtiere erfolgreich zur Welt gebracht. Foto: Zoo Zürich, Tim Benz
Leben im Matriarchat
Als moderner Zoo hält der Zoo Zürich seine Elefanten im geschützten Kontakt. Das bedeutet, dass die Tierpfleger*innen und Veterinär*innen immer durch eine Barriere von den Tieren getrennt sind. Diese Haltungsform gestattet es, dass die Elefantenkühe in ihrem natürlichen Sozialsystem (Matriarchat) leben können. Auch die Geburt wird im entsprechenden Rahmen stattfinden.
Für die Herde bestehend aus Leitkuh Indi und ihrer Tochter Chandra (23) ist Zuwachs wünschenswert. Chandras jüngere Geschwister Omysha (†️8) und Umesh (†️2) waren 2022 beide dem Herpesvirus zum Opfer gefallen (wir berichteten). Das hatte die Gruppe stark dezimiert.
Vater des noch ungeborenen Kalbs ist der Elefantenbulle Thai (21).
Indi (l.) mit Thai und Chandra. Thai ist der Vater des noch ungeborenen Kalbs. Foto: Zoo Zürich, Tim Benz
Immer weniger Lebensraum
Der Asiatische Elefant gilt laut der Weltnaturschutzorganisation IUCN als stark bedrohte Tierart. Weltweit gibt es schätzungsweise noch etwa 40'000 wildlebende Elefanten.
Vor allem die anhaltende Zerstörung des natürlichen Lebensraums übt Druck auf die noch bestehenden Populationen aus. Weil ihr Lebensraum immer kleiner wird, rücken die wilden Elefanten notgedrungen näher an besiedelte Gebiete. Auch das führt immer wieder zu Problemen.
Unter anderem für die Entschärfung dieses Mensch-Tier-Konflikts setzt sich der Zoo Zürich seit 2009 in seinem Naturschutzprojekt Kaeng Krachan in Thailand ein.