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  • Ranger des Lewa Wildlife Conservancy in Kenia im Wasserrettungstraining.

    Ausbildung für den Hochwasser-Notfall

    Die Ranger im Lewa Wildlife Conservancy in Kenia sind sich normalerweise gewohnt am Boden oder aus der Luft mittels Helikopter die afrikanischen Wildtiere in ihrem Schutzgebiet vor Wilderei zu schützen. Durch den Klimawandel kommt es in der Region Lewa vermehrt zu Sturzfluten aufgrund intensiven Regenfalls, welche die Bevölkerung und die Wildtiere bedrohen. Dies erfordert eine Ausbildung der Ranger in einem weiteren Element – dem Wasser.

    In der sonst trockenen Savannenlandschaft der Region Lewa in Kenia treten immer häufiger dramatische Wetterphänomene auf: Sturzfluten, die mit ungeheurer Kraft von den Hängen des Mounts Kenya rauschen, reissen Wege weg, bedrohen Wildtiere und setzen ganze Dörfer unter Wasser. Der Grund liegt in einer gefährlichen Mischung aus intensiven Regenfällen, ausgelaugten Böden und sich veränderndem Klima. Verstärkt wird das Problem durch Entwaldung und die Ausbreitung landwirtschaftlicher Flächen. Um auf solche Extremereignisse vorbereitet zu sein, schickte das Lewa Wildlife Conservancy letztes Jahr 37 Ranger in ein fünftägiges Wasserrettungstraining. Die meisten Teilnehmer waren zu Beginn der Ausbildungswoche Nichtschwimmer und eher zurückhaltend im Umgang mit Wasser. Im Verlauf des Kurses wuchs jedoch das Vertrauen in die eigene Schwimmtechnik und die zur Verfügung gestellte Ausrüstung.

    Ranger des Lewa Wildlife Conservancy in Kenia im Wasserrettungstraining.

    Die ersten Erfahrungen im Wasser und ein Schwimmtraining machten die Ranger im Übungspool.

    Ranger des Lewa Wildlife Conservancy in Kenia im Wasserrettungstraining.

    Auch die verschiedenen Rettungsübungen wurden zuerst noch in der geschützten Umgebung des Übungspools durchgespielt.

    Ranger des Lewa Wildlife Conservancy in Kenia im Wasserrettungstraining.

    Am letzten Tag der fünftägigen Ausbildung konnten die Ranger das Gelernte unter realen Bedingungen im Wildwasser anwenden.

    Ranger des Lewa Wildlife Conservancy in Kenia im Wasserrettungstraining.

    Der Mathioya River war ein ideales Übungsfeld für die neue Rettungseinheit aus 37 Rangern, die bei Hochwasser-Notfällen zukünftig zum Einsatz kommt.

    Schutz vor Wilderei

    Das Lewa Wildlife Conservancy ist seit 1998 der Naturschutzpartner des Zoo Zürich in Kenia. Das Reservat zählt zum UNESCO-Weltnaturerbe und beheimatet bedrohte Tierarten wie die Spitz- und Breitmaulnashörner, Elefanten und Grevyzebras. Zu deren Schutz setzen wir gemeinsam auf gut ausgebildetes Personal, Partnerschaften in der Region und auch die Unterstützung der lokalen Bevölkerung. Dank den wertvollen Spenden unserer Zoogäste sowie verschiedenen Institutionen kann der Zoo das Lewa Wildlife Conservancy jährlich mit einem finanziellen Beitrag in seiner wichtigen Arbeit für den erfolgreich betriebenen Naturschutz in der Region Lewa unterstützen.

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    Zoo Zürich Naturschutz-Förderung

    Jedes Jahr haben die 17 Naturschutzbotschafter*innen aus den acht verschiedenen Naturschutzprojekten des Zoo Zürich zusätzlich die Möglichkeit, sich mit einem konkreten Projekt auf eine aussergewöhnliche Naturschutz-Förderung über USD 5000 zu bewerben. Im Jahr 2024 wurde dieser Beitrag dem Leiter der Anti-Wilderei-Einheit in Lewa, Edward Ndiritu, zugesprochen. Damit finanzierte er die komplette Wasserrettung-Trainingswoche für die Ranger und erhöht so mit der neuen Rettungseinheit den Schutz der lokalen Bevölkerung sowie Wildtiere im Hochwassernotfall.

    Naturschutzbotschafter Edward kennenlernen

    Zu den Naturschutzbotschafter*innen