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Mongolischer Wolf im Zoo Zürich

65‘000 Unterschriften gegen das missratene Jagdgesetz

Der Schweizer Bevölkerung liegt der Artenschutz am Herzen: Heute haben die Umwelt- und Tierschutzorganisationen bei der Bundeskanzlei 65‘000 von den Gemeinden beglaubigte Unterschriften gegen das missratene Jagdgesetz eingereicht. Insgesamt waren sogar rund 100‘000 Unterschriften eingegangen. Das zeigt, dass die Revision des Jagdgesetzes auf breiten Widerstand stösst.

Uergabe Unterschriften Jagdgesetz Referendum

Zoo Zürich Direktor Alex Rübel (3.v.l.) und weitere Vertreter/innen von Schweizer Umwelt- und Tierschutzorganisationen mit den gesammelten Unterschriften.

Schon Mitte Dezember konnten die beteiligten Organisationen bekanntgeben, dass das Referendum gegen das revidierte Jagd- und Schutzgesetz zustande kommt. Mit ihrer Unterschrift wehrten sich rund 100‘000 Stimmberechtigte gegen ein einseitiges Jagd- und Schutzgesetz, das in einer Zeit von Biodiversitätsverlust und Artensterben den Schutz gefährdeter Tierarten sogar noch schwächt, statt ihn zu stärken. So können geschützte Tiere künftig auf Vorrat abgeschossen werden, also ohne, dass sie je einen Schaden verursacht haben. Biber, Graureiher, Höckerschwan oder Luchs können jederzeit auf die Liste der regulierbaren Arten gesetzt werden – ohne dass Volk oder Parlament etwas dazu sagen können.

Starkes Votum

Im Namen von Pro Natura, WWF Schweiz, BirdLife Schweiz, der Gruppe Wolf Schweiz sowie zooschweiz bedankt sich Urs Leugger-Eggimann, Zentralsekretär von Pro Natura und Präsident des Trägervereins für das Referendum, für dieses starke Votum: «Wir sind froh, dass die Schweizer Bevölkerung die Gelegenheit erhält, an der Urne ein Zeichen für einen zeitgemässen Artenschutz zu setzen.»