Türkisblaue Riesenstabschrecke
Achrioptera manga
Mit einer Körperlänge von bis zu 23 cm zählen die Türkisblauen Riesenstabschrecken zu den grössten Insekten Madagaskars. Wie bei anderen Vertretern der Stabschrecken sind sie durch die Ähnlichkeit zu Ästen gut getarnt, wobei jedoch die Männchen durch ihre auffällige türkisblaue Färbung hervorstechen, während die Weibchen unauffällig braun gefärbt sind. Der Zweck der auffälligen Färbung der Männchen ist bislang ungeklärt. Es wird diskutiert, ob diese zur Anlockung der Weibchen dient oder ob sie potenzielle Fressfeinde abschrecken soll, indem sie eine vermeintliche Toxizität signalisiert. Beide Geschlechter besitzen rötlich gefärbte Flügel, die trotz der Flugunfähigkeit bei Bedrohung mit einem auffälligen, lauten Rascheln präsentiert werden, um Feinde zu irritieren und abzuschrecken.
Im Unterschied zu vielen anderen Stabschrecken-Arten weisen Türkisblaue Riesenstabschrecken keine saisonale Fortpflanzungsphase auf, sondern reproduzieren sich ganzjährig. Weibchen legen 40 bis 50 Eier, aus denen nach etwa 4 bis 5 Monaten die Larven schlüpfen. Diese erreichen nach weiteren 4 bis 6 Monaten die Geschlechtsreife.
Die Türkisblaue Riesenstabschrecke ist endemisch auf Madagaskar und bewohnt dort ein begrenztes Gebiet im Norden der Insel. Die Art wurde erst 2019 wissenschaftlich beschrieben. Zuvor wurde sie der Art Achrioptera fallax zugeordnet. Diese beiden Arten weisen äusserliche Ähnlichkeiten auf, wobei die Männchen von A. fallax grün und nicht blau gefärbt sind. Zusätzlich existieren weitere morphologische Unterschiede, die jedoch erst durch genetische Analysen eindeutig zur Abgrenzung der beiden Arten führten.
Verwandtschaft | Insekten, Gespenstschrecken (ca. 3500 Arten) |
Lebensraum | trockene, laubabwerfende Wälder im Norden Madagaskar |
Lebensweise | nachtaktiv |
Futter | Blätter |
Gewicht | wenige Gramm schwer |
Körperlänge | Männchen: 13 – 15 cm, Weibchen: 20 – 23 cm |
Gelege | 40 bis 50 Eier |
Brutdauer | Aus den Eiern schlüpfen nach 4 – 5 Monaten die Jungtiere (Nymphen). |
Lebenserwartung | einige Monate |
Nutzung | Tierhaltung |
Aktueller Bestand | unbekannt |
Im Zoo Zürich seit | 2024 |
Verbreitung
