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Südlicher Tamandua im Tierlexikon des Zoo Zürich.

Südlicher Tamandua

Tamandua tetradactyla

Der Südliche Tamandua, auch Kleiner Ameisenbär genannt, frisst etwa 9'000 Ameisen und Termiten pro Tag. Wie alle Ameisenbären ist er ein spezialisierter Insektenfresser. Er spürt seine Beute mit der Nase auf, sein Sehvermögen ist eher schlecht. Mit den scharfen Krallen öffnet der Tamandua den Insektenbau. Die Beute bleibt am Speichel der etwa 40 Zentimeter langen Zunge kleben. Der Tamandua verschmäht Soldatenameisen mit grossen Kiefern und Ameisen, die sich mit chemischen Stoffen verteidigen. Der Tamandua ist vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Nach einer aktiven Phase von einigen Stunden folgt eine längere Ruhephase.

Verwandtschaft Nebengelenktiere, Zahnarme, Ameisenbären (4 Arten), Südlicher Tamandua (4 Unterarten)
Lebensraum Feuchtwälder bis 2000 Meter über Meer, Galeriewälder entlang von Flüssen, Mangroven
Lebensweise dämmerungs- und nachtaktiv, baum- und bodenlebend
Sozialstruktur einzelgängerisch
Futter täglich bis 9000 Termiten und Ameisen, Bienen, Wespen
Gewicht 3,5 bis 7 kg, Neugeborene bis 450 g
Kopf-Rumpflänge 35 bis 65 cm
Schwanzlänge 40 bis 65 cm
Tragzeit 130 bis 190 Tage
Wurfgrösse 1 Jungtier, selten Zwillinge
Geschlechtsreife unbekannt
Lebenserwartung 10 Jahre
Nutzung Leder, Fleisch, Tierhandel (selten)
Aktueller Bestand Zahl unbekannt, jedoch relativ häufig, über 25 Tiere in europäischen Zoos
Im Zoo Zürich seit 2007, international koordinierte Zucht (ESB)

Verbreitung

Verbreitungskarte Südlicher Tamandua

Paten

L. Schumacher, Winterthur
A. Stäubli, Horgen
Zaunteam Zürich Oberland GmbH