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Sonnenralle im Zoo Zürich.

Sonnenralle

Eurypyga helias

Die Sonnenralle ist mit ihrem braungetönten Gefieder auf dem Waldboden so gut getarnt, dass man über ihre Lebensweise im Freiland nur sehr wenig weiss. Im Zoo Zürich entdeckt man sie nur, wenn sie ihren Aufenthaltsort mit ihrem typischen, sanften Pfeifen verrät.
Bei Gefahr oder zur Verteidigung des Nestes aus Blättern und Stängel von Sumpfpflanzen breitet die Sonnenralle ihre Flügel aus und schiebt sie nach vorne. So spreizen sich die Federn auf und dunkle augenförmige Flecken auf den Flügeloberseiten werden sichtbar. Die so unerwartet auftauchenden grossen "Augen" erschrecken und vertreiben Feinde und Eindringlinge.

Verwandtschaft Eurypygiformes (Kagu und Sonnenralle), Sonnenralle (3 Unterarten)
Lebensraum Gewässerufer innerhalb von Regenwäldern bis auf 1800 Meter über Meer
Vogelzug standorttreu
Sozialstruktur Einzelgänger, nur in der Brutzeit paarweise
Futter Wasserkäfer, Schnecken, Krebse, Würmer, Spinnen, Fische, Amphibien, kleine Echsen
Nahrungserwerb am Waldboden oder in Flachwasser, pfeilschnell zustossend
Gewicht 180 bis 220 g
Körperlänge 43 bis 48 cm
Gelege 1 bis 2 Eier, in Bäumen auf einer Höhe von bis zu 7 Metern über dem Waldboden
Brütende Tiere beide Elternteile, Männchen hilft auch bei der Aufzucht
Brutdauer etwa 30 Tage
Lebenserwartung 30 Jahre
Nutzung halbzahme Haltung als Haustier bei indianischen Völkern
Aktueller Bestand maximal 5 Millionen Tiere, abnehmend
Im Zoo Zürich seit 1989, 20 Jungvögel, international koordinierte Zucht (ESB)

Verbreitung

Verbreitungskarte Sonnenralle

Paten

E. Rübel-Kern, Zürich
E. Rübel-Kern, Zürich
J. Frischknecht, Uerikon