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  • Junger Roter Vari im Masoala Regenwald im Zoo Zürich

    Roter Vari

    Varecia rubra

    Lemuren kommen nur auf Madagaskar und den Komoren vor. Sie unterscheiden sich von den Affen durch Körperbau, der meist marder- oder katzenartig wirkt. Weitere auffällige Merkmale der Lemuren sind ihr feuchter Nasenspiegel und die Duftdrüsen, die sich an verschiedensten Körperstellen befinden. Die Ausscheidungen der Duftdrüsen werden zur Markierung genutzt. Sie sind ein wichtiges Kommunikationsmittel.
    Die meisten grossen Lemurenarten sind akut vom Aussterben bedroht. Kleinbauern roden und verbrennen die Wälder und zerstören so den Lebensraum. Lemuren sind zudem eine beliebte madagassische Speise und die Tiere werden daher auch intensiv gejagt.

    Verwandtschaft Feuchtnasenaffen, Lemuren (rund 100 Arten), Gewöhnliche Makis (20 Arten)
    Lebensraum Regenwald bis 1200 Meter über Meer
    Lebensweise vorwiegend tagaktiv, baumlebend, selten am Boden, Jungtiere verbleiben nach der Geburt eine Woche im Nest, später transportiert die Mutter die Jungtiere mit dem Maul auf Bäume, die in der Nähe von Futterplätzen liegen. Im Alter von 3 bis 4 Wochen beginnen die Jungen der Mutter zu folgen.
    Sozialstruktur gemischtgeschlechtliche Gruppen von 5 bis 30 Tieren, territorial
    Futter Früchte, Blätter, Nektar
    Gewicht 3,5 bis 4 kg, Neugeborene 100 g
    Kopf-Rumpflänge 50 bis 55 cm
    Schwanzlänge 60 bis 65 cm
    Tragzeit 99 bis 106 Tage
    Wurfgrösse 2 bis 3 Junge, selten 5 Junge
    Geschlechtsreife Weibchen unter 2 Jahren, Männchen 3 bis 4 Jahre
    Lebenserwartung 28 Jahre
    Nutzung Fleisch (häufig gejagt)
    Aktueller Bestand stark abnehmend, im Freiland einige tausend Tiere, in Zoos rund 600 Tiere
    Im Zoo Zürich seit 1987, international koordinierte Zucht (EEP)

    Verbreitung

    Verbreitungskarte Roter Vari

    Naturschutzprojekt Masoala

    Das grösste Naturschutz-Engagement leistet der Zoo Zürich in der Region Masoala in Madagaskar. Jährlich steuert er mindestens 125'000 US Dollar an die Betriebskosten und den Nachhaltigkeitsfonds des Masoala Nationalparks bei. Zusätzlich werden in umliegenden Gemeinden Projekte zur Regenwalderhaltung, Aufforstung, nachhaltigen Landwirtschaft, Wasserversorgung und Hygiene sowie zur Schulbildung von Kindern unterstützt. Diese Projekte ermöglichen der Bevölkerung wirtschaftliche Alternativen zur Brandrodung des Regenwaldes und werden in enger Kooperation mit dem Masoala Nationalpark, der Wildlife Conservation Society WCS und Medair durchgeführt.
     

    Tierstimme

    Paten

    D. Zwahlen, Oberrohrdorf
    R. Bischof, Kriessern
    A. Schleeh, Uster
    Familie Giovanoli, Bergdietikon
    R. Schwenk, Lenzburg
    M. Martig, Grüningen
    I. Cesarano, Lachen
    M. Letter, Nürensdorf
    F. Deak, Zürich
    U. + K. Wullschleger, Winterthur
    St. Jäger, Zürich
    D. Schwab, Zürich
    M. Graf, Oberentfelden
    B. Jufer, Jonen
    S. Riechsteiner, Horgen
    H. Zweifel, Zollikerberg
    K. Lauffer, Zürich
    A. Vassalli, Zürich