Pfeilschwanzgecko
Uroplatus ebenaui
Alle Arten aus der Gattung der Plattschwanzgeckos, oder Blattschwanzgeckos, leben endemisch in den Wäldern Madagaskars und sind Meister der Tarnung. Mit ihrem abgeflachten Körper, gezackten Hautsäumen und blattähnlichen Schwänzen verschmelzen sie fast vollständig mit Baumrinde oder trockenem Laub.
Der Pfeilschwanzgecko (Uroplatus ebenaui) ist die kleinste bekannte Art dieser Gattung. Typisch für ihn sind der kurze, pfeilförmige Schwanz, der ihm seinen Namen gibt, sowie die fast schwarze Mundschleimhaut. Dadurch lässt er sich gut von verwandten Arten unterscheiden. Die Art lebt im Norden und Nordwesten Madagaskars sowie auf der Insel Nosy Bé. Dort bewohnt sie tropische Regen- und Trockenwälder. Nachts jagt sie in niedrigen Sträuchern und auf Ästen nach Insekten. Tagsüber ruht der Pfeilschwanzgecko regungslos an Ästen und Baumstämmen oder zwischen trockenem Laub. Dank seiner hervorragenden Tarnung ist er dort kaum zu entdecken.
Der Pfeilschwanzgecko ist durch Abholzung, Brandrodung und die Umwandlung seines Lebensraums in Landwirtschaftsflächen gefährdet. Zusätzlich werden Tiere für den internationalen Terrarienhandel aus dem natürlichen Lebensraum entnommen.
| Verwandtschaft | Ordnung der Schuppenkriechtiere (Squamata), Familie der Geckos (Gekkonidae), Gattung der Plattschwanzgeckos/Blattschwanzgeckos (Uroplatus) |
| Lebensraum | tropischer Regenwald, Trockenwald |
| Lebensweise | nachtaktiv, baumlebend, ruhen tagsüber flachgedrückt auf Ästen und Baumstämmen auf ca. 1 – 2 m Höhe |
| Nahrung | Insekten |
| Körperlänge | bis zu ca. 8,5 cm |
| Schwanzlänge | ca. 2 cm |
| Gelege | 2 kugelförmige Eier (werden am Boden unter Laub abgelegt) |
| Dauer Eiablage bis Schlupf | ca. 3 Monate |
| Nutzung | Terraristik |
| Aktueller Bestand | unbekannt, abnehmend |
| Im Zoo Zürich seit | 2026 |
Verbreitung