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  • Pflanzen im Masoala Regenwald des Zoo Zürich

    Maniok

    Manihot esculenta

    Das mehrjährige Wolfsmilchgewächs ist ein Strauch mit verholzenden Stämmen. Die bis zu fünf Kilogramm schweren essbaren Knollen sind verdickte Wurzeln. Die Knollen enthalten giftige Blausäure, welche durch das Kochen zerstört wird. Die Pflanze braucht offene Standorte mit viel Sonne. Die Ansprüche an den Boden sind gering und der Pflegeaufwand ist klein. Der Ertrag liegt mit 3 bis 15 Tonnen pro Hektare sehr hoch. Maniok ist nach Reis das zweitwichtigste Grundnahrungsmittel Madagaskars. Die Knolle gilt aber als Speise der armen Leute, ist daher unbeliebt und wird nur gekocht, wenn kein Reis vorhanden ist. Die Maniokwurzel wird in Südamerika als "Manioca", "Cassava" oder "Yuca" bezeichnet, in gemahlener Form als "Tapioka".

    Verbreitung Brasilien, heute weltweit in den Tropen verbreitet
    Arten zahlreiche Wildformen
    Nutzen Wichtiges Grundnahrungsmittel, Knollen werden gekocht, gebraten und gemahlen (Tapioka), Milchsaft zum Würzen von Saucen, Blätter als Gemüse

    Tränen für Mani

    Maniok hat einen legendären Namen: Mani war ein Indiomädchen aus Amazonien. Alle liebten das Kind, doch leider starb es früh. An seinem Grab vergossen die Angehörigen viele Tränen. Aus diesen spross eine Pflanze, die sie Manioca (Haus der Mani) nannten. Die Maniokpflanze als Erbe der Indianer gelangte durch die Europäer von Südamerika nach Asien, Afrika und Madagaskar.

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