Während der Brutzeit können Königspinguine wochenlang fasten. Dabei verlieren sie einen beträchtlichen Teil ihres Körpergewichts und zehren von ihren Fettreserven.

LC

Rote Liste
Nicht gefährdet
Zuchtprogramm

Pinguine brüten in mehr oder weniger grossen Kolonien. Alle Arten sind flugunfähig. Sie leben an Meeresküsten und ernähren sich von Meeresfischen und grösseren Wirbellosen. Einige Arten verbringen bis zu drei Viertel ihres Lebens im Meer.

Die Flügel der Pinguine haben sich zu steifen, paddelartigen Flossen entwickelt. Damit erreichen sie Spitzengeschwindigkeiten von rund 10 Stundenkilometern und Tauchtiefen von durchschnittlich 55 Metern. Die grösste je beobachtete Tauchtiefe betrug 380 Meter.

Die Bestände einiger Pinguinarten nehmen ab. Unser Naturschutzpartner, die Stiftung Antarctic Research Trust (ART), leitet Projekte zur Erforschung der Ursachen. Der ART untersucht dabei das Jagd- und Wanderverhalten von Magellan-, Felsen- und Königspinguinen an den Küsten Südamerikas und auf den subantarktischen Inseln.

Die Forschenden haben dabei unter anderem festgestellt, dass flügge gewordene Königspinguine bei ihrem ersten Nahrungsausflug im Meer gewaltige Distanzen von bis zu 4000 Kilometern zurücklegen.

Verwandtschaft

Pinguine (Spheniscidae), Grosspinguine (Aptenodytes, 2 Arten)

Lebensraum

treibeisfreie Meere, Meeresküsten entlang subantarktischer Inseln

Vogelzug

ausserhalb der Brutzeit noch wenig erforscht, vermutlich in antarktischen Gewässern; Irrgäste in Südafrika, Australien und Neuseeland

Sozialstruktur

sehr gesellig, jagen in Gruppen, Saisoneinehe, Brut in grossen Kolonien, Küken formen Kindergruppen

Verwandtschaft

Pinguine (Spheniscidae), Grosspinguine (Aptenodytes, 2 Arten)

Lebensraum

treibeisfreie Meere, Meeresküsten entlang subantarktischer Inseln

Vogelzug

ausserhalb der Brutzeit noch wenig erforscht, vermutlich in antarktischen Gewässern; Irrgäste in Südafrika, Australien und Neuseeland

Sozialstruktur

sehr gesellig, jagen in Gruppen, Saisoneinehe, Brut in grossen Kolonien, Küken formen Kindergruppen

Patenschaft

Helfen Sie uns beim Artenschutz!

Königspinguin für CHF 2'000.–

Pat*in werden

Patenschaft

Helfen Sie uns beim Artenschutz!

Königspinguin für CHF 2'000.–

Pat*in werden

Impressionen

Im Winterhalbjahr gehen die Königspinguine im Zoo Zürich täglich auf einen Spaziergang durch den Zoo, sofern es kalt genug ist und die Tiere motiviert sind. Foto: Zoo Zürich, Fabio Süess

Junge Königspinguine sind dank ihres dicken Flaumenkleids bestens isoliert. Foto: Zoo Zürich, Dennis Mettler

Königspinguine sind hervorragende Schwimmer. Foto: Zoo Zürich, Fabio Süess

Junge und erwachsene Königspinguine, gut unterscheidbar anhand ihres Gefieders. Foto: Zoo Zürich, Tim Benz

Königspinguine sind für ein Leben in grosser Kälte bestens gerüstet. Foto: Zoo Zürich, Fabio Süess

Foto: Zoo Zürich, Fabio Süess

Pinguinfakten

  • 380m

    betrug die grösste je beobachtete Tauchtiefe eines Pinguins.

  • 4000km

    können flügge gewordene Königspinguine bei ihrem ersten Nahrungsausflug im Meer zurücklegen.

  • 16kg

    können erwachsene Königspinguine auf die Waage bringen.

  • 3Mio.

    Der Bestand wildlebender Königspinguine wird auf rund 3'000'000 Tiere geschätzt.

  • Tierstimme

    Königspinguin (Aptenodytes patagonicus) im Zoo Zürich.

    Auf Partnersuche? Bei Pinguinen gibt es durchaus auch gleichgeschlechtliche Paare. Foto: Zoo Zürich, Fabio Süess

    Homosexualität bei Pinguinen

    Homosexuelles Verhalten ist von vielen Tierarten bekannt. Entgegen der landläufigen Meinung handelt es sich dabei nicht um «Missverständnisse» oder um eine Ersatzsexualität wegen fehlender andersgeschlechtlicher Partner. Gleichgeschlechtliche Paare finden auch zusammen, wenn genügend Partner des anderen Geschlechts vorhanden sind.

    Homosexuelle Pinguine kennen dieselben Verhaltenselemente wie heterosexuelle Tiere, in der Partnerschaft, während der Balz und in der Aufzucht von Jungen. Einziger Unterschied: Sie müssen die Eier oder die Jungvögel von heterosexuellen Paaren stehlen.

    Beobachtet wurde dies zum Beispiel 2009 im Zoo Zürich: Zwei männliche Königspinguine stahlen einem rund 20 Jahre alten, sehr erfahrenen Weibchen das frisch geschlüpfte Jungtier. Die beiden Diebe kümmerten sich dann aber immerhin sehr vorbildlich und erfolgreich um die Aufzucht des Jungen.

    Zurück zur Übersicht