Direkt zum Inhalt
Kleinkantschil im Zoo Zürich.

Kleinkantschil

Tragulus javanicus

Das Kleinkantschil ist der kleinste Paarhufer der Erde. In tunnelartigen Pfaden begeben sich die Huftiere nachts auf Nahrungssuche. Tagsüber schlafen sie in Felsspalten und hohlen Baumstämmen. Kleinkantschile sind territorial. Sie markieren ihr Revier mit Harn, Kot und Drüsensekreten. Männchen tragen ihre Kämpfe mit ihren langen Eckzähnen aus. In den Märchen Asiens gelten Kantschile als sehr intelligente Tiere, ähnlich wie bei uns der Fuchs. Die Tiere werden aber auch gerne gejagt und gegessen.

Verwandtschaft Paarhufer, Wiederkäuer, Hirschferkel (um die 10 Arten), Kantschile (um die 6 Arten)
Lebensraum tropischer Regenwald
Lebensweise nachtaktiv, bewegen sich auf tunnelartigen Pfaden im Unterholz
Sozialstruktur einzelgängerisch, paarweise, sehr territorial
Futter Früchte, Blätter, Knospen
Gewicht 1,2 kg bis 2,1 kg, Jungtiere bis 260 g
Schulterhöhe 20 bis 25 cm
Hörner / Geweih kein Kopfaufsatz, beide Geschlechter haben lange Eckzähne, beim Männchen besonders lang und aus dem Mund ragend
Tragzeit 136 bis 143 Tage
Wurfgrösse 1 Jungtier
Geschlechtsreife 5 bis 6 Monate
Lebenserwartung 12 Jahre
Nutzung Fleisch (mittels Schlingenjagd), kulturelle Bedeutung (Märchen)
Aktueller Bestand keine Schätzungen vorhanden, in europäischen Zoos über 40 Tiere
Im Zoo Zürich seit 1972 bis 2004 mit Zucht von 123 Jungtieren, neu ab 2011 wieder, international koordinierte Zucht (EEP)

Verbreitung

Verbreitungskarte Kleinkantschil

Paten

J. B. Läubli, Langrickenbach
T. Storrer, Nürensdorf
Ch. + M. Lustenberger, Buttwil