Direkt zum Inhalt
  • Höhlenbär in der Eiszeitausstellung «Kaltgestellt» im Zoo Zürich.

    Höhlenbär

    Ursus spelaeus

    Der Name «Höhlenbär» bezieht sich vor allem auf den Fundort seiner fossilen Knochen. Nach heutigem Forschungsstand bewohnte jedoch der Höhlenbär nur während der Winterruhe Höhlen.
    Zur Markierung oder besseren Orientierung in den Höhlen setze der Höhlenbär Duftmarken, indem er sich an den Wänden rieb. Die hierdurch verfärbten Stellen sind auch noch heute in einigen Höhlen sichtbar.
    Wie bei den meisten ausgestorbenen Riesentieren der letzten Kaltzeit vermutet man, dass die sich ändernden klimatischen Bedingungen und die einhergehende Veränderung der Vegetation im Zusammenspiel mit dem Auftauchen des Menschen zum Aussterben des Höhlenbären führte. So haben Forscher*innen auf seinen fossilen Knochen Schnittspuren gefunden, die darauf hindeuten, dass mit Werkzeugen Fleisch vom Knochen geschnitten wurde. Auch haben sie in einem Brustbein eines Höhlenbären eine abgebrochene Feuersteinspitze entdeckt. Damals bewohnten Menschen Höhlen und standen so in Konkurrenz zum Bären, welcher an einem geschützten Ort Winterruhe halten musste. Durch den Vegetationswandel wurde auch das Spektrum seiner rein pflanzliche Nahrung stark verändert. All diese Funde und Erkenntnisse unterstreichen das Zusammenspiel von Klima und Mensch, das zum Aussterben des Höhlenbären und anderen Riesentiere der damaligen Zeit führte.

    Verwandtschaft Raubtiere, Hundeartige, Bären
    Lebensraum Bergwälder, Alpiner/Hochalpiner Lebensraum
    Lebensweise
    Sozialstruktur Einzelgänger
    Futter hauptsächlich pflanzliche Nahrung
    Gewicht Männchen 600 kg bis 1200 kg, Weibchen kleiner
    Körperhöhe ca. 1,7 m Schulterhöhe
    Kopf-Rumpflänge ca. 3,5 m
    Tragzeit
    Wurfgrösse
    Geschlechtsreife
    Lebenserwartung vermutlich über 20 Jahre
    Nutzung Knochen, Fleisch
    Aktueller Bestand ausgestorben
    Im Zoo Zürich seit 2023

    Verbreitung

    Verbreitungskarte Höhlenbär
    Image

    Bedrohungsstatus

    IUCN RedList