Direkt zum Inhalt
Hirschziegenantilopen im Zoo Zürich.

Hirschziegenantilope

Antilope cervicapra

Die weiblichen Tiere sind sandfarben und hornlos wie die Jungtiere. Die männlichen Hirschziegenantilopen sind am Rücken dunkel gefärbt, weshalb sie im englischen Sprachraum den Namen Blackbuck erhalten haben. Die Böcke besetzen in ihrem Lebensraum ein abgegrenztes Gebiet, das sie mit einem Sekret der Vorderaugendrüsen kennzeichnen. Diese geruchliche Markierung erfolgt vor allem an hervorstehenden Objekten wie zum Beispiel einem Ast. Eine weitere markante Verhaltensweise ist das Anlegen von Kothaufen, vorzugsweise an der Grenze des Territoriums.
Die Bestände von Hirschziegenantilopen oder Sasins sind in Indien in den letzten 100 Jahren stark geschrumpft. Von ehemals etwa 4 Millionen Tieren sind durch Bejagung und fortschreitende Umweltzerstörung nur noch wenige übrig geblieben. Durch Schutzbemühungen und Reservate wachsen die Bestände aber wieder an. Vor allem für Könige und Fürste war die Hirschziegenantilope ein beliebtes Jagdwild. Sie setzten asiatische Geparde ein, um die schnellen Tiere zu fangen.

Verwandtschaft Paarhufer, Hornträger, «Antilopen», Hirschziegenantilope
Lebensraum Steppen und lichte Wälder
Lebensweise tagaktiv
Sozialstruktur gemischtgeschlechtliche Herden bis zu 50 Tieren, Männchen zeitweise territorial
Futter Gräser, Blätter, Knospen
Gewicht 25 bis 40 kg, Neugeborene bis 4 kg
Schulterhöhe 80 bis 100 cm
Hörner Hörner: Böcke bis 70 cm, Weibchen hornlos
Tragzeit 5 bis 6 Monate
Wurfgrösse 1 Jungtier
Geschlechtsreife 1 bis 2 Jahre
Lebenserwartung bis 20 Jahre
Nutzung Fleisch und als Jagdtrophäe, deshalb um 1964 nur noch 8000 Tiere
Aktueller Bestand stabil, in Indien bis zu 50'000 Tiere, in Bangladesch ausgerottet, ausgewildert in Texas (USA) und in Argentinien
Im Zoo Zürich seit 1950

Verbreitung

Verbreitungskarte Hirschziegenantilope

Tierstimme

Paten

C. Krause, Zürich
Formwerk AG, Zürich
E. Thomas, Zürich
Y. Kropf, Adliswil
Image

Jungtiere