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  • Galapagos-Riesenschildkröten im Zoo Zürich.

    Galapagos-Riesenschildkröte

    Chelonoidis nigra

    Galapagos- und Aldabra-Riesenschildkröten sind am einfachsten durch das Vorhandensein oder Fehlen eines kleinen Nackenschildes zu unterscheiden. Die Aldabra-Riesenschildkröte besitzt das Schild, der Galapagos-Riesenschildkröte dagegen fehlt es.

    Ausserhalb der Zuchtstationen auf den Galapagosinseln gibt es weltweit nur sehr wenige Zuchterfolge von Galapagos-Riesenschildkröten. Dank der langjährigen Erfahrung und der zahlreichen Forschungsprojekte auf den Galapagosinseln und in Zürich gilt der Zoo Zürich inzwischen als ein international gefragtes Kompetenzzentrum in der Haltung und Zucht dieser Landschildkröten. Seit 1989 sind 116 Riesenschildkröten im Zoo Zürich geschlüpft.

    Verwandtschaft Halsbergerschildkröten, Landschildkröten, Galapagos-Riesenschildkröte (15 Unterarten, davon 4 verschwunden oder ausgerottet)
    Lebensraum Vulkangebiete mit Dornbüschen und Kakteen, Laubwälder mit dichtem Unterwuchs
    Lebensweise tagaktiv, in grossen Herden, Wanderungen zu den Eiablageplätzen
    Futter Gräser, Kräuter, Blätter, Kletterpflanzen, Büsche, Beeren, Flechten, Kakteen
    Gewicht bis 290 kg, frisch geschlüpfte Jungtiere 60 g
    Panzerlänge Weibchen bis 80 cm, Männchen bis 134 cm
    Gelege 4 bis 17 hartschalige Eier, im Boden vergraben
    Inkubationszeit 100 bis 200 Tage
    Lebenserwartung in der Regel 50 bis 80 Jahre, Höchstalter 176 Jahre
    Nutzung Fleisch
    Aktueller Bestand auf den Galapagosinseln 20'000 Tiere (in 11 Unterarten), 65 Tiere in 16 europäischen Zoos (Stand 2014), dazu noch einige Tiere in Privatbesitz
    Im Zoo Zürich seit 1946 (Zuchtweibchen Nigrita), 1962 (Zuchtmännchen Jumbo), international koordinierte Zucht (ESB), Zuchtleitung durch Zoo Zürich

    Verbreitung

    Verbreitungskarte Galapagos-Riesenschildkröte

    Riesenschildkröten auf kleinen Inseln?

    Die Frage, wieso es ausgerechnet auf dem kleinen Galapagosarchipel und den Seychellen im Indischen Ozean die grössten Landschildkröten der Erde gibt, ist nicht geklärt. Einerseits gibt es die Vermutung, dass die Besiedlung durch kleinere Schildkrötenarten vom umliegenden Festland (Afrika, Südamerika) ausgeht. Die Tiere könnten auf Treibgut wie schwimmenden Baumwurzeln auf verschiedene kleine Inseln angeschwemmt worden sein. Im Verlauf der Evolution haben sie sich dort zu Riesenformen entwickelt. Für diese Theorie spricht, dass die Köhlerschildkröten Südamerikas mit den Riesenschildkröten auf den Galapagosinseln eng verwandt sind. Eine andere Ansicht ist, dass es sich bei den Aldabra- und Galapagos-Riesenschildkröten um die letzten Überlebenden einer einst weltumspannenden Artengruppe handelt. Die heutigen Riesenschildkröten wären in dieser Theorie nur Zwergformen einer Schildkrötengruppe mit einst gigantisch grossen Tieren.

    Zucht auf Galapagos und im Zoo Zürich

    Ausserhalb der Zuchtstationen auf den Galapagosinseln gibt es weltweit nur sehr wenige Zuchterfolge von Galapagos-Riesenschildkröten. Dank der langjährigen Erfahrung und der zahlreichen Forschungsprojekte auf den Galapagosinseln und in Zürich gilt der Zoo Zürich inzwischen als ein international gefragtes Kompetenzzentrum in der Haltung und Zucht dieser Landschildkröten. Von 1989 bis 2015 sind 82 Riesenschildkröten im Zoo Zürich geschlüpft. Der Schweizer Sitz vom Verein Freunde der Galapagosinseln befindet sich im Zoo Zürich.

     

    Tierstimme

    Paten

    V. Henkels, Meilen
    W. + J. Paniz, Feldmeilen
    M. Zweifel, Illnau
    R. Trinkler, Uster
    E. M. Bär, Zürich
    M. Gomringer, Zürich
    Wichser Akustik & Bauphysik AG, Zürich
    R. Fügli, Hüntwangen
    S. Baumgartner, Abu Dhabi
    F. + R. Hofmann, Lachen
    AnDerBar, Kreuzlingen
    Familie Rauh, Wetzikon
    On AG
    On AG
    U. Schmid, Wollerau
    Image

    Jungtiere