• Flachlandtapir im Zoo Zürich.
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Flachlandtapir

Tapirus terrestris

Der Flachlandtapir ist die grösste der drei Tapirarten Südamerikas. Tapire sind nachtaktiv und schwimmen gerne. Die Männchen markieren ihre Reviere und Pfade mit Kot und Urin. Ein auffälliges Merkmal der Tapire ist die sehr bewegliche rüsselartige Nase. Sie dient zum Fassen von elastischen Pflanzenteilen wie Wasserpflanzen und kleinen Zweigen. Pflanzensamen werden zwar gefressen, aber kaum verdaut. Intakt werden sie wieder ausgeschieden und so durch das Tier im Regenwald verbreitet. So tragen die Tapire zur Artenvielfalt im Regenwald bei. Das Streifenmuster von jungen Tapiren imitiert die Licht- und Schattenstreifen am Waldboden. Diese hervorragende Tarnung verblasst nach einigen Monaten und geht in die braune Färbung der erwachsenen Tiere über.
VerwandtschaftUnpaarhufer, Tapire (4 Arten), Flachlandtapir (4 Unterarten)
LebensraumRegenwald mit viel Unterwuchs, in der Nähe von Gewässern
Lebensweisenachtaktiv
Sozialstruktureinzelgängerisch, Mutter mit Jungtier
FutterWasserpflanzen, Zweige, Rinde, Blätter, Knospen, Früchte
GewichtWeibchen bis 250 kg, Männchen sind leichter, Neugeborene bis 7 kg
Schulterhöhe77 bis 108 cm
Kopf-RumpflängeWeibchen bis 220 cm, Männchen bis 205 cm
Schwanzlänge8 cm
Tragzeit390 bis 395 Tage
Wurfgrösse1 Junges
Geschlechtsreifenach 18 Monaten
Lebenserwartungüber 30 Jahre
NutzungFleisch, Haut für Leder
Aktueller Bestandwenig Daten vorhanden, Schätzung auf mehrere 10'000 Tiere, Bestand abnehmend, in europäischen Zoos 300 Tiere
Im Zoo Zürich seit1934 bis 1943 (3 Geburten), wieder ab 1961 (24 Geburten bis 2015), international koordinierte Zucht (EEP)

Verbreitung

Verbreitungskarte Flachlandtapir

Paten

Nicola Spirig und Erdgas
S. Vitto + M. Carlesso, Zürich
A. J. Giger, Alten
I. Duttlinger, Wil ZH
H. Widler, Bonstetten
Ch. Kleisli, Fehraltorf