• Europäischer Weissstorch im Zoo Zürich.
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Europäischer Weissstorch

Ciconia ciconia

Bei den Weissstörchen im Zoo Zürich handelt es sich um eine freilebende Kolonie. Ein Teil unserer Vögel fliegt im Spätsommer in den Süden. Die meisten fliegen jedoch nicht mehr bis nach Afrika sondern bleiben in Spanien und halten
sich häufig in offenen Mülldeponien auf, wo sie sich von Nahrungsresten, Ratten und Mäusen ernähren.
VerwandtschaftSchreitvögel, Stelzvögel, Störche (19 Arten)
Lebensraumoffene Landschaften, Feuchtgebiete, Seeufer, Felder und feuchte Weiden
VogelzugTeile der mitteleuropäischen Population nach Portugal, Spanien und Afrika, die osteuropäische Population über die Türkei nach Afrika, zentralasiatische Population in Richtung Indien
SozialstrukturSaisoneinehe, kommt wiederholt mit dem gleichen Partner für die Brut zusammen, nistet einzeln oder in lockeren Kolonien, auf dem Vogelzug in grossen Gruppen
Futterkleine Säugetiere, grosse Insekten, Regenwürmer, Amphibien, Reptilien, Fische, Aas, selten Eier und junge Vögel, im Wattenmeer auch Fische und Krabben, Müll (Nahrungsreste)
Nahrungserwerbschreitet durch Wiesen und Feuchtgebiete und stösst blitzschnell mit dem Schnabel auf die Beute hinab
Gewicht2,5 bis 4,5 kg
Körperlänge80 bis 100 cm, Flügelspannweite 200 bis 220 cm
Gelege2 bis 7 Eier
Nestauf Felsen, Bäumen, Gebäuden und Strommasten
Brütende Tierebeide Elternteile, Männchen hilft bei der Aufzucht
Brutdauer30 bis 32 Tage
Lebenserwartungüber 35 Jahre
NutzungFleisch, Sportjagd, Folklore (Märchen, Glücksbringer)
Aktueller Bestandüber eine halbe Million, in Polen über 50'000 Brutpaare, in der Schweiz über 350 Brutpaare, eine Kolonie im Zoo Zürich, Bestand weltweit zunehmend
Im Zoo Zürich seit1929, seit 1990 sind über 330 Weissstörche geschlüpft

Verbreitung

Verbreitungskarte Europäischer Weissstorch

Tierstimme

Um 1949 in der Schweiz ausgerottet

Der Storchenbestand in der Schweiz ging seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stark zurück. Zum Rückgang beigetragen haben die illegale Jagd, die starke Industrialisierung und die damit verbundene Umweltverschmutzung sowie der Lebensraumverlust, der den Vögeln die Nahrungsgrundlage entzogen hat. Um 1900 gab es in der Schweiz nur noch140 brütende Storchenpaare. Später kamen storchenunfreundlich gebaute Stromleitungen und der Strassenverkehr als Gründe für den Rückgang dazu. 1949wurde die letzte Brut von freilebenden Störchen inder Schweiz registriert. Dank dem Engagement der Storchensiedlung Altreu und weiterer Institutionen wie dem Zoo Zürich und dem Zoo Basel konnte der Weissstorch in der Schweiz wieder angesiedelt werden. Heute liegt der Bestand beirund 350 freifliegenden Brutpaaren.

Nur noch wenige fliegen nach Afrika

Seit einigen Jahren werden einzelne Jungstörche aus dem zoo Zürich jeweils mit einem GPS-Datensender versehen. Die Flugrouten und Raststellen dieser und anderer Schweizer Vögel können auf der Webseite des Projekts Storchenzug nachverfolgt werden. Dabei konnte festgestellt werden, dass sich das Zugverhalten in den letzten Jahren verändert hat. Heute überqueren bei Gibraltar nur noch 30 Prozent der Störche das Mittelmeer in Richtung Afrika. Die meisten bleiben in Spanien und halten sich häufig in offenen Mülldeponien auf, wo sie sich von Nahrungsresten, Ratten und Mäusen ernähren.

Flugrouten nachverfolgen

Paten

N. Stockinger, Zürich
U. + P. Benz-Wullschleger, Wettingen
M. Bicker, Rotkreuz
D. Escher-Greb, Zürich
Familie Schelb, Winterthur
M. Fausch, Rafz
O. Hiltwein, Berikon
N. Krebs, Flims
Hotel Storchen, Zürich
C. Putscher-Ulrich, Wila - dipl. Hebamme
A. D'Agata, Biberstein
M. Hug + E. Jacomet, Buch am Irchel
C. Kühni, Volketswil
Club zum Storchen
Club zum Storchen
Club zum Storchen
Club zum Storchen
Club zum Storchen
Illustration Europäischer Weissstorch

Jungtiere

30. April 2019
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