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Chile-Flamingo im Zoo Zürich.

Chile-Flamingo

Phoenicopterus chilensis

Drei der sechs Flamingoarten kommen in gemässigt warmen bis tropischen Regionen der Erde vor. Die anderen drei Arten, wozu auch der im Zoo Zürich gehaltene Chile-Flamingo gehört, fühlen sich in erstaunlich kalten Lebensräumen wohl.

Zum Nahrungserwerb sind alle Flamingos auf salzhaltige Binnenseen angewiesen. In solchen Gewässern wächst pflanzliches und tierisches Plankton, welches die Tiere mit ihren nach unten geknickten Schnäbeln aus dem Wasser filtern. Solche Gewässer gibt es nicht nur auf Meereshöhe, sondern auch in den Anden Südamerikas in Höhenlagen über 4000 Meter über Meer. Die Nachttemperaturen können dort unter minus 20 Grad Celsius fallen.

Zusammen mit Algen und Krebsen nehmen die Flamingos verschiedene Farbstoffe auf. Diese werden zuerst in der Leber in rötliche Pigmente umgewandelt und schliesslich in den Federn der Vögel eingelagert, was zu ihrer charakteristischen rosa Färbung führt. Ohne diese Pigmente wären Flamingos weiss. Dennoch entdeckt man immer wieder einmal einzelne Tiere, welche ein beinahe weisses Federkleid haben. Dabei handelt es sich in der Regel um Vögel, die gerade Jungtiere aufziehen. Sie verstoffwechseln in dieser Phase die Stoffe, die sie sonst zur «Farbproduktion» einsetzen, teilweise anderweitig.

Gelege 1 Ei, sehr selten 2 Eier
Aktueller Bestand weniger als 300'000 Tiere, abnehmend, aus Tierhaltungen entflohene Tiere brüten in einer etwa 40 Tiere grossen Kolonie in Nordrhein-Westfalen / Deutschland
Nutzung Eier zum Verzehr, Fleisch, Federn
Lebenserwartung 60 Jahre
Geschlechtsreife 1½ bis 2 Jahre
Brutdauer 27 bis 31 Tage
Brütende Tiere beide Elternteile
Nest beide Elternteile bauen einen Bruthügel aus Schlick und Lehm
Körperlänge 120 bis 140 cm, davon Beine 40 bis 50 cm
Verwandtschaft Flamingos (6 Arten)
Gewicht 2 bis 2,5 kg
Nahrungserwerb im Wasser, an der Wasseroberfläche
Futter kleine Krebse, Schnecken, Insekten, Algen, Karotin als Futterzusatz im Zoo; Küken mit Kropfmilch: Dabei handelt es sich um Gewebezellen, die sich im Verdauungstrakt und im Kropf der Elterntiere ablösen und in Form einer «Milch» dem Jungtier übergeben werden
Sozialstruktur in grossen Kolonien, Saisoneinehe
Vogelzug saisonal innerhalb des Brutgebietes, brütet nicht im Chacogebiet
Lebensweise bodenlebend, in flachen Gewässern, tagaktiv
Lebensraum salzhaltige Seen bis 4500 Meter über Meer, Meeresküsten
Im Zoo Zürich seit 1951, insgesamt 68 Küken in Zürich geschlüpft

Verbreitung

Verbreitungskarte Chile-Flamingo

Video

Video: Zoo Zürich, Nicole Schnyder

Tierstimme

Paten

C. Frei, Mollis
A. Freitag, Grafstal
M. Furter, Rümlang
N. Ambrosini, Baltenswil
M. Werdmüller, Zürich
C. Koller, Effretikon
E. Dalcher, Regensdorf
B. Müller, Wangen bei Dübendorf
Y. Traeber, Zürich
R. Löschhorn, Zürich
S. Schurter, Thalwil
A. Bruggesser, Lindau
M. Hess, Dänikon
B. + R. Ulrich-Meier, Lieli
D. Clavadetscher, Brugg
S. Klein, Effretikon
F. Leutwyler + D. Beckert, Glattpark (Opfikon)
C. Mauerer, Hombrechtikon
A. Keller, Luzern
F. Fischer, Weinfelden
S. Dillena, Dietlikon
F. Beglinger, Schaffhausen
H. Widmer, Oberlunkhofen
B. Lauber, Niederglatt
I. Neuhaus, Wettingen
Y. Abdelhak, Effretikon
OFFSTREAM, Zürich
L. Theus, Adliswil
G. Banzer, Zürich
E. Broger, Chur
L. Trautwein, Zürich
K. + B. Arbogast, Uetikon am See
H. Stäubli Müller, Horgen
O. Kendziorra, Cham
N. Erismann, Volketswil
Versicht namentliche Erwähnung
F. Dolak, Zürich
L. Roth, Zürich
M. Rehmann-Müller, Frick
M. Frei, Hägglingen
E. Richiger, Zürich
E. Egle, Winterthur
C. Barizzi, Seuzach
E. Walthert, Au ZH
J. Mösler, Birmensdorf
A. Weisshaupt, Winterthur
A. Keller, Windisch
C. Strobl Pigozzo, Zürich
Ph. Sele, Triesenberg
E. C. Ruppert, Neftenbach
C. Rüegger, Zollikofen
V. Di Falco, Küsnacht
C. Reinle, Interlaken
O. Fischer-Miszak, Winterthur
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Jungtiere