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Barbours Seepferdchen

Hippocampus barbouri

Zu den Charakteristika der Seepferdchen gehört der im rechten Winkel von der Körperachse abgewinkelte Kopf mit einem röhrenförmig ausgezogenen Mund. Die Tiere nehmen im Wasser eine aufrechte Körperhaltung ein. Der Schwanz ist lang, ohne Schwanzflosse, dafür aber als Greiforgan ausgebildet, mit dem sich die Tiere im Seegras oder an Korallen verankern können. Seepferdchen haben kein Schuppenkleid. Schutz schafft ein Panzer aus Knochenplatten unter der Haut. Eine weitere Besonderheit sind die Augen, die das Seepferdchen wie ein Chamäleon unabhängig voneinander bewegen kann.

Schwangere Männchen

Aussergewöhnlich ist bei den Seepferdchen der Part, den die Männchen bei der Brutpflege übernehmen. Das Weibchen platziert seine Eier in einer bauchseitigen Bruttasche des Männchens. Was folgt, ist eine Form von männlicher Schwangerschaft. In der Bruttasche werden die Eier befruchtet und von einem schwammartigen Gewebe umschlossen. In der Tasche wird der Salzgehalt reguliert und werden die Eier mit Sauer- und Nährstoffen versorgt. Haben die jungen Seepferdchen ihre Entwicklung abgeschlossen, werden sie, von ihrer Eihülle befreit, durch Kontraktionen der Bruttasche quasi «geboren».

VerwandtschaftSeenadelartige, Seenadeln
LebensraumSeegraswiesen und Korallenriffe in bis zu 12 Metern Tiefe
Lebensweisemonogames Paar
Futterkleine Krebse und Garnelen
Körperlänge11 bis 15 Zentimeter
Brutbis zu 250 Eier; Weibchen legt Eier in die Bruttasche des Männchens; Junge schlüpfen nach 12 bis 14 Tagen
NutzungAquarium, Souvenir, Heilmittel in der asiatischen Medizin
Aktueller Bestandabnehmend
Im Zoo Zürich seit2017

Verbreitung

Verbreitungskarte Barbours Seepferdchen

Paten

A. Magyar, Volketswil
M. Schink, Stadel bei Winterthur
Q. Krebs, Uster
S. Brander, Zürich
V. Fischbacher, Arni AG
M. Urban, Ganterschwil
N.-G. Mehli, Chur