Der Asiatische Elefant ist das grösste und schwerste Landsäugetier Asiens. Er lebt in komplexen Familienverbänden, angeführt von erfahrenen Weibchen.

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Rote Liste
Stark gefährdet
Zuchtprogramm

Elefanten lieben Wasser. Sie sind gute und ausdauernde Schwimmer. Dazu bewegen die Elefanten alle vier Beine gleichzeitig. Der mächtige Körper verleiht ihnen Auftrieb. Das Gesicht befindet sich meist oberhalb der Wasseroberfläche, der Mund ist im Wasser. Damit sie atmen können, nutzen die Elefanten den Rüssel als Schnorchel.

Im Freiland sind vor allem die schwimmenden Elefanten der Andamanen bekannt, ein Inselgruppe, die zu Indien gehört. Dort kommt es schon mal vor, dass Elefanten eine Insel verlassen und mehrere Kilometer weit durch die Andamanensee zu einer anderen Insel schwimmen.

Elefanten betreiben aufwändige Hautpflege, die viel Zeit benötigt. Die Tiere baden und suhlen, massieren den Körper und pudern ihn mit Staub ein, um lästige Parasiten in den Hautfalten loszuwerden.

Die grossen, gut durchbluteten Ohren dienen der Wärmeregulierung. Denn Elefanten können ihre Körpertemperatur körpereigen nur schlecht regulieren. Sie besitzen beispielsweise keine eigentlichen Schweissdrüsen und können somit nicht schwitzen. Bei Hitze suchen sie deshalb Schatten, gehen ins Wasser und/oder wedeln mit den Ohren. Denn in den grossflächigen Ohren befinden sich ausgedehnte Blutbahnen. Durch das Fächern/Wedeln wird das warme Blut wieder etwas heruntergekühlt.

Verwandtschaft

Elefanten (Elephantidae), Gattung Elephas

Lebensraum

Trockenwald, Regenwald, Buschwald und Grasland

Lebensweise

tagaktiv, im Freiland jedoch vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, tagsüber eher am Schatten ruhend

Sozialstruktur

Herden mit verwandten erwachsenen Weibchen und deren Jungtieren, Männchen in Kleingruppen oder als Einzelgänger

Verwandtschaft

Elefanten (Elephantidae), Gattung Elephas

Lebensraum

Trockenwald, Regenwald, Buschwald und Grasland

Lebensweise

tagaktiv, im Freiland jedoch vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, tagsüber eher am Schatten ruhend

Sozialstruktur

Herden mit verwandten erwachsenen Weibchen und deren Jungtieren, Männchen in Kleingruppen oder als Einzelgänger

Unsere Elefanten

Indi, weiblich, *1986 in Burma

Chandra, weiblich, *13.5.2002 im Zoo Zürich

Panang, weiblich, *13.2.1989 im Zoo Zürich

Farha, weiblich, *3.5.2005 im Zoo Zürich

Thai, männlich, *26.11.2004, im Zoo Hamburg

Futter pro Tag

  • 150kg

    Bis zu 150 kg frisst ein Elefant täglich; im Zoo hauptsächlich Heu und Futteräste.

  • 6kg

    Elefantenwürfel

  • 3kg

    Gemüse und Früchte (Karotten, Randen, Futterrüben, Blumenkohl, Sellerie, Fenchel, Lauch, Äpfel)

  • 100g

    Viehsalz

  • Wir halten Elefanten im Zoo Zürich im geschützten Kontakt. Foto: Zoo Zürich, Sandro Schönbächler

    Geschützter Kontakt

    Wir halten unsere Elefanten im sogenannten geschützten Kontakt (protected contact). Das bedeutet, dass Elefant und Mensch immer durch eine Abschrankung voneinander getrennt sind. Das hat viele Vorteile für Tier und Mensch.

    Es bedeutet allerdings auch, dass der Elefant freiwillig an einen bestimmten Ort in der Anlage kommen muss, wenn die Tierpfleger*innen oder die Veterinär*innen einen Elefanten untersuchen und zum Beispiel ein bestimmtes Körperteil genauer inspizieren möchten. Das funktioniert nur, wenn der Elefant gerne mitmacht.

    Wir trainieren unsere Elefanten nach den Prinzipien der Positiven Verstärkung. Foto: Zoo Zürich, Enzo Franchini

    Training mit Positiver Verstärkung

    Damit das klappt, braucht es ein entsprechendes Training. Wir nutzen hierzu das Training mit Positiver Verstärkung (Positive Reinforcement). Das Prinzip ist einfach: gewünschtes Verhalten wird positiv verstärkt, also belohnt. Macht der Elefant das «Richtige», erhält er eine Belohnung. Macht er nicht das Richtige, passiert nichts; es gibt keine Bestrafung.

    Das Training funktioniert, vereinfacht gesagt, so:

    1. Der*die Tierpfleger*in fordert den Elefanten auf, etwas zu tun.

    2. Der Elefant macht das Gewünschte.

    3. Der*die Tierpflegerin markiert mit einem Signal (z.B. Klickgeräusch oder Pfiff), dass der Elefant das Richtige gemacht hat.

    4. Der Elefant erhält sofort eine Belohnung, zum Beispiel ein Leckerli.

    Ein oft verwendetes Hilfsmittel ist zudem das «Target», oft ein Stab o.ä.. Der*die Tierpfleger*in nutzt es als «Wegweiser», damit der Elefant einfacher versteht, was er tun soll.

    Der Elefant lernt zunächst, mit verschiedenen Körperteilen den Stab zu berühren oder ihm zu folgen. Später können die Tierpfleger*innen den Stab verwenden, um das Tier in eine gewünschte Stellung zu bringen. Zum Beispiel, damit sie Füsse pflegen können oder die Veterinär*innen das Ohr untersuchen.

    Positive Verstärkung funktioniert mit jeder Tierart. Im Zoo Zürich setzen wir diese Training deshalb nicht nur bei den Elefanten ein, sondern auch bei anderen Tieren.

    Tierstimme

    Video-Playlist Elefanten

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