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Asiatische Elefanten im Zoo Zürich.

Asiatischer Elefant

Elephas maximus

Elefanten lieben Wasser. Sie sind gute und ausdauernde Schwimmer. Dazu bewegen die Elefanten alle vier Beine gleichzeitig. Der mächtige Körper verleiht ihnen genug Auftrieb. Das Gesicht befindet sich meist oberhalb der Wasseroberfläche, der Mund ist im Wasser. Damit sie atmen können, nutzen sie den Rüssel als Schnorchel. Im Freiland sind vor allem die schwimmenden Elefanten der zu Indien gehörenden Inselgruppe der Andamanen bekannt. Da kommt es schon mal vor, dass Elefanten eine Insel verlassen und mehrere Kilometer schwimmend durch die Andamanensee eine andere Insel erreichen. Elefanten betreiben eine aufwändige Hautpflege, die sehr viel Zeit benötigt. Dabei wird gebadet, gesuhlt, massiert und der Körper mit Staub eingepudert, um die lästigen Parasiten in den Hautfalten loszuwerden.
Die grossen, gut druchbluteten Ohren dienen der Wärmeregulierung, denn Elefanten können ihre Körpertemperatur körpereigen nur schlecht regulieren. Sie besitzen beispielsweise keine eigentlichen Schweissdrüsen und können somit nicht schwitzen. Daher sind sie gezwungen, bei Hitze Schatten zu suchen, im Wasser zu baden oder zu schwimmen oder aber mit ihren Ohren zu fächern. In den grossflächigen Ohren befinden sich ausgedehnte Blutbahnen, in denen sich das warme Blut beim Fächern/Wedeln wieder etwas herunterkühlen kann.

"Positive Reinforcement Training": Dieses Management der Elefanten basiert bei den Tieren auf Freiwilligkeit. Will der Tierarzt beispielsweise einen Körperteil genauer inspizieren, so muss das Tier an eine bestimmte Stelle im Gehege oder in einem Stall kommen. Durch starke Zäunung geschützt, kann der Tierarzt den entsprechenden Körperteil sogar berühren. Damit das Tier dies freiwillig mitmacht, braucht es ein vorheriges Training. Dabei geht es darum, ein gewünschtes Verhalten, zum Beispiel das Hingehen zu einem bestimmten Punkt im Gehege, durch eine aus Sicht des Tieres positiv besetzte Reaktion der Tierpflege zu begünstigen. Die Tiere werden bei "richtigem" Verhalten belohnt. Unerwünschtes Verhalten wird ignoriert. Wichtig dabei ist, dass der Elefant das Training mag, weil er sonst nicht mitmacht. Die Elemente des sogenannten "Positive Reinforcement Training" sind eine Aufforderung des Pflegenden, eine Reaktion des Tieres auf ein Klickgeräusch oder einen Pfiff, der im richtigen Moment die exakte Erfüllung des Befehls markiert, am Schluss in Form eines Leckerbissens zu belohnen. Neben dem Klickgeräusch oder Pfiff wird meist auch ein Stab, genannt Target, gebraucht, der als Wegweiser für die Tiere verwendet wird. Dies macht es für das Tier einfacher zu verstehen, was von ihm verlangt wird.
Der Elefant lernt zunächst, mit verschiedenen Körperteilen den Stab zu berühren oder ihm zu folgen. Später kann der Stab eingesetzt werden, um das Tier in eine gewünschte Stellung zu bringen, insbesondere eben zur Vereinfachung der Arbeit des Tierarztes oder der Tierpflege. Das "Positive Reinforcement Training" wird im Zoo Zürich auch bei anderen Tierarten eingesetzt.

Verwandtschaft Afrotheria, Rüsseltiere, Elefanten (3 Arten), Asiatischer Elefant (3 oder 4 Unterarten)
Lebensraum Trockenwald, Regenwald, Buschwald und Grasland
Lebensweise tagaktiv, im Freiland jedoch vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, tagsüber eher am Schatten ruhend
Sozialstruktur Herden mit verwandten erwachsenen Weibchen und deren Jungtieren, Männchen in Kleingruppen oder als Einzelgänger
Futter bis zu 150 kg täglich, zusammengesetzt aus frischem Gras und Heu, Blättern, Zweigen und Ästen, Rinden, Früchten, im Zoo auch Karotten und Randen
Gewicht Weibchen bis 4600 kg, Männchen bis 5500 kg, Neugeborene etwa 100 kg
Körperhöhe 3,4 m (maximale Schulterhöhe)
Kopf-Rumpflänge bis zu 5 m
Schwanzlänge bis 1,5 m
Tragzeit 630 bis 690 Tage
Wurfgrösse 1 Jungtier, selten Zwillinge
Geschlechtsreife 15 bis 17 Jahre, im Zoo früher
Lebenserwartung 50 bis 60 Jahre, in Zoos bis 69 Jahre
Nutzung Stosszähne (Elfenbein), Fleisch, Leder, als Arbeits- und Reittier und in kulturellen und religiösen Zeremonien als sogenannte Tempelelefanten
Aktueller Bestand höchstens 40'000 Tiere, davon 20'000 Tiere in Indien, je 4000 Tiere in Burma und Sri Lanka, in europäischen Zoos: 84 Bullen und 214 Weibchen in 72 Zoos (Stand 2015)
Im Zoo Zürich seit 1929 beim damaligen Hauptgebäude (heute Pinguinanlage), ab 1971 bis 2014 in einem Elefantenhaus mit Aussenanlage (heute Mongolische Steppe), ab 2014 im Kaeng Krachan Elefantenpark, insgesamt 9 Jungtiere, international koordinierte Zucht (EEP)

Verbreitung

Verbreitungskarte Asiatischer Elefant

Futtermenge pro Tag

  • 15 kg Heu
  • 5 kg Stroh
  • 6 kg Elefantenwürfel
  • 6 kg Gemüse und Früchte (Karotten, Randen oder Futterrüben, Blumenkohl, Sellerie, Fenchel, Lauch, Äpfel)
  • Futteräste zum Knabbern

Unser engagement für wilde Elefanten

Unsere Ausstellung zum Thema

Asiatischer Elefant (Youtube Playlist)

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Paten

CEYLA-HIMALI in memoriam R. + R. Schlageter, Zollikon
CHANDRA Lüscher Gartenbau-Baumschulen AG, Zürich
FARHA Schlageter-Hofmann Stiftung
INDI H. Bär-Wolff-Limper, Zürich
OMYSHA R. + M. Hollinger
OMYSHA Eduard Truninger AG, Zürich
RUWANI Preisig AG, Zürich
THAI M. Wirth-Wolff, Zürich
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