Riesenschildkröten auf kleinen Inseln?
Die Frage, wieso es ausgerechnet auf dem kleinen Galapagosarchipel und den Seychellen im Indischen Ozean die grössten Landschildkröten der Erde gibt, ist nicht geklärt.
Einerseits gibt es die Vermutung, dass die Besiedlung durch kleinere Schildkrötenarten vom umliegenden Festland (Afrika, Südamerika) ausging. Die Tiere könnten auf Treibgut wie schwimmenden Baumwurzeln auf verschiedene kleine Inseln angeschwemmt worden sein. Im Verlaufe der Evolution haben sie sich dort zu Riesenformen entwickelt. Für diese Theorie spricht, dass die Köhlerschildkröten Südamerikas mit den Riesenschildkröten auf den Galapagosinseln eng verwandt sind.
Eine andere Ansicht ist, dass es sich bei den Aldabra- und Galapagos-Riesenschildkröten um die letzten Überlebenden einer einst weltumspannenden Artengruppe handelt. Die heutigen Riesenschildkröten wären in dieser Theorie nur Zwergformen einer Schildkrötengruppe mit einst gigantisch grossen Tieren.