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Das grosse Fressen

Inhalt der Ausstellung «Das grosse Fressen» ist die Geschichte des Fressens als Lebensgrundlage und wie der Mensch in die natürlichen Kreisläufe eingreift. Dazu gehört auch das Thema der Meeresverschmutzung durch Abfall und Mikroplastik und die massiven Probleme, die dadurch für den Lebensraum und seine Bewohner entstehen. Zur Ausstellung gehören eine inszenierte Meeresküste voller Abfall, ein interaktives Aqualabor und ein Kleinkino.

Plastikmüll ist zu einem immensen Problem für die Meere geworden. In der Antarktis – weitab der Zivilisation – entdeckten Meeresforscher, dass 80 Prozent der aufgefundenen Seevögel Plastikmüll in ihren Mägen haben. Wie ist das möglich? Seevögel wie Albatrosse fressen Tintenfische, Fische, Krill und Aas – das eben, was an der Meeresoberfläche schwimmt. Für die Seevögel ist grundsätzlich alles fressbar und so haben sie nie gelernt, schädliche Objekte zu vermeiden. Deshalb landet nun auch der Müll in ihren Mägen. Spitzige Kunststoffteile führen dabei zu inneren Verletzungen. Kleinere Teile füllen den Magen und verbleiben dort. Die Tiere fühlen sich gesättigt und verhungern bei vollem Magen.

Im Meer treiben inzwischen riesige Müllwirbel. Es gibt kaum noch eine Region, die von der gigantischen Umweltverschmutzung nicht betroffen wäre. Die Schuldigen, glaubt man, seien rasch gefunden: Die armen Länder des Südens, die keine ordentliche Müllabfuhr haben, oder Frachtschiffe, die den Müll achtlos im Meer entsorgen. Kaum jemand kommt auf den Gedanken, dass auch ein Binnenland wie die Schweiz massgeblich für das Problem mitverantwortlich ist. Doch das sind wir.

Zum einen tragen auch unsere Flüsse Abfall ins Meer – der Rhein etwa ist der am stärksten mit Plastik und Mikroplastik verschmutzte Fluss der Welt. Und zum anderen findet eben auch ordnungsgemäss Entsorgtes seinen Weg ins Meer.

Mikroplastik besteht aus kleinsten Partikeln, die zum Beispiel Kosmetika beigemischt werden. Kläranlagen sind nicht in der Lage, diese Partikel vollumfänglich abzufangen. Sie gelangen so ungehindert in Flüsse und schliesslich ins Meer. Der grobe Müll im Meer zersetzt sich durch Alterung, Wind und Sonne ebenfalls in immer kleinere Partikel. Haben die Partikel die Grösse von Plankton erreicht, fressen Fische, aber auch Muscheln und andere Wirbellose, den Mikroplastik. Darin enthaltene Giftstoffe lösen sich auf und reichern sich in den Geweben der Tiere an. Früher oder später landen diese Meerestiere auf unseren Tellern. Mit gesundheitlichen Folgen auch für die Menschheit.

Im Aqualabor zeigen Zoomitarbeiter und Mitglieder des Freiwilligenteams FTZ den Besuchern spannende Hintergründe zum grossen Fressen auf. Dazu stehen viele Anschauungsobjekte bereit. Unter dem Binokular werden Kleinstlebewesen wie Zooplankton, Kleinkrebse und andere Wassertierchen sichtbar, die am Beginn der Nahrungskette stehen. Anhand von Schädeln und Gebissen können die Besucher grössere Unterwasserjäger vergleichen. Zudem thematisiert auch das Aqualabor die Problematik des Plastikmülls und der Überfischung.

Aqualabor im Aquarium des Zoo Zürich.
Interaktives Aqualabor im Aquarium des Zoo Zürich.

Im Kleinkino im Aquarium laufen vier Kurzfilme: der ARD-Dokumentarfilm «Müllkippe Nordsee» aus Helgoland, ein Animationsfilm zum Thema Mikroplastik, ein Animationsfilm zum Thema Überfischung und ein Film zum Naturschutzprojekt ART des Zoo Zürich. Dazwischen gibt es kurze humoristische Werbespots zum Thema Abfallsünder.

Kleinkino im Aquarium des Zoo Zürich.
Das Kleinkino im Aquarium des Zoo Zürich.
Humboldtpinguine im Zoo Zürich
Icon Tierfütterung im Zoo Zürich

Tierfütterung

Pinguin

Heute
10:30 Uhr
Pinguinanlage
Humboldtpinguine im Zoo Zürich
Icon Tierfütterung im Zoo Zürich

Tierfütterung

Pinguin

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10:30 Uhr
Pinguinanlage
Pinguinparade im Zoo Zürich
Icon Pinguinparade im Zoo Zürich

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