Sumatra-Orang-Utan (Pongo abelii) im Gunung-Leuser-Nationalpark auf Sumatra.

Naturschutzprojekt vor Ort

Sumatra

Der Weg zurück in die Wildnis ist lang für die geretteten Orang-Utans auf Sumatra. Aber er lohnt sich.

In unserem Naturschutzprojekt auf Sumatra konzentrieren wir uns darauf, verwaiste und verletzte Orang-Utans gesundzupflegen und wo möglich wieder in die Natur zu entlassen. Ziel ist es, zwei selbsterhaltende Populationen zu schaffen, die zum Erhalt der bedrohten Art beitragen. Forschungsarbeiten und Öffentlichkeitsarbeit helfen dabei, den Lebensraum der Orang-Utans – die Regenwälder – auf Sumatra zu erhalten.

Unsere Menschen vor Ort

  • Citrakasasih «Citra», Leiterin der Division Ex-situ-Artenschutz beim Sumatran Orangutan Conservation Program SOCP und Naturschutzbotschafterin des Zoo Zürich.

    Citrakasih Nente

    Leiterin im Naturschutzprojekt Sumatra

  • Rosa, Tierärztin beim Sumatran Orangutan Conservation Program SOCP und Naturschutzbotschafterin des Zoo Zürich.

    Rosa Yaneswara

    Tierärztin im Naturschutzprojekt Sumatra

Unser Engagement auf Sumatra ist eine Partnerschaft mit der Stiftung PanEco und lokalen Partnern.

Helfen Sie mit

Werden Sie Teil unseres Sumatra-Naturschutzprojekts. Wir versprechen, dass jeder Spendenfranken vollumfänglich in das Projekt fliesst.

Opfer der Palmölindustrie

Eigentlich ist es in Indonesien verboten, Orang-Utans als Haustiere zu halten. Trotzdem passiert das oft.

Grosse Palmöl-Firmen verbrennen riesige Regenwaldflächen. Auf einem einzelnen verbliebenen Baum überlebt dabei manchmal eine Orang-Utan-Mutter mit ihrem Jungtier. Die Arbeiter töten die Mutter und nehmen das Junge mit, das so als illegales Haustier endet.

Die Palmölindustrie ist hier der grösste Treiber für die Verluste an Tieren und Lebensräumen. Geschätzt gibt es noch etwa 14'000 wildlebende Orang-Utans. Die Weltnaturschutzunion IUCN listet die Art als vom Aussterben bedroht.

  • Sumatra-Orang-Utan (Pongo pygmaeus abeli) Wenda in Jantho, Naturschutzprojekt Paneco.
    Lebensraumschutz
    20.09.2026

    Der lange Weg zurück

Unser Wirken auf Sumatra

Video: Zoo Zürich, naturemovie.ch

Projekt-Fakten

  • 2007

    haben wir unser Engagement auf Sumatra gestartet.

  • 1.53Mio.

    CHF direkte Beiträge haben wir bisher für das Projekt ermöglicht.

  • Vier Pfeiler

    • Auffang- & Pflegestation

    • Auswilderungsstation

    • Forschung & Entwicklung

    • Lobbying & Politik

    Pflegestation Batu Mbelin

    In der Auffang- und Pflegestation in Batu Mbelin kümmert sich ein erfahrenes Team um die konfiszierten Orang-Utans. Die oft nur wenige Monate alten Tiere leiden an Fehlernährung und Krankheiten. In einem ersten Schritt versorgt das Team die geretteten Orang-Utans medizinisch und betreut sie, wenn nötig, rund um die Uhr.

    Junger Orang-Utan in der Auffang- und Pflegestation Batu Mbelin auf Sumatra.

    Das Team der Auffang- und Pflegestation hat bereits über 380 Tiere zum Teil aufwendig gepflegt. Bild: Stiftung Paneco, Maxime Aliaga

    In einer nächsten Phase bereiten wir die Pfleglinge auf ein eigenständiges Leben in der Wildnis vor. Das Regenwaldwissen erlangen die Jungtiere normalerweise von ihren Müttern in den ersten sieben Lebensjahren. Je nach Tier dauert die Vorbereitungsphase vor der Auswilderung auch in Batu Mbelin mehrere Jahre.

    Junger Orang-Utan auf Sumatra.

    Zum Überleben im Regenwald gehört es auch, die Belastbarkeit eines Astes richtig einzuschätzen. Bild: Zoo Zürich, Claudia Rudolf von Rohr

    Das Pflegeteam übt mit den Orang-Utans das Klettern in der Regenwaldschule und führt sie an gleichaltrige Artgenossen heran. So können die Tiere gegenseitig voneinander lernen. Die Orang-Utans üben auch, ihr Nest für die Nacht zu bauen, geeignetes Futter zu suchen und dieses zu bearbeiten.

    Auswilderungsstation Jantho

    Ist ein Orang-Utan bereit für die Rückkehr in die Wildnis, reist er ins 800 Kilometer entfernte Jantho. Hier ist es Ziel unseres Projektes – wie auch in einer zweiten Region im Süden – mit mindestens 250 Tieren eine neue Orang-Utan-Population aufzubauen, die sich selbst erhalten kann. Bisher haben schon über 120 Tiere in Jantho Fuss gefasst.

    Wilde Orang-Utans auf Sumatra.

    Marconi und Masen sind ein Zeichen der Hoffnung für die neue Orang-Utan-Population. Bild: Stiftung Paneco, Maxime Aliaga

    Ein besonderer Freudenmoment ereignete sich 2017: Sieben Jahre nach den ersten Auswilderungen in Jantho konnten wir erstmals Nachwuchs beobachten. Die zwei Jungtiere, ein Männchen und ein Weibchen, erhielten die Namen Masen und Mameh – die erste Generation Nachwuchs von wiederausgewilderten Eltern.

    Video: Zoo Zürich

    Forschung und Entwicklung

    Unser Engagement endet aber nicht damit, dass die Tiere ausgewildert und sich selbst überlassen werden. Besonders in den ersten Monaten beobachtet ein Forschungsteam das Verhalten der Orang-Utans sorgfältig. Das so genannte Post Release Monitoring Team, deren Ausbildung und Löhne wir finanzieren, folgt den neu entlassenen Tieren und dokumentiert das Verhalten über den ganzen Tag hinweg.

    Forschungsarbeit im Regenwald auf Sumatra.

    Forschungsassistent*innen dokumentieren den Zustand der Tiere und des Lebensraumes. Bild: Stiftung Paneco

    Lobbying und Politik

    Auch gegen die Abholzung der Lebensräume der Orang-Utans und anderer bedrohter Tierarten kämpfen wir. Jährlich gehen in Indonesien Regenwaldflächen so gross wie ein Viertel der Schweiz verloren. 80% aller Regenwälder auf Sumatra hat der Mensch in den letzten 30 Jahren schon zerstört.

    Wir konzentrieren uns in diesem Projekt auf die Umgebung des Gunung Leuser Nationalparks. Diese Region wird auch als Leuser-Ökosystem bezeichnet. Die Wälder sind nicht nur Lebensraum der Orang-Utans. Sie erbringen auch enorm wichtige Ökosystemdienstleistungen für die lokale Bevölkerung wie Schutz vor Sturmfluten, Erosion und Überschwemmungen und sichern sauberes Trinkwasser.

    Besonders schützenswert sind die letzten zusammenhängenden Sumpfregenwälder an der Küste von Aceh im Norden Sumatras. Diese Torfsumpfwälder weisen weltweit die grösste Dichte an Orang-Utans auf.

    Unter anderem in diesem Gebiet rodete eine grosse Palmölfirma illegal Land. Paneco und ihre Partner haben erreicht, dass die Firma angeklagt wurde und dass das Urteil unter dem Druck der internationalen Öffentlichkeit auch rechtskräftig vollzogen wurde. Die Busse wegen illegaler Brandrodung beläuft sich auf 26 Millionen US-Dollar und wird für die Wiederaufforstung eingesetzt.

    Bild einer illegalen Brandrodung für Palmöl in Indonesien. Foto: Stiftung Paneco, Carsten Stormer

    Illegale Brandrodungen für Palmöl sind in Indonesien leider alltäglich. Bild: Stiftung Paneco, Carsten Stormer

    • Bildung
    • Forschung
    • Artenschutz
    • Blick aus der Luft auf einen Teil des Nouabalé-Ndoki-Nationalparks (NNNP) im Kongo.LebensräumeWir schützen Natur – lokal und global

    Ihre Spende für das Naturschutzprojekt Sumatra

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    Oft gestellte Fragen zum Spenden

    Weitere Fragen & Antworten
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