Aufnahme aus dem Masoala Nationalpark auf Madagaskar; Naturschutzprojekt Masoala des Zoo Zürich.

Naturschutzprojekt vor Ort

Masoala

Über eine Million Setzlinge haben wir in den letzten zehn Jahren in der Masoala-Region auf Madagaskar gepflanzt, um zerstörte Regenwaldflächen wiederherzustellen.

Über 5000 Kindern und Jugendlichen konnten wir Zugang zu Bildungsangeboten ermöglichen. Wir haben den Bio-Anbau von Kakao als lukrative und nachhaltige Alternative zu Brandrodungen etabliert. Und wir machen weiter.

Unsere Menschen vor Ort

  • Hasina Rabe, Biodiversitätsmanager im Naturschutzprojekt Masoala und Naturschutzbotschafter des Zoo Zürich.

    Hasina Rabe

    Biodiversitätsmanager im Naturschutzprojekt Masoala

  • Najoroniaina Raharimalala, Leiterin Umweltbildung bei WCS Madagascar.

    Najoroniaina Raharimalala

    Leiterin Umweltbildung im Naturschutzprojekt Masoala

  • Jelovien Randriamanantena, Primatologe im Naturschutzprojekt Masoala des Zoo Zürich.

    Jelovien Randriamanantena

    Primataloge im Naturschutzprojekt Masoala

  • Manjary Andriatstohaina, Naturschutz-Koordinator der WCS Madagascar.

    Manjary Andriatstohaina

    Naturschutzkoordinator im Naturschutzprojekt Masoala

Gemeinsam für unsere Lebensgrundlage

Wir wollen die Biodiversität Madagaskars langfristig erhalten – zusammen mit der Lokalbevölkerung und zusammen mit Ihnen. Denn ein intaktes Ökosystem ist der Schlüssel für sauberes Wasser und fruchtbare Böden – und damit die Lebensgrundlage von uns allen.

Helfen Sie mit!

Werden Sie Teil unseres Masoala-Naturschutzprojekts. Wir versprechen, dass jeder Spendenfranken vollumfänglich in das Projekt fliesst.

Einzigartiges Ökosystem

Die Masoala-Halbinsel gehört zu den artenreichsten Lebensräumen der Welt. Forscher*innen entdecken dort immer wieder neue Pflanzen- und Tierarten.

Der Masoala Nationalpark ist ungefähr so gross wie die Kantone Zürich und Glarus zusammen. Er ist das grösste Schutzgebiet Madagaskars und gehört als Teil der «Regenwälder von Atsinanana» zum Unesco-Weltnaturerbe. Viele Pflanzen- und Tierarten gibt es nur dort, zum Beispiel den Roten Vari.

Roter Vari (Varecia rubra) im Makira-Naturpark auf Madagaskar.

Der Rote Vari kommt in der Natur nur im Masoala Nationalpark vor. Bild: Zoo Zürich, Martin Bauert

Unter Druck

Rund 90% des Regenwalds auf Madagaskar ist abgeholzt. Die letzten noch verbliebenen Gebiete stehen unter starkem Druck. Die Lokalbevölkerung ist verarmt und wächst schnell. Mit Brandrodungen («Tavy») gewinnen die Menschen Ackerland – allerdings nur für kurze Zeit. Die Erosion trägt den fruchtbaren Boden schnell ab. Zurück bleiben unwirtschaftliche Steppen. Weitere Bedrohungen sind der illegale Holzhandel und die unkontrollierte Jagd auf Wildtiere.

Landwirtschaftsflächen aus Brandrodung sind nur kurz von Nutzen. Der Boden erodiert und verliert rasch seine Fruchtbarkeit. Bild: Zoo Zürich, Martin Bauert

Projekt-Fakten

  • 1995

    haben wir unser Engagement in Masoala gestartet.

  • 9.3Mio.

    CHF direkte Beiträge haben wir bisher für das Projekt ermöglicht.

  • 43'000

    Menschen haben bisher von diesem Projekt profitiert.

  • Unser Wirken in Masoala

    Das Naturschutzprojekt Masoala ist unser langjährigstes Engagement vor Ort für die Natur. Seit 1995 engagieren wir uns auf Madagaskar für die Erhaltung des Regenwalds auf der Masoala-Halbinsel.

    Jährlich steuern wir mindestens 125'000 US-Dollars an die Betriebskosten und den Nachhaltigkeitsfonds des Masoala Nationalparks bei. Zusätzlich unterstützen wir in den umliegenden Gemeinden Projekte zur Regenwalderhaltung und -aufforstung, für nachhaltige Landwirtschaft, Wasserversorgung und Hygiene sowie zur Schulbildung von Kindern. Die Lokalbevölkerung erhält damit wirtschaftliche Alternativen zur Brandrodung des Regenwalds.

    Unser Engagement in Masoala ist eine Kooperation mit dem Masoala Nationalpark und der Wildlife Conservation Society WCS.

    Video: Zoo Zürich, naturemovie.ch

    Zwei Orte, ein Ziel

    Masoala Regenwald im Zoo entdecken

    Erleben Sie die Tiere und Pflanzen des madagassischen Regenwalds bei uns im Zoo – denn unser Masoala Regenwald und das Naturschutzprojekt Masoala gehören zusammen.

    Blick in den Masoala Regenwald im Zoo Zürich.
    • Regenwald auf der Masoala-Halbinsel in Madagaskar.
      Lebensraumschutz
      20.09.2026

      Eine Million Bäume aufgeforstet

    Einblicke

    Baumschule zur Aufforstung im Korridor Region Ambatolaidama und Ilampy auf Madagaskar.

    Baumschulen produzieren über 50'000 Setzlinge pro Jahr für Wiederaufforstungen. Bild: Zoo Zürich, Martin Bauert

    Wald-Wiederaufforstung

    Wir haben zahlreiche Baumschulen aufgebaut. Sie produzieren jährlich über 50'000 Baumsetzlinge. Diese nutzen wir zur Aufforstung von Waldkorridoren. Die Korridore verbinden Schutzgebiete miteinander und sind unerlässlich für genetisch gesunde Wildtierpopulationen. Wir unterstützen zudem die Pflanzen-Samenbank des «Silo National des Graines Forestières».

    Kakao-Fermentationszentrum in der Landwirtschaftskooperative «Koperativan'ny Mpamboly Ambanivolo Voloina». Hier lernen Bauern, wie man Kakao anbaut und verarbeitet.

    Kakao-Fermentationszentrum in der Landwirtschaftskooperative «Koperativan'ny Mpamboly Ambanivolo Voloina». Bild: Zoo Zürich, Martin Bauert

    Kakaoproduktion

    Ein wichtiges Projekt im Bereich der nachhaltigen Landwirtschaft ist die Kakaoproduktion in der Pufferzone des Masoala Nationalparks. Der Anbau von Kakao schont Regenwald und Böden, weil Kakao den Schatten der Bäume braucht – ohne Bäume kein Kakao. Der Lokalbevölkerung eröffnet die Kakaoproduktion damit eine wirtschaftliche Alternative zur Brandrodung des Regenwalds. So geht die Verantwortung für den Wald an die Menschen zurück.

    Wasserkanal für den Reisanbau in der Region Masoala.

    Wasserkanäle sorgen für eine effiziente Bewässerung der Reisfelder. Bild: Zoo Zürich, Martin Bauert

    Nassreisanbau

    Ein anderes wichtiges Projekt im Bereich der Nachhaltigen Landwirtschaft ist die Verbesserung der Erträge im Nassreisanbau. Durch die Einführung des «Système Riziculture Intensivé» SRI ernten die Farmer*innen bis zu siebenmal mehr Reis pro Hektare – ohne Einsatz von Kunstdünger und Pestiziden. Weiter ermöglichen wir kleine Wasserbauprojekte. Sie sorgen für die Bewässerung von über 400 Hektar Ackerland.

    Kinder im MaMaBay Conservation Education Center in Maroantsetra.

    Über 250 Kinder sind Mitglied in den Naturschutzklubs des «MaMaBay Conservation Education Centre». Bild: Zoo Zürich, Martin Bauert

    Bildung

    Ein Meilenstein in unserem Engagement in Masoala war die Eröffnung des «MaMaBay Environmental Campus» in Maroansetra. Der Campus umfasst ein Informationszentrum zum Masoala Nationalpark und zum Makira Naturpark, ein offenes Klassenzimmer für die lokalen Schulen sowie einen Ökoshop für lokale Handwerksprodukte. Der Campus ist zudem das Eintrittstor in den Nationalpark. Neben dem MaMaBay Environmental Campus haben wir weitere Schulhäuser auf der Masoala-Halbinsel mitfinanziert.

    Ein gefällter Rosenholzbaum (Dalbergia sp.) im Masoala Nationalpark.

    Gefällter Rosenholzbaum (Dalbergia sp.) im Masoala Nationalpark. Bild: Zoo Zürich, Martin Bauert

    Illegaler Holzhandel

    Es ist eine richtige Räubergeschichte: illegal geschlagenes Edelholz auf Madagaskar, ein Gitarrenbauer in den USA und mittendrin der Zoo Zürich ...

    2009 hatte der illegale Handel mit Tropenhölzern auf der Masoala-Halbinsel dramatisch zugenommen. Bis 2011 geriet er ausser Kontrolle. Wir halfen in dieser Zeit massgeblich mit, einen konkreten Fall aufzudecken. In der Folge wurden europäische und amerikanische Firmen zur Rechenschaft gezogen. Zudem entstand daraus ein DNA-Test, der es erlaubt, die Herkunft von Tropenhölzern zu bestimmen und so illegales von legalem Holz zu unterscheiden.

    Bericht «Dschungelblues» im NZZ Folio Nr. 277

    Weisskopfmaki (Eulemur albifrons) im Masoala Nationalpark.

    Weisskopfmaki (Eulemur albifrons) im Masoala Nationalpark. Bild: Zoo Zürich, Martin Bauert

    Internationaler Zusammenschluss

    Wir unterstützen seit vielen Jahren die «Madagascar Fauna and Flora Group». Die Gruppe ist ein internationaler Zusammenschluss von Zoos und Forschungseinrichtungen. Sie betreibt in Ivoloina einen kleinen Zoo mit konfiszierten Tieren, eine Forst- und Landwirtschaftsstation sowie Edukationsprojekte für Primarschulkinder, junge Frauen und Behörden. Der Unicef hat dieses umfassende Konzept der Umwelterziehung ausgezeichnet und als Modell für weitere Regionen Madagaskars übernommen.

    • Bildung
    • Forschung
    • Artenschutz
    • Blick aus der Luft auf einen Teil des Nouabalé-Ndoki-Nationalparks (NNNP) im Kongo.LebensräumeWir schützen Natur – lokal und global

    Ihre Spende für das Naturschutzprojekt Masoala

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