Spitzmaulnashorn im Lewa Wildlife Conservancy in Kenia.

Naturschutzprojekt vor Ort

Lewa

Wir sorgen dafür, dass Schutzpatrouillen und Ranger im Lewa-Reservat in Kenia gerüstet sind, der Wilderei die Stirn zu bieten.

Wir helfen mit, Schulen zu vergrössern und zu modernisieren – sieben neue Schulzimmer haben wir allein im letzten Jahr ermöglicht. Wir unterstützen die lokale Gesundheitsversorgung und fördern Projekte für nachhaltige Landwirtschaft. Denn nur gemeinsam können wir Kenias Wildtiere erhalten.

Unsere Menschen vor Ort

  • Purity Kinoti, Leiterin Bildung im Lewa Wildlife Conservancy in Kenia.

    Purity Kinoti

    Leiterin Bildung im Naturschutzprojekt Lewa

  • Naturschutzbotschafter Joseph Piroris

    Joseph Piroris

    Leiter Hundestaffel im Naturschutzprojekt Lewa

  • Naturschutzbotschafter Lawrence Riungu

    Lawrence Riungu

    Programmleiter Gemeinschaftsentwicklung im Naturschutzprojekt Lewa

Gemeinsam für Wildtiere

Wilderei und Lebensraumverlust bedrohen Afrikas Nashörner und Elefanten. Vor allem die illegale Jagd auf Horn und Elfenbein gefährden die Bestände der Tiere. Wir geben Gegensteuer – mit Erfolg.

Helfen Sie mit

Werden Sie Teil unseres Lewa-Naturschutzprojekts. Wir versprechen, dass jeder Spendenfranken vollumfänglich in das Projekt fliesst.

Von 400 auf 800

Gemäss der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN ist das Spitzmaulnashorn vom Aussterben bedroht. In den 1990-er Jahren zählte man in ganz Afrika nur noch etwa 2500 Tiere – 400 davon in Kenia.

Inzwischen erholt sich der Bestand langsam, dank intensiver Schutzbemühungen und Populationsmanagement.

Heute leben in Kenia wieder rund 800 Spitzmaulnashörnern. Hinzu kommen über 600 Breitmaulnashörner. Rund 15 % der Tiere sind in Lewa beheimatet. Sie und alle anderen Wildtiere benötigen weiterhin intensiven Schutz.

Spitzmaulnashörner im Lewa Wildlife Conservancy in Kenia.

Dank intensiver Schutzmassnahmen steigt die Anzahl der Spitzmaulnashörner im Lewa Wildlife Conservancy. Bild: Lewa Wildlife Conservancy, Sam Taylor

Projekt-Fakten

  • 1998

    haben wir unser Engagement in Kenia gestartet.

  • 6.13Mio.

    CHF direkte Beiträge haben wir bisher für das Projekt ermöglicht.

  • 64'000

    Menschen haben bisher von diesem Projekt profitiert.

  • Unser Wirken in Lewa

    Unser Naturschutzprojekt Lewa ist eine langjährige Partnerschaft mit dem Lewa Wildlife Conservancy. Seit bald dreissig Jahren engagieren wir uns Hand in Hand für den Schutz bedrohter Wildtiere. Das Reservat am Fusse des Mount Kenya zählt zum Unesco-Weltnaturerbe.

    Im Lewa Wildlife Conservancy sind bedrohte Tierarten wie Spitz- und Breitmaulnashörner, Grevyzebras und Elefanten zu Hause. Der Schlüssel zu ihrem Schutz sind gut ausgebildetes Personal, starke Partnerschaften in der Region und die Zusammenarbeit mit der Lokalbevölkerung.

    Video: Zoo Zürich, naturemovie.ch

    Zwei Orte, ein Ziel

    Lewa Savanne im Zoo entdecken

    Erleben Sie die Tiere der kenianischen Savanne bei uns im Zoo – denn unsere Lewa Savanne und das Naturschutzprojekt Lewa gehören zusammen.

    Netzgiraffe (Giraffa reticulata) in der Lewa Savanne des Zoo Zürich.
    • Regenwald auf der Masoala-Halbinsel in Madagaskar.
      Lebensraumschutz
      20.09.2026

      Eine Million Bäume aufgeforstet

    Einblicke

    Helikopter der Anti-Wilderei-Einheit im Lewa Wildlife Conservancy in Kenia.

    Um Nashörner vor der Wilderei zu schützen, braucht es modernste Infrastruktur; etwa ein Helikopter, der auch nachts fliegen kann. Bild: Zoo Zürich, Martin Bauert

    Wilderei bekämpfen

    Wir stellen Ausrüstung und Löhne für verschiedene Teams bereit, die Hand in Hand die Wilderei bekämpfen. Den unmittelbaren Schutz der Tiere gewähren Sicherheitseinheiten. Die Mitglieder des Anti-Wilderer-Teams haben volle Polizeifunktion und sind von der kenianischen Regierung beauftragt. Sie patrouillieren im Reservat, werden aber auch zur Aufklärung von Viehdiebstählen und Einbrüchen ausserhalb der Reservatgrenzen gerufen. In den vergangenen Jahren haben die Anti-Wilderer-Teams die Sicherheit in den umliegenden Gemeinden erheblich verbessert.

    Spürhund der Antiwilderei-Einheit im Lewa Wildlife Conservancy in Kenia.

    Die «Tracker Dogs» mit ihren hervorragenden Nasen leisten wertvolle Arbeit bei der Bekämpfung der Wilderei. Bild: Zoo Zürich, Martin Bauert

    Hunde für Wildtiere

    Auch Tiere helfen mit, die Wilderei zu bekämpfen. In Lewa sind Spürhunde, sogenannte Tracker Dogs, Teil der bewaffneten Anti-Wilderer-Einheit. Die Hunde können Spuren von Wilderern und Viehdieben über grosse Distanzen verfolgen, und das auch noch nach langer Zeit. Deshalb kommen die Hunde auch bei der Beweisführung vor Gericht zum Einsatz. Wir helfen mit, die Hunde, die Ausbildung der Hundeführer und das Einsatzfahrzeug zu finanzieren.

    Tierarzt Matthew Mutinda verarztet im Lewa Wildlife Conservancy in Kenia ein Grevyzebra.

    Der Lewa-Tierarzt versorgt die Wildtiere vor Ort medizinisch (im Bild ein Grevyzebra-Fohlen). Bild: Zoo Zürich, Martin Bauert

    Forschen und heilen

    Forscherteams durchstreifen das Lewa Wildlife Conservancy und erfassen Daten. Sie beobachten die Tiere, dokumentieren den Gesundheitszustand, die sozialen Zusammensetzungen der Herden und schaffen einen Überblick über die Entwicklung der Populationen.

    Besondere Aufmerksamkeit gilt den Nashörnern und Grevyzebras. Gerade bei bedrohten Tierarten zählt das Überleben jedes einzelnen Wildtieres. Veterinär*innen, die verletzte Tiere vor Ort versorgen, sind deshalb eine weitere wichtige Stütze im Naturschutz.

    Eine Unterführung schleust wilde Elefanten auf ihrer Wanderung zwischen Mount-Kenya-Nationalpark und Lewa Wildlife Conservancy sicher unter der Nationalstrasse durch.

    Eine Unterführung sorgt dafür, dass Wildtiere sicher von der einen Seite der Nationalstrasse auf die andere kommen. Bild: Lewa Wildlife Conservancy

    Konflikte mindern

    Die Menschen dringen immer tiefer in die Lebensräume der Wildtiere vor. Das führt zu Problemen; etwa, wenn Elefanten auf ihren Wanderrouten Felder von Bauern zerstören. Einen solchen Konflikt konnten wir an Lewas Südgrenze entschärfen. Dort stellt der «Elefanten-Korridor», ein 15 Kilometer langer eingezäunter Geländestreifen entlang eines Bachlaufs, die historische Wanderroute der Wildtiere zwischen dem Mount Kenya National Park und Lewa wieder her. Der Korridor ermöglicht nicht nur ein friedliches Nebeneinander von Mensch und Tier, er sichert auch den wichtigen genetischen Austausch zwischen den zusehends isolierten Herden.

    Nashornumsiedlung im Lewa Wildlife Conservancy in Lewa.

    Die Spitzmaulnashörner gedeihen in Lewa so gut, dass ein Teil von ihnen in andere Reservate umgesiedelt werden kann. Bild: Lewa Wildlife Conservancy

    Nashörner umsiedeln

    Seit 2015 sind die Zäune zwischen Lewa und dem angrenzenden Borana Conservancy für Nashörner und andere Wildtiere geöffnet. Auf dem vereinten Land leben heute über 200 Nashörner. Die Tiere vermehren sich so gut, dass schon über 50 Tiere in die Reservate von Ol Pejeta und Sera sowie in den Meru Nationalpark umgesiedelt werden konnten. Ein weiteres Reservat entsteht in der Nachbarsgemeinde Il Ngwesi.

    Die Umsiedlungen ermöglichen den bedrohten Nashörnern genügend grosse Territorien und Futterplätze, ohne dass sich die Tiere gegenseitig konkurrenzieren.

    Kinder im Umweltbildungszentrum des Lewa Wildlife Conservancy in Kenia.

    Über 5000 Kinder und Erwachsene besuchen jährlich Lewas Umweltbildungszentrum. Bild: Zoo Zürich, Isabelle Steiner

    Mit den Menschen

    Die Zusammenarbeit mit der Lokalbevölkerung und die gemeinsam gelebte Kultur für ein Miteinander von Mensch und Tier sind der Schlüssel zum Erfolg von Lewa. Schulen und Kliniken sowie ein Umweltbildungszentrum für Kinder und Erwachsene sind integraler Bestandteil unseres Engagements. Zudem fördern wir Projekte zur Verbesserung der nachhaltigen Landwirtschaft, zum Beispiel effiziente Bewässerungssysteme.

    Eine wichtige Einnahmequelle für das Reservat ist der Tourismus. Er hat in und um Lewa zahlreiche Arbeitsplätze und Erwerbsmöglichkeiten geschaffen. Mit all seinen Einrichtungen ist Lewa heute einer der grössten Arbeitgeber im Norden Kenias.

    • Bildung
    • Forschung
    • Artenschutz
    • Blick aus der Luft auf einen Teil des Nouabalé-Ndoki-Nationalparks (NNNP) im Kongo.LebensräumeWir schützen Natur – lokal und global

    Ihre Spende für das Naturschutzprojekt Lewa

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