Edward Ndiritu
- Projekt: Lewa
- Funktion: Leiter der Anti-Wilderei-Einheit
Edward leitet seit 2012 die Anti-Wilderei-Einheit des Lewa Wildlife Conservancy und Northern Rangelands Trusts. Er ist damit zuständig für die strategische Entwicklung der bewaffneten Wildschutzteams und für all deren Einsätze. Edward ist ein Lewa-«Urgestein»: Er startete 1997 als Ranger im Schutzgebiet und hat seither immer für Lewa gearbeitet.
Video: Lewa Wildlife Conservancy/Zoo Zürich, Nicole Schnyder
Drei Fragen an Edward
Deine Motivation für das Naturschutzprojekt Lewa?
Meine grösste Motivation ist jede Nashorngeburt – vor meinem inneren Auge sehe ich dann, wie die Anzahl dieser bedrohten Tiere wieder ansteigt. In den frühen 1970-er Jahren gab es über 20'000 Nashörner in Kenia – 2013 waren es nur noch etwa 700. Inzwischen sind es wieder über 1600 Tiere.
Ein unvergesslicher Moment in deinem Projekt?
Als ich 2012 zum Leiter der Anti-Wilderei-Einheit befördert wurde. Zu diesem Zeitpunkt gab es sehr viele Fälle von Wilderei; die ganze Einheit war frustriert und zermürbt. Ich befürchtete, dass es sehr viel Zeit brauchen würde, bis das Team mir vertrauen würde. Ich war ja nur ein Nachwuchsoffizier. Aber das Vertrauen kam sehr schnell und gemeinsam haben wir uns zu einem starken Team formiert, das der Wilderei erfolgreich die Stirn bietet.
Dein grösster Wunsch für dein Projekt?
Dass wir motivierte, gut ausgebildete und gut ausgerüstete Ranger haben. Denn die Menschen sind das Herz im Natur- und Artenschutz.
«Die Menschen sind der Schlüssel für eine funktionierenden Natur- und Artenschutz»