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Lewa Savanne

Unterhalb des Kaeng Krachan Elefantenparks, durch eine Geländestufe etwas abgesetzt, entsteht eine mehrere Hektar grosse Savannenlandschaft. Schirmartige Bäume und kleinere Buschgruppen prägen das Landschaftsbild. Die tierischen Hauptakteure werden Breitmaulnashorn, Giraffe und Grevyzebra sein.

Visualisierung Lewa Savanne im Zoo Zürich.
Afrika! Assoziationen werden wach: Wildnis, artenreiche Lebensgemeinschaften, weite Landschaften, Elefanten, Giraffen, Nashörner, Sonnenuntergänge. Ein Hauch dieser Atmosphäre soll mit der Lewa Savanne auch im Zoo Zürich spür- und erlebbar werden.

Der Anlage steht das Lewa Wildlife Conservancy Pate, ein Schutzgebiet in Kenia mit einer Fläche von 251 Quadratkilometern, am nördlichen Fuss des über 5000 Meter hohen Mount Kenya gelegen, und seit 2013 UNESCO-Weltnaturerbe.

Einer Geländekante entlang streifend, erhält der Besucherverschiedene Einblicke in die Lewa Savanne.

Charismatische Savannentiere

Nach rund sechzig Jahren kehren die Giraffen zurück nach Zürich. Es wird möglich sein, bei begleiteten Anlässen die Giraffen «auf Augenhöhe» zu füttern und so von Nahem deren lange und sehr bewegliche Zunge zu beobachten.

Auch die Nashörner kehren zurück. Es sind Breitmaulnashörner, die sozial sind und in kleinen Gruppen umherstreifen. Die Anlage bietet ihnen genügend Raum, dass sie sich im leichtfüssigen Galopp, der ihr Körpergewicht von bis zu zweieinhalb Tonnen nicht erahnen lässt, austoben können.

Ein neues Streifenmuster bringen die bedrohten Grevyzebras auf die Lewa Savanne. Grevyzebras sind die grössten Zebras. Ihre Streifen sind sehr fein. Ein weiteres typisches Merkmal sind ihre grossen Ohren.

Visualisierung Lewa Savanne im Zoo Zürich.
Nach rund sechzig Jahren kehren die Giraffen zurück nach Zürich.

Blickfang Wasserloch und Baobab

Bei seinem Streifzug kommt der Besucher auch beim weitherum sichtbaren Kennzeichen der Lewa Savanne vorbei: Einem mächtigen, künstlichen Afrikanischen Affenbrotbaum, auch Baobab genannt. Das markante Merkmal des Baobabs ist sein extrem dicker Stamm. Der Baum spielt in der afrikanischen Mythologie eine wichtige Rolle und wird zuweilen als Sitz von Göttern und Geistern angesehen. Den Konturen einer Schlucht folgend, führt der Weg fast unmerklich in die landschaftlich gestaltete Innenanlage der Giraffen und Nashörner. Von zwei Ebenen aus können hier die sowohl von ihrer Masse als auch von ihrer Höhe her imposanten Tiere aus der Nähe beobachtet werden.

Naturschutz mit lokaler Bevölkerung

Das Reservat Lewa Wildlife Conservancy steht im Fokus eines unserer Schwerpunktprojekte im Naturschutz. Nebst der Unterstützung der Schutzbemühungen insbesondere für die Nashörner, geht es hier um die Vernetzung isolierter Schutzgebiete durch Wildtierkorridore und die Minderung des Mensch-Tier-Konfliktes. Besondere Bedeutung wird bei diesen Aufgaben dem Einbezug der lokalen Bevölkerung beigemessen.

zum Naturschutzprojekt Lewa

Giraffe

Giraffen erreichen mit ihrem langen Hals eine Höhe von 4,5 (Weibchen) bis etwa 5,5 (Männchen) Meter. Dabei ist die Zahl der Halswirbel mit sieben gleich wie bei uns Menschen. Giraffen sind spezialisierte Blattfresser. Mit ihrer langen und sehr beweglichen Zunge klauben sie Blätter selbst aus stark bedornten Ästen. Sie nutzen fast konkurrenzfrei den Kronenbereich von Bäumenals Nahrungsquelle.

Netzgiraffe in der Lewa Wildlife Conservancy in Kenia.
Foto: Zoo Zürich, Martin Bucher

GREVYZEBRA

Der mit einer Schulterhöhe von 140–160 Zentimetern grösste Vertreter der Zebras zeichnet sich aus durch seine gleichmässigen engen und schmalen Streifen sowie die sehr grossen rundlichen Ohren. Grevyzebras bewohnen trockene bis halbtrockene Gras- und Buschländer am Horn von Afrika. Sie gelten als stark gefährdet. Ihr Bestand ist in den letzten vierzig Jahren von rund 15'000 auf etwa 2500 Tiere zurückgegangen.

Grevyzebras in der Lewa Wildlife Conservancy in Kenia.
Foto: Zoo Zürich, Martin Bucher

BREITMAULNASHORN

Der Name dieses Nashorns verrät schon viel über seine Ernährungsweise: Mit dem breiten Maul äst es die kurzrasige Vegetation der Grassteppen ab. Männchen leben einzelgängerisch und besetzen Territorien, Weibchen finden sich zu kleinen Gruppen von bis zu sechs Tieren zusammen. Geruchssin nund Gehör sind bei Nashörnern ausgezeichnet, der Sehsinn hingegen ist nur auf kurze Distanzen eingestellt.

Breitmaulnashörner in der Lewa Wildlife Conservancy in Kenia.
Foto: Zoo Zürich, Martin Bucher

Virtuelle Tour durch das Lewa Wildlife Conservancy mit Google Streetview:

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