<?xml version='1.0' ?><rss version='2.0' xmlns:content='http://purl.org/rss/1.0/modules/content/' xmlns:wfw='http://wellformedweb.org/CommentAPI/' xmlns:dc='http://purl.org/dc/elements/1.1/' xmlns:atom='http://www.w3.org/2005/Atom'><channel><title>News von www.zoo.ch</title><link>http://www.zoo.ch</link><atom:link href='http://www.zoo.ch/xml_1/internet/de/file/xmlsafe/news/rss/rss.xml' rel='self' type='application/rss+xml' /><description /><language>de-ch</language><copyright /><pubDate>Wed, 17 Feb 2010 11:25:37 GMT</pubDate><lastBuildDate>Wed, 17 Feb 2010 11:25:37 GMT</lastBuildDate><generator>cms3 - Content-Management-System created by www.backslash.ch</generator><docs>http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss</docs><item><title>Gorilla, Fischotter, Jungfernkranich, Bambus, </title><link>http://www.zoo.ch/xml_1/internet/DE/file/xmlsafe/news/page/detail213.cfm</link><description>Biodiversit&#xe4;t: von der Vielfalt des Lebens</description><content:encoded><![CDATA[<h2>Gorilla, Fischotter, Jungfernkranich, Bambus, <br />Pfeilgiftfrosch, Seepferdchen, Rosenk&auml;fer &amp; Co. </h2><h3><img src="http://www.zoo.ch/pictures/thumb/RZ_Nache_Eyenga2140.JPG" alt="Westlicher Flachlandgorilla" title="Westlicher Flachlandgorilla" style="margin-left: 15px; margin-bottom: 15px; float: right;" />Biodiversit&auml;t: von der Vielfalt des Lebens</h3><p>Die UNO hat 2010 zum Jahr der Biodiversit&auml;t erkl&auml;rt. Die europ&auml;ischen L&auml;nder und mit ihnen die Schweiz, haben sich zum Ziel gesetzt, mit der Aktion Countdown 2010 den R&uuml;ckgang der Artenvielfalt zu stoppen. Die Staaten haben sich verpflichtet, eine Biodiversit&auml;tsstrategie zu erarbeiten, um dieses Ziel zu erreichen. Die Schweiz ist dabei im Hintertreffen, aber bis im Jahr 2011 soll dem Parlament eine solche vorgelegt werden. Man sch&auml;tzt, dass 5 bis 30 Mio verschiedene Organismen die Erde bev&ouml;lkern, wovon rund 1.8 Mio Arten bis heute bekannt und beschrieben sind. Von der bekannten Artenf&uuml;lle sind viele Arten heute in ihrem Bestand gef&auml;hrdet, dies trifft z.B. zu f&uuml;r 21% der S&auml;ugetiere oder 30% der Amphibien. Biodiversit&auml;t ist aber nicht einfach eine Frage der Buchhaltung. Vielfalt ist auch eine Frage der Qualit&auml;t unseres Lebensraumes, eine Frage unserer Lebensgrundlage. Der Mensch greift immer mehr in die Natur ein und tr&auml;gt so dazu bei, dass Biodiversit&auml;t verloren geht. Angesichts der Fakten (siehe Kasten) ist das vielgeh&ouml;rte Argument &bdquo;Menschen haben Vorrang vor der Erhaltung der Biodiversit&auml;t&ldquo; abenteuerlich. Korrekt w&auml;re das Gegenteil: &bdquo;Zur Wahrung der Interessen (heutiger und zuk&uuml;nftiger) Menschen hat der Erhalt der Biodiversit&auml;t im Zweifelsfall erstmals Vorrang&ldquo;. Nur wer die Fakten nicht kennt, kann anders argumentieren. Es ist deshalb eine Aufgabe der Zoos, auf diese Entwicklung hinzuweisen und am lebenden Beispiel zu zeigen, was f&uuml;r Werte verloren gehen k&ouml;nnen. Denn Naturschutz ist nichts anderes als das Bestreben, dieser Vielfalt Raum und Schutz zu gew&auml;hren.</p><hr /><h3>Weshalb ist Biodiversit&auml;t wichtig</h3><p>Auszug aus Argumenten, formuliert durch die EU-Kommission 2006:<br /></p><ul>	<li>	<p>Da wir nicht genau wissen, wie sich unsere Bed&uuml;rfnisse &auml;ndern werden, k&ouml;nnen wir nicht sagen, wann wir Bestandteile der biologischen Vielfalt in Zukunft ben&ouml;tigen werden, so unbedeutend diese heute auch erscheinen m&ouml;gen. Die Wahrung der biologischen Vielfalt l&auml;sst uns und den zuk&uuml;nftigen Generationen die M&ouml;glichkeit offen, z.B. im Fall medizinischer Produkte</p>	</li>	<li>	<p>Emotional gesehen unterst&uuml;tzen biologische Vielfalt und Natur unsere kulturelle Identit&auml;t, sie sind Quellen spiritueller Inspiration und des Trostes.</p>	</li>	<li>	<p>Die Forschung hat best&auml;tigt, dass Natur und biologische Vielfalt positive Auswirkungen auf die Gesundheit und das seelische Gleichgewicht der Menschen haben. Menschen, die regelm&auml;ssig in die Natur gehen, kommen h&auml;ufig besser mit Stress zurecht und werden seltener krank.</p>	</li>	<li>	<p>Forschungsergebnisse zeigen, dass bei Betrachtung l&auml;ngerer Zeitr&auml;ume und gr&ouml;sserer Gebiete eine gr&ouml;ssere Vielfalt notwendig ist, um ein stabil funktionierendes &Ouml;kosystem zu gew&auml;hrleisten. Um mit dem drohenden Klimawandel zurecht zu kommen, wird ein hohes Mass an Biodiversit&auml;t immer wichtiger, damit die &Ouml;kosysteme anpassungsf&auml;hig und die Vorteile der Natur nutzbar bleiben.</p>	</li>	<li>	<p>Wirtschaftlich gesehen ist die biologische Vielfalt einer der wichtigsten Motoren f&uuml;r die Innovation. Es wird gesch&auml;tzt, dass 75% aller Arzneimittel aus Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen gewonnen werden.</p>	</li>	<li>	<p>In China wird der Erhalt des Waldes im Einzugsgebiet des oberen Jangtsekiang (allein unter Ber&uuml;cksichtigung der vermiedenen &Uuml;berschwemmungssch&auml;den) als zehnmal so wichtig eingesch&auml;tzt wie dessen Abholzung f&uuml;r Bauholz.</p>	</li></ul><hr /><h3>Vielfalt der Arten</h3><h3><img style="margin-left: 15px; margin-bottom: 15px; float: right;" title="Panthercham&auml;leon" alt="Panthercham&auml;leon" src="http://www.zoo.ch/pictures/thumb/KB_Pantherchamaeleon.jpg" /></h3><p>Aus der grossen Artenf&uuml;lle kann ein Zoo nur einen kleinen Ausschnitt pr&auml;sentieren. Das ist einerseits bedingt durch das limitierte Platzangebot, andererseits durch den Umstand, dass unz&auml;hlige Organismen so klein sind, dass sie kaum oder nur mit Hilfsmittel sichtbar sind.<br /></p><p>Der Tierbestand des Zoo Z&uuml;rich umfasst rund 360 Arten. Viele dieser Arten sind dabei als Repr&auml;sentanten von artenreichen Lebensgemeinschaften im Zoo vertreten (z.B. Regenwaldarten). Dazu gesellen sich wohl mehr als 600 Pflanzenarten, wovon alleine rund 500 Arten im Masoala Regenwald leben.<br /></p><p>Neben den Zoo-Tieren und &ndash;Pflanzen lebt eine weitere gr&ouml;ssere Zahl von Organismen zwischen den Gehegen. Dies wurde u.a. in der 2008 publizierten Arbeit &sbquo;Vielfalt zwischen den Gehegen&rsquo; aus dem Zoo Basel mit 3110 gefundenen Tier- und Pflanzenarten dokumentiert<sup>1)</sup>.<br /><br /></p><h3>Vielfalt der sozialen Organisation</h3><p>Verschiedene Arten sind eine Facette der Vielfalt, Farben oder Formen eine andere. Das Leben bietet aber noch weitere Facetten der Vielfalt, zum Beispiel in der Art der sozialen Organisation. Gorillas und Dscheladas sind in <strong>Harems</strong> organisiert, wobei ein M&auml;nnchen eine Gruppe von mehreren Weibchen anf&uuml;hrt. <strong>Paarweise</strong> treten Gibbons und viele Singv&ouml;gel auf. W&ouml;lfe k&ouml;nnen paarweise oder in <strong>Rudeln</strong> auftreten, wo sich geschlechtsspezifische Rangordnungen ausbilden. Bei Elefanten finden wir <strong>matrilinear</strong> strukturierte <strong>Familien</strong>. Fischotter oder Amurtiger sind als <strong>Einzelg&auml;nger</strong> unterwegs. Und eine weitere Organisationsform sind <strong>Herden</strong>, in welchen sich ohne starre Beziehungsnetze Tiere wie Hirschziegenantilopen oder Bisons zusammen finden.<br /><br /></p><h3>Vielfalt der Fortpflanzungsstrategien</h3><h3><img style="margin-left: 15px; margin-bottom: 15px; float: right;" title="Seepferdchen" alt="Seepferdchen" src="http://www.zoo.ch/pictures/thumb/SF_Seepferdchen.JPG" /></h3><p>Ziel des Lebens ist es, seine Gene an die n&auml;chste Generation weiter zu geben. Dies ist eine anspruchsvolle Aufgabe, und da M&auml;nnchen und Weibchen dabei etwas unterschiedliche Strategien verfolgen, haben sich auch hier vielf&auml;ltige Formen der Fortpflanzung entwickelt. Viele Nachkommen ohne grosse Brutpflege (z.B. viele Fische) oder wenige Junge mit Brutpflege (z.B. Seepferdchen), Geburt oder Schlupf der Jungen in einem fr&uuml;hen oder weit entwickelten Entwicklungsstadium (Nesthocker/Nestfl&uuml;chter), Engagement in der Brut und Aufzucht eines oder beider Elternteile (z.B. Nandu/ Jungfernkranich), Hilfe bei der Aufzucht der Jungen durch weitere Familienmitglieder (Krallenaffen) sind entsprechende Varianten.<br /><br /></p><h3>Vielfalt der Emotionen</h3><p>Die vielf&auml;ltigen Erscheinungsformen des Lebens ber&uuml;hren, faszinieren uns Menschen. Wir k&ouml;nnen uns f&uuml;r Formen und Farben begeistern, verschiedene Leistungen anerkennend zur Kenntnis nehmen, uns von Tieren emotional ber&uuml;hren lassen, uns schlicht der Faszination hingeben.<br /><br /></p><h3>Vielfalt der Fortbewegungsformen</h3><p><img style="margin-left: 15px; margin-bottom: 15px; float: right;" title="Schneeleopard" alt="Schneeleopard" src="http://www.zoo.ch/pictures/thumb/CG_Schneeleopard.JPG" />Land, Wasser und Luft werden als Lebensraum genutzt. Entsprechende Fortbewegungsformen haben sich entwickelt. Nebst V&ouml;geln und Insekten haben auch S&auml;uger wie Flederm&auml;use und Flughunde den Luftraum aktiv erobert. Selbst unter Wasser gleicht die Fortbewegung der Pinguine dem Fliegen. Nahe ans Fliegen kommt das rasante Schwinghangeln der Gibbons in den Baumkronen. Verschiedene Arten des Kletterns erschliessen die dritte Dimension. Als gr&ouml;sstes S&auml;ugetier steigt da der Orang-Utan in die Baumwipfel. Mit erstaunlicher Sprungkraft verschieben sich z.B. Rote Vari in die Weite oder H&ouml;he, oder erst Schneeleoparden auf der Jagd. Ganz erstaunlich sind die Geschwindigkeiten, die Huftiere erreichen k&ouml;nnen. Das Eindringen in den Boden ist etwas aufw&auml;ndig, wird aber auch gemacht. Einfacher ist da die Materie Wasser: Was den Fischen die Flossen, sind den V&ouml;geln und S&auml;ugern Schwimmh&auml;ute oder zu Paddeln umgestaltete Extremit&auml;ten.<br /><br /></p><h3>Vielfalt der Ern&auml;hrungsformen</h3><p>Die Natur h&auml;lt ein breites Angebot an potentiellem Futter bereit &ndash; entsprechend vielf&auml;ltig sind die realisierten Ern&auml;hrungsformen. Nur schon der Tierbestand des Zoo Z&uuml;rich kennt die unterschiedlichsten Kostg&auml;nger, Zeugnis davon gibt das rund 160 verschiedene Produkte umfassende Angebot des Futtermeisters. Gras-, Bl&auml;tter-, Fr&uuml;chte-, Samen-, Fleisch-, Fisch-, Insekten-, Plankton-, Nektar- oder Allesfresser umfasst der Tierbestand, u.a. 700 St&uuml;ck Knoblauch, 5 kg Eichenrindentee, 13'000 Eier, 150 kg K&uuml;rbiskerne oder &uuml;ber 30'000 Heuschrecken hat der Futtermeister letztes Jahr eingekauft.<br /><br /></p><h3>Vielfalt der Bedrohungen</h3><p><img style="margin-left: 15px; margin-bottom: 15px; float: right;" title="Einsiedlerkrebs" alt="Einsiedlerkrebs" src="http://www.zoo.ch/pictures/thumb/CB_Einsiedlerkrebs.jpg" />Die Biodiversit&auml;t ist in ihrer Reichhaltigkeit bedroht. Wir verfolgen einzelne Arten, zerst&ouml;ren ganze Lebensr&auml;ume. Wir beeinflussen das Klima und so indirekt auch Lebensr&auml;ume, etablierte Verteilungsmuster von Arten. Es ist dies ein aktiver Prozess. Verlust an Biodiversit&auml;t trifft auch uns, beeintr&auml;chtigt unsere Lebensgrundlage. Diese Entwicklung zu beeinflussen, zu stoppen, bedingt auch einen aktiven Prozess: Wir m&uuml;ssen zu einem anderen Umgang mit unserer Umwelt finden. Das verlangt von uns Engagement, und viel Zeit bleibt uns nicht dazu.<br /><br /><em>1): Vielfalt zwischen den Gehegen: wildlebende Tiere und Pflanzen im Zoo Basel <br />Bruno BAUR, Wolfgang BILLEN&amp; Daniel BURCKHARDT 2008</em><br /></p>]]></content:encoded><guid>http://www.zoo.ch/xml_1/internet/DE/file/xmlsafe/news/page/detail213.cfm</guid><pubDate>Wed, 17 Feb 2010 11:00:00 GMT</pubDate></item><item><title>Kobaltblaue Baumkobolde und mehr Frosch denn Huhn</title><link>http://www.zoo.ch/xml_1/internet/DE/file/xmlsafe/news/page/detail212.cfm</link><description>Neu im Exotarium eingezogen sind die 2001 erstmals beschriebenen Blauen Baumwarane sowie Mountain Chicken</description><content:encoded><![CDATA[<h2>Kobaltblaue Baumkobolde und mehr Frosch denn Huhn</h2><h3><img style="margin-left: 15px; margin-bottom: 15px; float: right;" title="Blauer Baumwaran" alt="Blauer Baumwaran" src="http://www.zoo.ch/pictures/thumb/_SF13396-2.jpg" />Neu im Exotarium eingezogen sind die 2001 erstmals beschriebenen Blauen Baumwarane sowie Mountain Chicken</h3><p>Warane interessierten die Gelehrten seit dem Altertum. Herodot bezeichnete diese Reptilien als Landkrokodile. Im alten &Auml;gypten wurden die Tiere auf Denkm&auml;lern in Stein gehauen. 1758 beschrieb Linn&eacute; die erste Waranart. Acht Jahre sp&auml;ter, in der 2. Auflage der Systema Naturae, kamen bereits weitere Arten dazu. Die Systematik der Warane ist bis heute im Fluss und Gegenstand hitziger Diskussionen. Derzeit werden rund 53 Arten unterschieden. <br /></p><p>Die Ur-Warane lebten vor rund 100 Millionen Jahren. Fossile Funde lassen vermuten, dass Warane fr&uuml;her auch in Europa und Nordamerika verbreitet waren. Die modernen Warane entwickelten sich vor etwa 20 Millionen Jahren. Heute beschr&auml;nkt sich das Verbreitungsgebiet aller Vertreter der Gattung Varanus auf die warmen und heissen Gebiete Afrikas, S&uuml;dasiens und die Region Australien. Die gr&ouml;sste Waranart erreichte fast 7 Meter K&ouml;rperl&auml;nge und wog &uuml;ber eine halbe Tonne. Dieser Riesenwaran aus Australien ist erst vor rund 25'000 Jahren ausgestorben. Der gr&ouml;sste rezente Vertreter, der Komodowaran, erreicht vergleichsweise &quot;bescheidene&quot; 3.5 Meter und 150 kg. Und die kleinsten Warane messen nur gerade 23cm und wiegen 20g. <br /></p><p>Alle Warane haben f&uuml;nfzehige Gliedmassen, die mit kr&auml;ftigen Krallen ausgestattet sind. Der Kopf sitzt auf einem langen Hals, die Augen haben runde Pupillen und die Zunge ist lang und gespalten. Warane besitzen, wie andere Reptilien auch, ein hochempfindliches Geruchsorgan, das Jacobson&rsquo;sche Organ. Damit lassen sich Nahrungsquellen orten und Rivalen oder Geschlechtspartner erkennen. <br /></p><p>Warane konnten fast alle Lebensr&auml;ume erobern. Sie bewohnen Sandw&uuml;sten, Grassteppen, Baumsavannen, Mangrovenw&auml;lder und auch tropische Regenw&auml;lder. Sie klettern, schwimmen, tauchen und rennen. Einige einfach etwas besser oder schneller als andere. <br /><br /></p><h3><img style="margin-left: 15px; margin-bottom: 15px; float: right;" title="Blauer Baumwaran" alt="Blauer Baumwaran" src="http://www.zoo.ch/pictures/thumb/_SF12799-2.JPG" />Der Blaue Baumwaran (<em>Varanus macraei</em>)</h3><p>Der <a title="Blaue Baumwaran" href="http://www.zoo.ch/xml_1/internet/de/application/d3/d294/f1454.cfm?id=447">Blaue Baumwaran</a> ist ein hochspezialisierter Kletterer. Seine langen, messerscharfen Krallen lassen ihn auch an nassen, glatten Oberfl&auml;chen Halt finden. Rasant und elegant kann er sich dank seines schlanken K&ouml;rpers durch das Ge&auml;st bewegen. Trotz einer K&ouml;rperl&auml;nge von rund einem Meter wiegen die Tiere nur etwa 200g. Erstaunlich ist die F&auml;higkeit, den Greifschwanz als f&uuml;nfte Extremit&auml;t zu nutzen. <br /></p><p>Der Blaue Baumwaran wurde erst im Jahr 2001 beschrieben. Seine Verbreitung ist auf die winzige Insel Batanta (nordwestlich des indonesischen Teils von Neuguinea) beschr&auml;nkt. &Uuml;ber die Biologie des Blauen Baumwaranes ist so gut wie nichts bekannt. Die wenigen biologischen Daten stammen von Erfahrungen und Beobachtungen aus dem Terrarienbereich. <br /><br />Die im Zoo Z&uuml;rich gezeigten Tiere stammen aus dem Zoo in Pilsen (Tschechien) und aus privaten Haltungen in Deutschland. Ziel ist es, innerhalb einiger Zoos in Europa eine gesunde, sich selbst erhaltende Population aufzubauen. Im Zoo Z&uuml;rich werden derzeit sieben Tiere in zwei Gruppen gezeigt. Unter der Regie von Reviertierpfleger Roland Steiner erhoffen wir uns schon in diesem Jahr die ersten Gelege. Die Art wurde durch die Weltnaturschutzorganisation IUCN noch nicht evaluiert und ist entsprechend nicht auf der Roten Liste zu finden. Die Gefahr allerdings ist gross, dass auch diese Art als stark gef&auml;hrdet eingestuft werden wird. Batanta ist nur 450 km<sup>2</sup> gross. <br /><br /></p><h3><img style="margin-left: 15px; margin-bottom: 15px; float: right;" title="Antillen Ochsenfrosch" alt="Antillen Ochsenfrosch" src="http://www.zoo.ch/pictures/thumb/_SAM5305-2.jpg" />Antillen Ochsenfrosch &ndash; wenn das &Uuml;berleben zur Zoosache wird</h3><p>Der <a title="Antillen Ochsenfrosch" href="http://www.zoo.ch:80/xml_1/internet/de/application/d3/d294/f1454.cfm?id=431">Antillen Ochsenfrosch</a> ist eine der bedrohtesten Froscharten &uuml;berhaupt. Urspr&uuml;nglich auf mehreren Antilleninseln beheimatet, lebt er heute nur noch auf Dominica und Montserrat. Einer der Hauptfaktoren f&uuml;r den Bestandesr&uuml;ckgang ist die &Uuml;bernutzung durch den menschlichen Verzehr. Dieser Ochsenfrosch ist einer der gr&ouml;ssten Fr&ouml;sche &uuml;berhaupt und sein Fleisch (im Besonderen seine Schenkel) ist ergiebig und schmackhaft. In vielen westindischen Rezeptb&uuml;chern hat das nach Huhn schmeckende Fleisch Eingang gefunden. Vulkanische T&auml;tigkeit, Habitatzerst&ouml;rung und invasive Arten verst&auml;rken zus&auml;tzlich den Druck auf die geschw&auml;chten Best&auml;nde. <br /></p><p>Im Jahre 2002 wurde auf Dominica der Chytridpilz (<em>Chytridiomycose</em>) festgestellt. Der Ochsenfrosch ist &auml;ussert sensibel auf diese Erkrankung und stirbt wenige Tage nach der Infektion. Anfangs 2009 wurden auf Montserrat sterbende Ochsenfr&ouml;sche beobachtet. Eine kurzfristig aufgebotene Feldexpedition rapportierte verheerende Zust&auml;nde: Viele Gebiete mit ehemals dichten Ochsenfroschbest&auml;nden waren froschfrei, in anderen Gebieten fanden sich hunderte sterbende oder bereits tote Tiere. Schnell war die Ursache gefunden: Chytridiomycose. Nur wenige, etwas isoliert gelegene Vorkommen schienen noch gesund. <br /></p><p>In einer bisher einmaligen Rettungsaktion wurden Ochsenfr&ouml;sche evakuiert und in Zoo-Anlagen mit hoher biologischer Sicherheit nach Europa gebracht. Diese Tiere bilden eine Reservepopulation, aus der in Zukunft auch Tiere wieder ausgewildert werden k&ouml;nnen. Diese Aktion ist integrierter Bestandteil eines &uuml;bergeordneten Rettungsplanes f&uuml;r diese Art, welcher zudem die Aspekte Forschung, Habitatschutz und Aufkl&auml;rung beinhaltet. Der Antillen Ochsenfrosch wird auf der Roten Liste als &quot;unmittelbar vom Aussterben bedroht&quot; gef&uuml;hrt. <br /></p><p>Hochinteressant ist die Fortpflanzungsbiologie dieser &quot;Bergfr&ouml;sche&quot;. Zur Befruchtung der Eier begibt sich das Paar in den Untergrund. M&ouml;glicherweise einige Meter unter der Bodenoberfl&auml;che werden die Eier in ein Schaumnest abgelegt. Die Mutter bleibt daraufhin beim Gelege. Sie f&uuml;ttert die geschl&uuml;pften Kaulquappen mit unbefruchteten Eiern, die sie regelm&auml;ssig ablegt. Dank dieser eiweissreichen Ern&auml;hrung wachsen die Quappen schnell und erreichen bald eine L&auml;nge von mehreren Zentimetern. Danach wandeln sie sich zu kleinen Fr&ouml;schen um, welche noch einige Zeit den Schutz in der N&auml;he der Mutter geniessen. <br /></p><p>Diese Beobachtungen konnten vor wenigen Jahren im Jersey Zoo an Tieren im Terrarium gemacht werden. Das Paar im Terrarium stammt ebenfalls aus Jersey. Die Fr&ouml;sche sind, trotz ihrer Gr&ouml;sse, nur schwer im dichten Laub zu entdecken. Nur sporadisch pr&auml;sentieren sich diese heimlichen Amphibien exponiert den Besuchern. <br /></p><div align="right">Dr. Samuel Furrer, Kurator<br /></div><p><br /><br /></p>]]></content:encoded><guid>http://www.zoo.ch/xml_1/internet/DE/file/xmlsafe/news/page/detail212.cfm</guid><pubDate>Wed, 20 Jan 2010 11:30:00 GMT</pubDate></item><item><title>Familienzuwachs bei den Flachlandtapiren</title><link>http://www.zoo.ch/xml_1/internet/DE/file/xmlsafe/news/page/detail211.cfm</link><description>Und Buchpr&#xe4;sentation: &lt;BR&gt;Charles Cordier &quot;Der Ruf des Kongopfaus&quot; ? Erlebnisse des letzten Schweizer Tierf&#xe4;ngers&lt;BR&gt;</description><content:encoded><![CDATA[<h2>Mit einem raffinierten Jugendkleid &ndash; Familienzuwachs bei den Flachlandtapiren</h2><h3><img style="margin-left: 15px; margin-bottom: 15px; float: right;" title="Junges Tapirweibchen" alt="Junges Tapirweibchen" src="http://www.zoo.ch/pictures/thumb/_DAY0686_Tapir.jpg" />Unauff&auml;llig bis zur Nasenspitze &ndash; Joya, das junge Tapirweibchen</h3><p>Flachlandtapire sind Bewohner des tropischen S&uuml;damerika. Sie leben in W&auml;ldern, Buschsavannen und Graslandschaften und stets in der N&auml;he von Wasser. Die Vielzahl der Fl&uuml;sse in ihrem Lebensraum stellen f&uuml;r diese ausgezeichneten Schwimmer keine Hindernisse dar. Nase und Oberlippe sind bei den Tapiren zu einem sehr beweglichen R&uuml;ssel ausgebildet, der als hochempfindliches Riech- und Tastorgan eingesetzt wird. Systematisch geh&ouml;ren die Tapire in die Ordnung der Unpaarhufer. In dieser Verwandtschaftsgruppe hat sich im Laufe der Stammesgeschichte die Zahl der Zehen von urspr&uuml;nglich 5 auf 3 (Tapire und Nash&ouml;rner) und 1 (Pferde) reduziert. Die Vorfahren der Tapire und Nash&ouml;rner waren den Urpferden &auml;hnlich. Die Tapire haben im Laufe ihrer Entwicklung einen recht urspr&uuml;nglichen K&ouml;rperbau beibehalten. Die Zahl der behuften Zehenglieder betr&auml;gt am Hinterfuss 3 und am Vorderfuss 4 (die 4. Zehe ist in der Gr&ouml;sse reduziert). Zu pr&auml;historischer Zeit lebten Tapire auch in Europa. Das Vorkommen der heutigen 4 rezenten Tapir-Arten ist jedoch auf die getrennten Verbreitungsgebiete S&uuml;damerika und S&uuml;dostasien beschr&auml;nkt. Tapire ern&auml;hren sich im Wesentlichen von Gr&auml;sern, Laub, Wurzeln und Fr&uuml;chten, fressen gelegentlich aber auch Fische oder Aas.<br /></p><p><img style="margin-left: 15px; margin-bottom: 15px; float: right;" title="Junges Tapirweibchen" alt="Junges Tapirweibchen" src="http://www.zoo.ch/pictures/thumb/_DAY0684_Tapir.jpg" />Der Name Tapir geht auf die indianische Tupi-Sprache zur&uuml;ck und bedeutet so viel wie &quot;dick&quot;. Damit ist die dicke Haut dieser Tiere gemeint, die von den Indianern als Leder genutzt wird. In der Guaran&iacute;-Sprache bezeichnet &quot;tapchire&quot; ein Tier mit grossem Rumpf und kurzen Beinen, das in enger Beziehung zum Wasser steht und &uuml;bel riecht.<br /></p><p>Das Verbreitungsgebiet des Flachlandtapires in S&uuml;damerika ist riesig. Es wird im Norden und Westen von den Anden begrenzt, umfasst praktisch ganz Brasilien und erstreckt sich im S&uuml;den &uuml;ber Paraguay bis in den n&ouml;rdlichen Teil Argentiniens. Trotz ihrer immensen Verbreitung gehen die Bestandeszahlen kontinuierlich zur&uuml;ck. Die Sch&auml;tzungen gehen von einem Bestandesr&uuml;ckgang von 30% innert 30 Jahren aus. Gr&uuml;nde daf&uuml;r sind unter anderem eine starke Bejagung und Konkurrenz mit weidenden Haustieren. Der Hauptbedrohungsfaktor allerdings stellt der Verlust und die Fragmentierung des Lebensraumes dar. Die stressanf&auml;lligen Tiere leiden unter menschlichen St&ouml;rungen und verschwinden so auch aus potentiell g&uuml;nstigen Habitaten. <br /></p><p>Das Europ&auml;ische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) f&uuml;r diese Art wird in Beauval (F) gef&uuml;hrt und umfasst derzeit rund 300 Tiere. <br /></p><p>1934 kam das erste Paar Flachlandtapire nach Z&uuml;rich, und bis 1943 wurden auch 3 Jungtiere geboren. Danach gab es einen Unterbruch in der Haltung dieser Art bis 1961. Seither sind 22 Jungtiere geboren, 16 alleine in den letzten 20 Jahren. <br /></p><p>Das derzeitige Zuchtpaar besteht aus dem in Z&uuml;rich geborenen Weibchen AMAPA (2000) und dem in Hamburg geborenen MATO (2002). Dieses Paar hat nun zum vierten Mal Nachwuchs bekommen. <br /></p><p><img src="http://www.zoo.ch/pictures/thumb/_DAS0781_n_10_15.jpg" alt="Junges Tapirweibchen" title="Junges Tapirweibchen" style="margin-left: 15px; margin-bottom: 15px; float: right;" />Die Geburt fand am 6.12.2009 um 9:45 Uhr statt. Am Morgen dieses Tages zeigte AMAPA Aggressionen gegen&uuml;ber ihrem Partner. MATO wurde daraufhin abgetrennt. Nach der 9-Uhr-Pause wurden die Tierpfleger w&auml;hrend der Papageienf&uuml;tterung von Besuchenden darauf hingewiesen, dass in einer Boxe etwas Ungew&ouml;hnliches abl&auml;uft. Tats&auml;chlich war da das kleine Tapirweibchen JOYA bereits auf der Welt. Nach anf&auml;nglichen M&uuml;hen nahm sie, von ihrer Mutter sanft getreten, ihren ersten Atemzug. Seither entwickelt sich JOYA erfreulich und AMAPA zeigt ihre Routine als nunmehr erfahrene Mutter. Die sorgf&auml;ltige Pflege durch den Reviertierpfleger Thomas Rothlin und seinem Team erlauben eine schrittweise Zusammengew&ouml;hnung mit den Capybara, MATO und den Ameisenb&auml;ren nach rund 2 Monaten. Das Junge tr&auml;gt ein &quot;auff&auml;llig&quot; gef&auml;rbtes Fellkleid. Helle Streifen, die sich stellenweise in Flecken aufl&ouml;sen, &uuml;berziehen den K&ouml;rper. Dieses Muster, u.a. von Wildschweinferkeln ja ebenfalls erfolgreich erprobt, tr&auml;gt im Wald zur Tarnung bei. Im Lichtspiel von Licht und Schatten l&ouml;sen sich so die Konturen des Jungen vor dem Hintergrund auf. <br /></p><div align="right">Dr. Samuel Furrer<br />Kurator<br /></div><p><br /><br /></p><h3>Buchpr&auml;sentation: </h3><h2>Charles Cordier &quot;Der Ruf des Kongopfaus&quot; &ndash; Erlebnisse des letzten Schweizer Tierf&auml;ngers </h2><h3><img src="http://www.zoo.ch/pictures/Buch_Kongopfau.jpg" alt="Buch " title="Buch " der="" ruf="" des="" kongopfaus="" style="margin-left: 15px; margin-bottom: 15px; float: right;" />Von Tierf&auml;ngern redet man heute kaum mehr, fast 100% der Tiere, die neu in den Zoo Z&uuml;rich kommen, sind Nachzuchten aus anderen Zoologischen G&auml;rten. Doch urspr&uuml;nglich kamen sie &uuml;ber Tierf&auml;nger in die Zoos, die heute oft vergessen sind, obwohl sie ihre Aufgabe mit riesigem Einsatz, grossem Fachwissen und vielen Entbehrungen ausf&uuml;hrten.</h3><p>Zwei Schweizer Tierf&auml;nger wurden weltbekannt, es sind dies Peter Ryhiner und Charles Cordier. Lars Lepperhoff hat &uuml;ber Charles Cordier, der auch mit dem ehemaligen Z&uuml;rcher Zoodirektor Prof. Dr. Heini Hediger gut bekannt war, eine spannende Biographie geschrieben. F&uuml;r den heutigen Tierg&auml;rtner ist insbesondere auffallend, wie sorgf&auml;ltig Cordier an seine Aufgabe ging. Tiere waren f&uuml;r ihn nicht nur Ware, viele von ihnen sind ihm und seiner Frau Emy ans Herz gewachsen. Er erwarb sich gute Kenntnisse vor deren Fang um sicherzugehen, dass er sie auch wohlbehalten den Tierhaltern &uuml;bergeben konnte. &nbsp;<br /></p><p>Ren&eacute; Honegger, ehemaliger Kurator am Zoo Z&uuml;rich, hat den Tierf&auml;nger noch gut gekannt und wird einige der Hilfsmittel zeigen, die Cordier f&uuml;r den Fang einsetzte. Das Archiv von Cordier liegt im Zoo Z&uuml;rich.</p><p>&gt; <a title="Dieser Link wird in einem neuen Fenster ge&ouml;ffnet." href="http://www.exlibris.ch/buecher-buch/deutschsprachige-buecher/lars-lepperhoff/der-ruf-des-kongopfaus/?id=9783930831715" target="_blank">&quot;Der Ruf des Kongopfaus&quot; im Exlibris-Onlineshop</a></p><div align="right">Dr. Alex R&uuml;bel<br />Direktor<br /></div><p>&nbsp;<br /></p><h2>Bemerkungen zum Buch &quot;Der Ruf des Kongopfaus&quot; <br />Charles und Emy Cordier &ndash; den Tieren auf der Spur, von Lars Lepperhoff</h2><p>Heini Hediger, der Z&uuml;rcher Zoodirektor (1954-1973) mit dem Charles Cordier seit ihrer Begegnung im Kongo 1948 befreundet war, sieht die Lebensarbeit Cordiers &ndash; in seiner Zeit &ndash; treffend wie folgt: &quot;&hellip;damals hatten die bedeutendsten Zoologischen G&auml;rten der Welt (u.a. der Bronx Zoo in New York) noch den Ehrgeiz, Tiere zu importieren, die es noch in keinem Zoo zu sehen gab und besch&auml;ftigten daher eigene Tierf&auml;nger. Charles Cordier war in der Tat kein gew&ouml;hnlicher Tierf&auml;nger, sondern interessierte sich nur f&uuml;r Spezialit&auml;ten: er war eigentlich ein K&uuml;nstler des Tierfanges, wohl der letzte seiner Art. Natursch&uuml;tzerische Bedenken waren damals nicht am Platz&quot;.<br /></p><p><img src="http://www.zoo.ch/pictures/thumb/Cordier_3.JPG" alt="" style="margin-left: 15px; margin-bottom: 15px; float: right;" />Das ruhige, geordnete Leben behagte dem Ornithologen und seiner Frau nicht, er suchte nach Herausforderungen in den Tropen. Er war ein Tierf&auml;nger ohne Gewehr, seine Werkzeuge waren einfache Netze und Fallen, die er erst nach sorgf&auml;ltigem Studium der betreffenden Art einsetzte. Seine ausgezeichnete Beobachtungsgabe und seine Geduld kamen ihm dabei immer wieder zu Hilfe. Erw&auml;hnenswert ist auch die Art und Weise mit der sich der schweizerische Tierf&auml;nger nach den von ihm gesuchten Arten erkundigte: Er benutzte dazu die von einem amerikanischen Ornithologen, Llyod Sandford, speziell f&uuml;r ihn hergestellten Oelbilder auf Hartholzplatten und zeigten sie im Verbreitungsgebiet der Art der dort lebenden Bev&ouml;lkerung.<br /></p><p><img src="http://www.zoo.ch/pictures/thumb/Cordier_Bol._Altiplano_1967.jpg" alt="" style="margin-left: 15px; margin-bottom: 15px; float: right;" />Zwischen 1941 und 1947 reisten die Cordiers auf der Suche nach seltenen V&ouml;geln in S&uuml;damerika. Sie folgten den Strassen, die die Holzf&auml;ller zum Abtransport der Tropenh&ouml;lzer errichtet hatten. Als Charles Cordier 1945 in Costa Rica Quetzals fing, hatten sie ihr Camp in der N&auml;he eines Holzschlages. 17 Tage lang wurden die Netze bei den Balzpl&auml;tzen hoch in den B&auml;umen gespannt. Am Tag X wurden die Netze f&auml;ngig gespannt und einige V&ouml;gel begannen gegen die Netze zu fliegen. In den Tagen darauf wurde der ganze Talhang gerodet.<br /></p><p>Es war der Ehrgeiz von Emy und Charles Cordier, die mit Netzen und Fallen gefangenen V&ouml;gel an Ort und Stelle an ein Ersatzfutter zu gew&ouml;hnen und erst nach einer Akklimatisationszeit zu transportieren. Dazu stand im Fanglager ein mit Kerosin betriebener K&uuml;hlschrank f&uuml;r das Tierfutter. Solch eine Futterumstellung f&uuml;r Insekten- und Fleischfresser war zeitlich eine langwierige Aufgabe und eine Herausforderung. Aber dadurch wurden die hohen Verluste, die bisher &uuml;blich waren, weitgehend vermieden.<br /></p><p>In seiner Geschichte des Bronx Zoos, New York, schrieb der amerikanische Publizist William Bridges 1974 &uuml;ber Charles Cordier: &quot;Charles Cordier has the reputation of being the best bird collector in the world and to him the Bronx Zoo owes many of its great rarities&quot;.<br /></p><div align="right">Ren&eacute; E. Honegger<br />Kurator Zoo Z&uuml;rich i.R.<br /></div><p><br /></p>]]></content:encoded><guid>http://www.zoo.ch/xml_1/internet/DE/file/xmlsafe/news/page/detail211.cfm</guid><pubDate>Wed, 16 Dec 2009 11:30:00 GMT</pubDate></item></channel></rss>

