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Serrasalmus nattereriRoter Piranha
Piraya rouge |
Das ausserordentlich scharfe Gebiss der Piranhas, das von den Indianern zum Rasieren und Schneiden verwendet wird, hat die Fantasie der Menschen schon immer angestachelt. Eigentlich sind die Sägesalmler eher die "Gesundheitspolizei" im Wasser, weil sie kranke und ertrunkene Tiere auffressen. Die Gefahr der Piranhas für den Menschen wird sehr übertrieben dargestellt, nur vier von 18 Arten sind angriffslustig - darunter auch der Rote Piranha. Um die Gefahr von Kannibalismus innerhalb des Schwarmes zu reduzieren, brauchen Piranhas eindeutige Signale, bevor das Fressverhalten ausgelöst wird.
Der rötliche Laich wird in flachen, vom Männchen bewachten Gruben abgelegt. 300 bis 400 gelbliche Eier werden ausgestossen. Nach dem Ablaichen vertreibt das Männchen das Weibchen und versorgt das Gelege durch Wedeln der Schwanzflosse mit Frischwasser. Die Jungfische schlüpfen bei einer Wassertemperatur von rund 25°C nach etwa 36 Stunden und ernähren sich von Plankton.
Die Mehrzahl der scheibenförmigen Sägesalmler in Südamerika sind Vegetarier, die am liebsten überreife Feigen essen. Der Rote Piranha aber gehört zu den berüchtigten Räubern.
Die Piranhas, die dem Menschen gefährlich werden können, erkennt man am wulstigen, stark vorspringenden Kinn. Harmlose Arten haben eher eine längliche Körperform.
Signale, die das Fressverhalten bei den Piranhas auslösen, sind zum Beispiel Blut- oder Lymphgeruch im Wasser und klatschende oder plätschernde Geräusche an der Wasseroberfläche. Solche Signale gehen nur von verletzten, kranken oder ins Wasser gefallenen Tieren aus. Übrigens: Je mehr die Gestalt eines Fisches derjenigen des Piranhas ähnelt, um so kleiner ist die Gefahr, dass er angegriffen wird.