
Der Zoo wirkt als Botschafter zwischen Mensch, Tier und Natur. Indem wir breite Bevölkerungskreise auf attraktive und erlebnisreiche Art und Weise ansprechen, wollen wir zum nachhaltigen Fortbestand der biologischen Vielfalt beitragen. Der Zoo versteht sich als Naturschutzzentrum mit den Schwerpunkten Schutz der Oekosysteme und Artenschutz. In verschiedenen Ausstellungen werden Sie auch auf Naturschutzanliegen ausserhalb des Zoo aufmerksam gemacht, denn wir sind der Meinung:
2 % des Umsatzes unseres Masoala Restaurants und Shop gehen an den Masoala Nationalpark in Madagaskar. Zudem unterstützt der Zoo Zürich viele weitere Naturschutzprojekte auf der ganzen Welt mit Sammelaktionen und Hintergrundinformationen. www.zoo.ch/naturschutz


Der Zoo verbraucht täglich viel Wasser, Strom und Wärme, einzelne Tierhäuser müssen auch im Sommer zusätzlich beheizt werden. Der Energieverbrauch wird durch über 180 Verbrauchszähler überwacht und ausgewertet. Abweichungen von den Vorjahren werden erkannt und analysiert, wodurch Energie- und Wasserverschwender aufgedeckt und eliminiert werden können (z.B. Wasserleck).
Der Zoo Zürich bezieht 100% Ökostrom vom EWZ mit dem Label "naturemade star". www.ewz.ch
Wo möglich werden in den Tierhäusern, im Besucherbereich und in den Büros Stromsparlampen und Bewegungsmelder eingesetzt.
Leuchten mit FL Leuchtmitteln sind in der Regel mit elektronischen Vorschaltgeräten ausgerüstet.
In ausgewählten Tierhäusern und in den Restaurants werden Vorschaltgeräte bei der Beleuchtung eingesetzt. Sie reduzieren die Stromschwankungen und ermöglichen durch eine konstante und leicht reduzierte Spannung eine Reduktion des Stromverbrauchs um 15-30%.
75% des Wärmebedarfs werden im Zoo mit Holzschnitzeln aus dem Zürichbergwald erzeugt. Durch den Einsatz von 5'200 – 7'300 m3 Holzschnitzel können 550'000 Liter Heizöl eingespart werden, wodurch sich der CO2-Ausstoss um 1'450 Tonnen pro Jahr reduziert. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und CO2-neutral.
Durch den Einsatz von Wärmerückgewinnungs-Anlagen (WRG) kann die Heizleistung zusätzlich reduziert werden.
Der Wasserverbrauch wird auf ein Minimum reduziert, allerdings muss dabei auf die Bedürfnisse der Tiere Rücksicht genommen werden. Die zum Teil sehr grossen Wasserflächen werden unter anderem durch Pflanzensandfilter in der Anlage selbst gereinigt.
In verschiedenen Bereichen des Zoos wird Regenwasser und Grauwasser für die Nachspeisung der Teiche, die Beregnung und im Sanitärbereich zur Klospülung eingesetzt.
Wir empfehlen unseren Besuchern die Benutzung des öffentlichen Verkehrs. Mehr als 40 % aller Zoobesucher kommen mit Tram/Bus in den Zoo. Wir setzen uns dafür ein, dass sich dieser Anteil laufend erhöht und bauen unsere Partnerschaften mit den SBB- und dem ZVV kontinuierlich aus. www.zoo.ch/anreise
Im Zoo wird Abfall getrennt und wiederverwertet. Metall, Holz, Papier, Karton, Bauschutt, Grüngut, Batterien, PET und Leuchten werden zentralisiert auf dem Betriebshof separat gesammelt und fachgerecht entsorgt. Durch die Zentralisierung, durch grössere Mulden und ein effizientes Entsorgungskonzept werden Fahrten eingespart.
Grünabfälle wie Mist und Speisereste werden zu Biogas weiterverarbeitet.
Pflanzenteile (Stämme und Äste) und Holzschnitzel aus dem eigenen Wald werden für Tiere aufbereitet und nach dem Einsatz wieder kompostiert und für weitere Nutzungen eingesetzt (Kompost, Rindenmulch, Erde, usw.).
Hand in Hand mit der Naturschutz-Philosophie des Zoo Zürich setzen die vier Restaurants Siesta, Masoala, Outpost und das Alte Klösterli vom Einkauf bis zur Verarbeitung auf die drei Säulen ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit.
In den Küchen der Zoo Restaurants werden so weit wie möglich nur regionale, nachhaltig produzierte und saisongerechte Produkte verarbeitet. Ausserdem bieten die vier Gastronomiebetriebe nur Fische an, die gemäss den Richtlinien von namhaften Tierschutzorganisationen wie dem WWF als "empfehlenswert" eingestuft sind und Schweizer Fleisch aus tiergerechter Haltung. Einzige Ausnahmen sind das Canadian Beef, welches ohne Antibiotika und Hormone aus den grossen Weiten Kanadas stammt und das australische Lamm aus nachhaltiger Produktion sowie Wild aus Österreich, da die Nachfrage in der Schweiz das Angebot übersteigt.