Lebensräume im Zoo

Jeder Lebensraum bietet unzähligen Tierarten die passende Nahrung, Schutz vor Gefahren und das Umfeld für eine erfolgreiche Fortpflanzung. Wird ein Lebensraum zerstört, verschwinden mit ihm auch die Lebensgrundlagen für die Tiere. Zum Schutz bedrohter Tierarten gehört deshalb auch der Schutz ihrer Lebensräume.

Der Zoo Zürich zeigt die Tiere in einem naturnahen Abbild ihres ursprünglichen Lebensraumes. Jedem Lebensraum ist eine bestimmte Farbe zugeordnet, die Sie bei den Informationstafeln der betreffenden Tierarten wieder finden. Hier erhalten Sie einen Überblick über die verschiedenen Lebensräume.

SpitzmaulnashornSavannen und Grasländer

Im Gegensatz zu den Grasländern sind Savannen von mehr oder weniger zahlreichen Sträuchern und Bäumen bewachsen. Die Landschaft bleibt aber insgesamt sehr offen. Savannen und Grasländer kommen natürlicherweise auf allen Kontinenten vor. Trotz der teilweise recht artenarmen Vegetation beherbergen einige dieser Ökosysteme eine erstaunliche Anzahl grosser Säugetiere.

SeehundMeeresküsten

Meeresküsten in den gemässigten und arktischen Zonen der Erde bestehen meist aus Felsen, Kies und Sand. Einige Tierarten der Meeresküsten nutzen Land und Wasser. Pinguine und Seehunde nutzen das Land für die Jungenaufzucht und jagen nach Fischen im Meer.



Tropische RegenwälderTropische Regenwälder

Tropische Regenwälder sind zwischen den Wendekreisen verbreitet. Sie sind meist immergrün und kennen kaum unterschiedliche Jahreszeiten. Die Regenmenge im Tropischen Regenwald beträgt mindestens 1'600 Millimeter, verteilt auf ein Jahr. Regenwälder sind die artenreichsten Ökosysteme der Erde und stark bedroht.


Masoala Regenwald
Rund 90% der ursprünglichen Lebensräume Madagaskars sind heute durch Land- und Viehwirtschaft zerstört. Der Tropische Regenwald von Masoala ist mit 2'300 Quadratkilometern Fläche das grösste noch zusammenhängende Waldgebiet Madagaskars und ist dank der Initiative des Zoo Zürich geschützt.

SchneeleopardHochgebirge

Der Zoo Zürich zeigt Hochgebirgslandschaften aus den südamerikanischen Anden, dem asiatischen Himalaja und dem afrikanischen Gebirge. Diese Landschaften befinden sich über der Baumgrenze. Das Klima ist von starken Winden und kalten Temperaturen geprägt.


BrillenbärBergnebelwälder

Bergnebelwälder gehören zu den Tropischen Regenwäldern. Sie sind weltweit in den Tropen zwischen 1'800 und 3'500 Metern Höhe verbreitet. Diese von Wolken vernebelten Wälder sind meist sehr feucht und kleinwüchsig. Das Klima ist recht kühl.


MeeresökosystemeFeuchtgebiete und Meeresökosyteme

Süsswassersümpfe und -seen haben Einfluss auf das lokale Klima. Viele Wasservogelarten sind auf intakte Feuchtgebiete angewiesen. Einige Seen bestehen aus leicht salzhaltigem Wasser, wie die Seen im Andenhochland Südamerikas – dem Lebensraum des Chile-Flamingos. Meeresökosysteme sind für das globale Klima von entscheidender Wichtigkeit. Korallenriffe sind ausserordentlich artenreich und durch die globale Klimaerwärmung stark bedroht.

Indischer LöweLaub- und Trockenwälder

Die Bäume in Laub- und Trockenwäldern verlieren saisonal ihr Laub, um Wasser und Energie zu sparen. Im Laubwald aufgrund der Kälte, im Trockenwald aufgrund der Trockenheit. Der Laubwald ist in tieferen Lagen der gemässigten Zonen Eurasiens verbreitet. Typische Baumarten im Laubwald sind Buche, Eiche, Birke und Ulme. Trockenwälder sind in allen tropischen und subtropischen Regionen der Erde zu finden. In Asien werden sie Monsunwälder genannt.

Indischer Löwe
Der Indische Löwe kommt nur noch im Gir Nationalpark in Indien vor. Diese kleine Population von rund 300 Tieren ist stark gefährdet. Ziel ist es daher, eine zweite Löwenpopulation im Schutzgebiet von Kuno aufzubauen. Der Zoo Zürich hat ein Forschungsprojekt zur Untersuchung der Löwentauglichkeit von Kuno finanziert.



Wüsten und SteppenWüsten und Steppen

Wüsten und Steppen stellen hohe Ansprüche ans Überleben von Pflanzen und Tieren. Die ständige Wasserknappheit und starken Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht erfordern enorme Anpassungsfähigkeiten.



Westafrikanische ZwergziegeBauernhöfe und Wohnhäuser

Der Siedlungsraum der Menschen bietet zahlreichen Haus und Wildtieren einen Lebensraum. Ob auf dem Land oder in der Stadt, auf dem Dachboden, im Wohnzimmer oder im Kellerabteil, tierische Untermieter finden überall Unterschlupfmöglichkeiten! Wenn es nicht Haustiere sind, tun sie es meistens heimlich.