Fischotter

FischotterDer Eurasische Fischotter (Lutra lutra) war bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts in der ganzen Schweiz noch weit verbreitet. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts starb der ans Wasser gebundene Otter in der Schweiz jedoch aus. Trotz aufwendigen Forschungsarbeiten konnten die Ursachen des Aussterbens bis heute wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt werden. Diskutiert werden die gezielte Ausrottungsjagd, Giftstoffe in den Gewässern und ein Rückgang der Fischbestände, die zu seinem allmählichen Verschwinden führten. Erfreulicherweise breitet sich nun der Fischotter in Europa wieder aus.

Massnahmen und Ziele

Der Zoo Zürich setzt sich in Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation Stiftung Pro Lutra aktiv für eine Rückkehr des Fischotters in die Schweiz ein. Aktuelle Untersuchungen weisen darauf hin, dass aufgrund der Ausbreitungstendenz natürlich einwandernde Fischotter bald in der Südwest- und Südostschweiz erwartet werden können. Ziel einer im 2009 gestarteten wissenschaftlichen Untersuchung ist, die ökologischen Ansprüche von Fischottern im alpinen Lebensraum zu erkennen, um daraus die möglichen Ursachen des damaligen Aussterbens und der heutigen Ausbreitung ableiten zu können. Die Resultate sollen dazu dienen, in der Schweiz Massnahmen zu treffen, welche die natürliche Rückkehr des Fischotters unterstützen. Parallel dazu wird die Öffentlichkeit  über die aktuelle Situation des Fischotters in der Schweiz informiert. Um dieses Projekt erfolgreich vorantreiben zu können, ist die Stiftung Pro Lutra  im Kontakt mit Behörden, interessierten Institutionen und Personen.

Beitrag des Zoo Zürich

Der Zoo Zürich züchtet im Rahmen des Europäischen Erhaltungszucht Programms erfolgreich Fischotter. In regelmässigen Abständen können Jungtiere an Partner des Zuchtprogramms abgegeben werden. Der Zoo Zürich unterstützt mit seinem Know-how, mit Infrastruktur und finanziell die Stiftung Pro Lutra. Beiträge aus dem Naturschutzfonds ermöglichten die Schaffung einer Wanderausstellung zum Fischotter, die im 2007 im Bündner Naturmuseum in Chur sowie im Zoo Zürich, im 2008 im Museum Rhein-Schauen in Lustenau (A) und im 2008/09 im Tierpark Dählhölzli, Bern und im 2009 im Nationalpark (GR) gastiert.

Partner

Literatur und Publikationen

  • SCHMID H. (2005): Der Fischotter. Der 20-Seitige Artikel kann unter folgender Adresse bestellt werden (Fr. 10.- exkl. Porto): Wildtier Schweiz, Strickhofstrasse 39, CH-8057 Zürich. Tel. 044/635 61 31, Fax 044/635 68 19, e-mail wild@wild.unizh.ch
  • KRANZ A., BUCHLI CHR., TOMAN A. und POLEDNIK L. (2008):Zum Potential der natürlichen Wiederbesiedlung der Schweiz durch den Fischotter Lutra lutra. Bezug: www.prolutra.ch

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Downloads

Naturschutzflyer  [PDF, 14 MB]