Historische Ereignisse

Chronik ausgewählter wichtiger, kurioser und ungewöhnlicher Ereignisse in der Geschichte des Zoo Zürich.

Eine ausführliche Dokumentation der Geschichte des Zoo Zürich bietet das Buch «Chronik des Zoo Zürich» von Othmar Röthlin und Kurt Müller. Es ist im Jahr 2000 im NZZ-Verlag erschienen (ISBN-ISSN 3-85823-754-X).

  • 2016: Zum 500. Geburtstag Conrad Gessners wird von März bis September die dezentrale Ausstellung «Conrad Gessner: erster moderner Mensch und Vater der Zoologie» gezeigt. Die Stiftung Fledermausschutz weiht am 18. und 19. Juni ihre neue Ausstellung «Fledermaus-Welt» ein. Im Exotarium wird am 28. September das komplett neugestaltete Aquarium wiedereröffnet. 
  • 2015: Am 12. Mai wird die Mongolische Steppe für Yaks, Trampeltiere und Kaschmirziegen eröffnet.
  • 2014: Am 7. Juni wird der Kaeng Krachan Elefantenpark eröffnet. Elefantenkuh Indi gebärt am 17. Juni ein Kalb. Es erhält den Namen Omysha. Mitte August trifft der 10-jährige Elefantenbulle Thai aus dem Zoo Heidelberg in Zürich ein. Am 28. Dezember kommt das Spitzmaulnashorn Olmoti zur Welt. Eltern sind Samira und Jeremy.
  • 2013: Der Masoala Regenwald wird 10 Jahre alt. Anlässlich des Jubiläums wird der Masoala Baumkronen-Weg mit zwei Aussichtstürmen eröffnet. Im Sommer ist die Eröffnung des neuen Haupteingangs.
  • 2012: Eröffnung der südamerkanischen Anlage Pantanal für Tapire, Ameisenbären, Capybaras, Aras, Totenkopfäffchen, Gelbbrustkapuziner und andere Tiere.
  • 2011: Am 15. Mai kommen drei Amurtiger auf die Welt. Eltern sind Coto und Elena.
  • 2010: Anfang Jahr kommt der Spitzmaulnashorn-Bulle Jeremy aus Frankreich in den Zoo Zürich. Er soll für Nachwuchs sorgen. Anfang Mai gibt es Nachwuchs bei den Schneeleoparden: Dshamilja gebärt ihr viertes Jungtier. Im Sommer tauscht der Zoo Zürich mit dem Zoo München das Tigermännchen Nurejew gegen das Weibchen Elena.
  • 2009: Am 31. Januar feiert der Zoo Zürich seinen 80. Geburtstag. Die Feier ist auch Auftakt für die Sammelaktion «Mehr Platz für die Grössten» für den Kaeng Krachan Elefantenpark. Am 3. Februar kommen zwei Indische Löwen zur Welt, das Männchen Jasraj und das Weibchen Jeevana. Am 8. Oktober kommt nach zehnjähriger Pause wieder ein Steppenzebra zur Welt.
  • 2008: Am 31. Oktober wird das Semien Gebirge für Dscheladas, Nubische Steinböcke, Klippschliefer und Blauflügelgänse eröffnet. Im Dezember beginnt der Zoo Zürich mit der Planung des Kaeng Krachan Elefantenparks.
  • 2007: Am 29. März wird die Löwen-Aussenanlage eröffnet. Im Masoala Regenwald wird im Frühling mit dem Fund junger Pantherchamäleons die erste erfolgreiche Nachzucht dieser Art im Ökosystem nachgewiesen. Die Siamkrokodile werden durch Philippinen-Krokodile ersetzt.
  • 2006: Am 22. März wird die Amphibien-Ausstellung «Das Schweigen der Frösche» im Exotarium eröffnet. Zum ersten Mal findet in der Schweiz die «Dreamnight at the Zoo» für chronisch kranke und behinderte Kinder statt. Sogar Kinder im Spitalbett nehmen teil. Löwe Bhagirath bezieht mit zwei jungen Weibchen das neue Löwenhaus.
  • 2005: Eröffnung der Naturwerkstatt zusammen mit einer Fledermausausstellung und Zeichnungen des Sprayers Harald Naegeli.
  • 2004: Der Zoo Zürch feiert sein 75-Jahre-Jubiläum mit einem Jahr des Löwen. Die neue Löwenanlage wird geplant.
  • 2003: Der weltweit einzigartige Masoala Regenwald wird eröffnet und bringt tropische Wärme auf den Zürichberg.
  • 2002: Das Zoolino öffnet seine Tore und lädt zum Streicheln, Füttern und Ponyreiten ein. Rekord am Eröffnungstag: 28'000 Besucher wollen die neue Attraktion im Zoo Zürich sehen.
  • 2001: Eröffnung der Himalaya-Anlage. Im Menschenaffenhaus werden im Rahmen der internationalen EAZA-Kampagne gegen den Tropenholzhandel zusammen mit anderen Zoos 1,85 Millionen Unterschriften gesammelt, die der EU-Kommission und dem Schweizer Bundesrat übergeben werden.
  • 1999: Die Generalversammlung beschliesst die Umwandlung der Genossenschaft Zoologischer Garten Zürich in die Aktiengesellschaft Zoo Zürich AG.
  • 1998: Der Zoo Zürich heizt neu mit einer Holzschnitzelanlage, die Holz des umliegenden Waldes verwertet. Kombiniert mit dem Fernwärmenetz wird der CO2-Ausstoss um rund 1450 Tonnen pro Jahr verringert.
  • 1996: Der Zoo Zürich unterzeichnet nach langen Verhandlungen einen Vertrag mit der Regierung Madagaskars zur Erhaltung des Regenwaldes auf der Halbinsel Masoala.
  • 1995: Mit der Eröffnung des Sangay Bergnebelwalds für Brillen- und Nasenbären erfolgt der erste Masterplan-Ausbauschritt.
  • 1993: Ein Besucher tötet mit einem vergifteten Köder einen Orang-Utan. Um weitere Vorfälle zu vermeiden, installiert der Zoo Zürich an mehreren Orten Videokameras.
  • 1992: Die Dinosaurierausstellung ist ein grosser Erfolg: Über 300'000 Personen besuchen sie in sechs Monaten.
  • 1991: Dr. Alex Rübel wird neuer Direktor des Zoo Zürich. Zum 700-jährigen Bestehen der Eidgenossenschaft schenkt Indien dem Zoo Zürich zwei Indische Löwen. Alex Rübel und Landschaftsarchitekt Walter Vetsch erstellen einen Masterplan für die weitere Entwicklung des Zoo Zürich bis 2020.
  • 1989: Im Mai schlüpfen zwei Galapagos-Riesenschildkröten – der erste Zuchterfolg in Europa. Nach dem Neubau des Exotariums wird der Freiflugraum für die Vögel noch attraktiver gestaltet.
  • 1987: Elefantenkuh Thaia fällt in den Graben und kann ihn erst mit Hilfe der Feuerwehr wieder verlassen.
  • 1985: Im Sekretariat wird der erste PC installiert. Man will von der weltweiten Vernetzung profitieren, insbesondere mit den US-amerikanischen Tierdatenbanken.
  • 1984: Am 27. Juli um 7.37 Uhr gebärt Elefantenkuh Ceyla-Himali ihr erstes Junges und sorgt damit für den ersten Elefantennachwuchs im Zoo Zürich. Das weibliche Jungtier heisst Komali und wiegt 142 Kilogramm.
  • 1982: Die britische Schimpansenforscherin Jane Goodall besucht den Zoo Zürich. Sie beobachtet, wie die Schimpansen erstmals mit dem Termitenfischen «Zürcher Art» konfrontiert werden. Quarantäne- und Veterinärstation werden eröffnet, damit einreisende Tiere die vom Veterinäramt vorgeschriebene Wartefrist innerhalb des Zoo Zürich verbringen können. Bisher waren Tiere zur Quarantäne anderweitig untergebracht worden; 1976 etwa verbrachten zwei Zwergwildschweine 40 Tage im alten Botanischen Garten an der Talstrasse.
  • 1981: Die neue Tierschutzverordnung tritt in Kraft und schreibt die Grösse der Anlagen vor. In der Folge muss der Zoo Zürich auf die Haltung einzelner Tierarten verzichten.
  • 1979: Im Jubiläumsjahr besucht die 21-millionste zahlende Person den Zoo Zürich, ein Dame aus Ulm. Sie erhält einen Blumenstrauss. Am 50. Geburtstag des Zoo Zürich, dem 7. September, gilt der ursprüngliche Eintrittspreis von CHF 1.–.
  • 1976: Die Schneeleoparden erhalten eine neue Anlage.
Historische Aufnahme Zoo Zürich mit Jane Goodall

1982 besucht Primatenforscherin Jane Goodall den Zoo Zürich. Links Hans Kummer, rechts Peter Weilenmann.

  • 1974: Alt-Zoodirektor Heini Hediger erhält die «Auszeichnung für kulturelle Dienste» der Stadt Zürich. Nobelpreisträger Konrad Lorenz hält die Laudatio.
  • 1973: Dr. Peter Weilenmann tritt sein Amt als neuer Zoodirektor an.
  • 1968: Die Elefanten Druk und Chhukha treffen als Geschenk des Königs von Bhutan, Jigmie Dorji Wangchuck, in Zürich ein.
  • 1967: In Abendkursen berichten Zoodirektor und Zootierarzt über neue Erkenntnisse in der Haltung von Wildtieren im Zoo.
  • 1965: Das Afrikahaus mit Nashörnern und Flusspferden wird feierlich eröffnet.
  • 1962: Die Zürcher Bevölkerung spricht sich mit 215'959 Ja- zu 44'228 Nein-Stimmen für Subventionszahlungen durch Stadt und Kanton zu Gunsten des Zoo Zürich aus. Der Eintrittspreis für Erwachsene wird um ein Drittel auf CHF 2.20 erhöht.
  • 1961: Zoodirektor Heini Hediger verfasst eine Gesamtplanung für den weiteren Ausbau des Zoo Zürich. Mit der Erschliessung zusätzlichen Zoogeländes will er separate Bereiche für Klauen- und Nichtklauentiere schaffen, um einer neuerlichen vollständigen Schliessung wegen der Maul- und Klauenseuche vorzubeugen. Das Vorhaben scheitert an den Finanzen.
  • 1960: Der Zoo Zürich wird als kulturelle Institution gemeinnützigen Charakters anerkannt und so erheblich von Steuerabgaben befreit.
  • 1955: Die Marke von einer halben Million Besucher pro Jahr wird mit 527'332 Personen erstmals überschritten. Der Besucherandrang veranlasst Kinder, auf die Bäume vor der Schimpansenanlage zu klettern, um den Tieren bei der Fütterungszeremonie mit Lätzli und gedecktem Tisch zuzusehen.
  • 1954: Das Zoopersonal erhält zum 25-Jahre-Jubiläum eine Gratifikation: über 50-jährige oder 45-jährige Mitarbeitende mit mindestens 25 Dienstjahren erhalten eine vierte Ferienwoche. Ein Tierpfleger besucht mit einem Lama kranke Kinder im Kinderspital. Ein neues Beschriftungssystem, heute bekannt als Hediger-Tafeln, informiert an den Anlagen über die verschiedenen Tierarten. Das System hat sich in zahlreichen Zoos durchgesetzt und bis heute bewährt. Der Zoo Zürich baut die erste Freiflughalle, was als Meilenstein in der Vogelhaltung gilt.
  • 1953: Prof. Dr. Heini Hediger, ehemaliger Direktor des Berner Tierparks Dählhölzli und des Basler Zolli, wird als erster Zoologe zum neuen Zoodirektor gewählt. Damit beginnt die Ära des wissenschaftlich geführten Zoo Zürich.
  • 1952: Die erste Lichtreklame des Zoo Zürich leuchtet im Hauptbahnhof. Zoodirektor Felix Hofmann veröffentlicht am 12. Mai im «Volksrecht» einen Artikel mit dem Titel: «Unser Zürcher Zoo ist immer noch reformbedürftig».
  • 1951: Der erste festangestellte Gärtner tritt seine Arbeit an. Der erste Presse-Apéro findet statt. Vertreter von vierzehn Printmedientiteln nehmen teil.
Historische Aufnahme Zoo Zürich
Tierpfleger Fritz Bucher fährt mit einem Lama ins Zürcher Kinderspital.
Historsiche Aufnahme Zoo Zürich mit Konrad Lorenz und Heini Hediger
Heini Hediger (r.) erhält den Kulturpreis der Stadt Zürich. Laudator war Nobelpreisträger Konrad Lorenz.
  • 1949: Der Zoo Zürich muss wegen der grassierenden Maul- und Klauenseuche drei Wochen lang schliessen. Einnahmen bleiben aus. Aus Angst vor einer Verschleppung der Seuche meidet die ländliche Bevölkerung den Zoo Zürich monatelang.
  • 1943: Der Zoo Zürich pachtet Land in der Nähe von Einsiedeln, um eigenständig Getreide anbauen zu können. Später werden auch Kartoffeln und Mais geerntet.
  • 1940: Wegen der Maul- und Klauenseuche kann Dromedarhengst Hassan erstmals nicht am Sechseläuten-Umzug teilnehmen. Am ersten Tag der Mobilmachung werden fünf von neun Tierpflegern eingezogen. Durch freiwillige Helfer kann der Betrieb aufrecht erhalten werden. Die Futterbeschaffung unterliegt erschwerten Bedingungen. Sorgen bereiten auch die Kohleknappheit und kalte Temperaturen. In den Tierhäusern ist es zeitweise nur 10 Grad; vor allem die kälteempfindlichen Reptilien leiden.
  • 1938: Elefantenkuh Mandjullah wird mit fünf Tonnen Körpergewicht zum schwersten Tier der Schweiz gekürt.
  • 1936: Ein Leopard bricht aus der Aussenanlage aus. Wie der Schwarze Panther überlebt auch er seinen Ausflug nicht.
  • 1935: Der Zoo Zürich veranstaltet eine Völkerschau, um seine Attraktivität zu steigern. Eine Gruppe von 65 Marokkanern präsentiert Bräuche und Handwerkskunst. Der Tiger-Brunnen vor dem Zooeingang wird von Rudolf Wening erstellt.
  • 1933: Am 11. Oktober entweicht ein scheuer Schwarzer Panther aus dem Zoo Zürich. Er bleibt zehn Wochen vermisst, bis er im Zürcher Oberland erschossen wird.
  • 1929: Der Zoo Zürich wird am 7. September durch Stadtpräsident Dr. Emil Klöti eröffnet. Am 15. September besuchen 20'835 Personen den Zoo. An Ostern ist die Raubtier-Dressurschule des Dresseurs Havemann mit elf Löwen, einem Tiger und zwei Pavianen zu Gast – ohne Aufpreis. Das neue Zoorestaurant (heute: Pantanal und Zoocafé) wird eröffnet. Der erste vollamtliche Zoodirektor, Felix Hofmann, nimmt seine Tätigkeit auf; er löst den halbtags tätigen Prof. Dr. Hans Steiner ab.
  • 1928: Die Tiergarten-Gesellschaft wird in einen Verein zur Förderung des Zoologischen Gartens umgewandelt und die Genossenschaft Zoologischer Garten als Trägerschaft gegründet. Am 8. Oktober erfolgt der Spatenstich für den Zoo Zürich.
  • 1925: Zoobegeisterte gründen die Tiergarten-Gesellschaft in Zürich mit dem Ziel, einen Zoo zu gründen. Die Liegenschaft Säntisblick wird erworben und als Standort vorgesehen.
Historische Aufnahme Zoo Zürich
Asiatische Elefanten Chang (l.) und Mandjullah anno 1929 im Zoo Zürich.
Historische Aufnahme Zoo Zürich
Zoodirektor Felix Hoffmann hilft während des Zweiten Weltkrieges an der Kasse aus.

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